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Archiv der Kategorie Veranstaltungen
“Urkunden übersetzen” in Hamburg - Bereits großes Interesse an den 1. JurANT
27.1.2012 von Richard Schneider.
Unter dem Thema »Urkunden übersetzen« organisiert der ADÜ Nord am Freitag und Samstag, 13./14. April 2012, eine umfassende Weiterbildungsveranstaltung speziell für Übersetzer juristischer Dokumente: die »1. Juristischen ADÜ-Nord-Tage«.
Mit dieser zweitägigen Veranstaltung bieten wir Kolleginnen und Kollegen – ob Verbandsmitglied oder nicht – die Möglichkeit, sich im Bereich des Übersetzens von Urkunden weiterzubilden und dabei eigene Schwerpunkte zu setzen. In drei Plenarvorträgen und 15 Workshops beantworten Juristen und erfahrene Kollegen Fragen aus der Praxis, geben Hilfestellungen und nützliche Tipps bei der Übersetzung von juristischen Dokumenten.
Neben allgemeinen Fragen (Richtlinien für Urkundenübersetzung, Beglaubigung und Apostille, Word als Hilfsmittel bei der Gestaltung) wird eine Vielzahl von juristischen Bereichen (von Ausbildungsunterlagen über Erbrecht und Gesellschaftsrecht bis zum Straf- und Zivilrecht) in verschiedenen Sprachgruppen (Englisch, Französisch, Spanisch,
Italienisch, Russisch, Polnisch und Türkisch) behandelt.
Die Teilnehmer können ihre Schwerpunkte nach eigenem Interesse und Bedarf setzen: Aus je fünf vierstündigen Workshops wählen sie bei der Anmeldung drei aus. Bei großem Interesse und auf Nachfrage werden weitere Gruppen eingerichtet.
Die Tagung im Überblick
- 13. bis 14. April 2012 im NH Hotel Hamburg-Altona
- Plenarvorträge zu allgemeinen rechtlichen Themen
- 3 x 5 sprachübergreifende und sprachbezogene Workshops
- Kompetente Referenten: Juristen und Übersetzer mit langjähriger Berufserfahrung
- Intensive Arbeit in kleinen Gruppen
- Zusammenstellung der Workshops individuell nach Fachthemen und Arbeitssprachen
Ausführliche Informationen und das Anmeldeformular für die 1. Juristischen ADÜ-Nord-Tage 2012 in Hamburg im
Internet unter www.adue-nord.de > Konferenz 1. JurANT 2012.
ADÜ Nord
Der ADÜ Nord ist der etablierte Berufsverband für Dolmetscher und Übersetzer mit Schwerpunkt in Norddeutschland. In den Reihen unserer mehr als 350 hochqualifizierten Mitglieder sind über 50 Arbeitssprachen und zahlreiche fachliche Spezialisierungen vertreten.
[Text: Georgia Mais. Quelle: Pressemitteilung ADÜ Nord, 2012-01-18. Bild: ADÜ Nord.]
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Podiumsdiskussion der Wirtschaftskammer Wien: Sprachdienstleister und ihre Auftraggeber
26.1.2012 von Richard Schneider.

Extrem vielfältig kann das Ergebnis von Übersetzung sein, diagnostizierte eine hochkarätige Expertenrunde aus dem öffentlichen Bereich und der Privatwirtschaft anlässlich einer Podiumsdiskussion, zu der Mag. Sabine Kern, Vorsitzende der Sprachdienstleister Wiens, im Rahmen der Informationsveranstaltung „Die Sprache als Schlüssel zur Welt. Was sollten Auftragnehmer bei ihrem potenziellen Kunden beachten, um einen Auftrag zu erhalten?“ eingeladen hat. Übereinstimmend wurde betont, dass bei Übersetzungen in Fachgebieten vorherrschende Termini oder Standards stets eingehalten werden müssen, während bei touristischen oder werblichen Themen mehrheitlich Gefühle oder Stimmungen im Vordergrund stehen.
Im Bereich der Sprachdienstleister und Dolmetscher ist der Mitbewerb enorm. Die Berufsgruppe Sprachdienstleister der Wirtschaftskammer Wien (WKW) zählt 550 aktive Mitglieder, allein auf der Website für Wien sind 155 Sprachdienstleister registriert. Viele davon sind Einzelpersonen, sogenannte EPUs, die von zuhause aus Übersetzungen durchführen – mehrheitlich als Einzelunternehmer oder als freier Mitarbeiter von Übersetzungsagenturen. „Die Anforderungen an Übersetzer und Dolmetscher sind äußerst vielfältig. Das Berufsbild hat sich stark gewandelt. Zwischen Studium und Berufswelt liegen Welten, da Kundenanforderungen mit dem idealistischen Bild schöne Texte zu übersetzen oft weit auseinander liegen“, betont Mag. Sabine Kern, Vorsitzende des Berufsgruppenausschusses Sprachdienstleister in der WKW.
Erfolg durch richtige Kommunikation
In der Werbung dominiert bei den Übersetzungen Englisch, immer stärker herrscht aber Denglisch vor, kommentierte Ralf Kober, Geschäftsführer von Springer & Jacoby, und betont: „Erfolg ist auch eine Frage der richtigen Kommunikation. Das macht eine gute Übersetzung für uns so wichtig. Denn die Übertragung in eine andere Sprache kann den Sinn oft verzerren.“ Werbliche Aussagen werden mehrheitlich dahingehend übersetzt, dass sie Gefühle oder bestimmte Stimmungen vermitteln. Dies entspricht auch der Intension der Tourismusbranche, bestätigt Margit Turac, Leiterin des Übersetzungsmanagements von der Österreich Werbung und bekräftigt: „Es ist für uns eine große Herausforderung, für unterschiedliche Länder ein und denselben Slogan derart zu kommunizieren, dass er unsere Zielgruppen gut anspricht und auch das Gefühl, welches wir vermitteln wollen, optimal transportiert wird.“
Weitaus einfacher und standardisierter muss Mag. Anne Ortner, Leiterin der internen Übersetzungsabteilung der Knapp AG, die Übersetzungen handhaben. Sie vertritt die technische Branche, in der das jeweilige Fachwissen notwendig ist. Deshalb ist es aus ihrer Sicht wichtig, dass die Kommunikation zwischen Unternehmen und Übersetzer stets am selben Level ist und ein kontinuierlich aufgebautes Fachvokabular vorherrscht.
Sprachstile, Sprachblüten, Fachwissen – Salzburger Nockerl sind keine Germteigfladen
Generell gilt: Übersetzer müssen zwischen den Zeilen lesen können. Sie müssen sich meist nicht nur einen bestimmten Sprachstil aneignen, sondern sich vor allem dem Stil des jeweiligen Kunden anpassen. Für die Tourismusbranche sollten sich Übersetzer auch mit dem jeweiligen Land oder der Region auseinander setzen. Zuweilen auch mit der Kultur vertraut sein, damit Salzburger Nockerl nicht fälschlich mit Germteigfladen gleichgesetzt werden. Für Spezialbereiche müssen Übersetzer und Dolmetscher zu Wissensmanagern mutieren. Diese Tatsache erschwert vielen EPUs auch die Möglichkeit, außerhalb ihrer angestammten Themenbereiche rasch fremde Bereiche zu bearbeiten, wenn Spezialwissen fehlt und diese von Kundenseite nicht vermittelt werden.
Die Konkurrenz unter den Sprachdienstleistern ist groß und der Erhalt von Aufträgen ist immer härter umkämpft. Für Aufträge ab 100.000 Euro ist eine Ausschreibung Pflicht. Bindeglied zwischen Anbieter und Auftraggeber ist die Bundesbeschaffung. Mag. Anton Steinringer, Leiter der Bereiche Marketing und Vertrieb bei der Bundesbeschaffung, informiert über das Angebot von Bieterseminaren, die zur Vorbereitung von Ausschreibungen dienen und bestätigt, dass viele Ausschreibungen von der Größenordnung die Kapazität eines Einzelunternehmers voraussichtlich übersteigen könnte, Bietergemeinschaften oder Arbeitsgruppen aber gängig sind.
Fachgruppe Wien der gewerblichen Dienstleister – Berufsgruppe Sprachdienstleister
Die Fachgruppe der gewerblichen Dienstleister ist die gesetzliche Interessenvertretung der rund 700 gewerblichen Übersetzer und Übersetzungsbüros in Wien. Ziel der Berufsgruppe Sprachdienstleister unter Vorsitz von Mag. Sabine Kern ist die Professionalisierung des Berufsstandes. Innerhalb Österreichs umfasst dies die Förderung des Qualitätsbewusstseins und des Nachwuchses, die Durchführung von Aus-, Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen, Networking und die Etablierung von Kooperationstools sowie die Bewusstseinsbildung für die zunehmende Relevanz internationaler und interkulturellen Verständigung. Auf internationaler Ebene zählen die Förderung des Erfahrungsaustauschs mit Übersetzer- und Dolmetscherverbänden in anderen Ländern sowie der internationalen Zusammenarbeit mit Ausbildungsstätten für Übersetzer und Dolmetscher zu den Zielen der Berufsgruppe. Auf der Homepage der Berufsgruppe sind 155 Sprachdienstleister mit verschiedenen Suchkriterien aufgelistet.
http://wko.at/wien/uebersetzungsbueros
[Text: Dr. Sabine Unterweger. Quelle: Presseinformation der Wirtschaftskammer Wien, Berufsgruppe Sprachdienstleister, 2012-01-26. Bild: Wirtschaftskammer Wien. Von links nach rechts: Margit Turac, Ralf Kober, Anne Ortner, Anton Steinringer, Sabine Kern.]
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EMT-Konferenz in Brüssel: “Keep riding the dragon called Translation!”
28.12.2011 von Richard Schneider.
With machine translation making great strides, the landscape of dominant world languages changing, and the nature of language professions evolving, the future of translation looks extremely exciting, albeit complex and challenging. This was the main impression of the annual ‘European Master’s in Translation’ (EMT) conference held in Brussels in November 2011, entitled ‘Mastering the future of translation’. As one of the speakers aptly summarised it, ‘You’ve got to keep riding this dragon!’.
The conference brought together 250 participants from universities running translator training programmes and some representatives of international organisations. The academic participants came from all the EU countries and from a number of countries outside the EU, such as Croatia, Russia, Turkey, China, Canada, Ghana, Cameroon and Egypt.
The EMT is a network of university-run translation programmes set up in 2009 in response to a growing shortage of properly qualified translators in the job market. To date, 54 European universities have successfully applied to join the network. Moreover, EMT is a recognised quality label — any translator training course carrying the EMT label is recognised as being one of the best in the field.
Several speakers highlighted how machine translation is shaping the life of translators today, and especially how it will do so in the future. Rytis Martikonis, the head of the European Commission’s Directorate-General for Translation, reported that machine translation is one of the key areas in his department’s work at the moment. The DG for Translation is developing a new system which is now being trialled by in-house translators. When fully developed, the system will be made available to all Commission officials and to authorities in the EU countries.
Mikel Forcada of the University of Alicante concentrated on rule-based and statistical machine translation, describing how challenging it is to encode professional knowledge in these crude models. In the panel debate, Sharon O’Brian from Dublin City University foresaw a high percentage of translation work being automated and post-edited. This meant, she said, that making the source language text ready for machine translation would gain in importance.
Jaap van der Meer from Translation Automation User Society (TAUS) insisted that human translation had a future, though it was likely to undergo profound changes. In his view, there will be a major split in the market, and machines will account for the great bulk of translation work of lesser quality but performed in real time, while human translators will be responsible for hyperlocalised translations of high quality in more languages.
Apart from machine translation, another hot topic in the translation profession is source and target languages. Reiner Arntz of Hildesheim University talked about the growing importance of less commonly used languages for the translation market and how to make use of intercomprehension and bilingualism in translation programmes, adapting the training to the social phenomena of immigration and increased mobility of today’s students. Nicolas Ostler outlined the historical perspective of how the world’s dominant languages tend to be linked to conquests or commercial activities, indicating that English may be the last language to perform the role of lingua franca as we know it.
The Commission’s Directorate-General for Translation provides administrative support to the EMT network and acts as a hub for the exchange of information and good practices. The Commission has allocated some € 300 000 to cover the cost of its administrative support and the network’s annual conference in 2011.
It does not provide direct financial support to the training courses or students.
Further information:
The proceedings and the full report of the conference will soon be published on the EMT website:
http://ec.europa.eu/dgs/translation/programmes/emt/index_en.htm
Universities in the EMT network:
http://ec.europa.eu/dgs/translation/programmes/emt/universities/index_en.htm
[Text: Directorate-General for Translation. Quelle: Pressemitteilung Directorate-General for Translation, 2011-12-20.]
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Dolmetschen und Übersetzen für Gerichte und Behörden: Magdeburg-Stendal verlängert Anmeldefrist
13.12.2011 von Nina Neumann.
Die Anmeldefrist für das neue berufsbegleitende Teilzeitstudienprogramm „Dolmetschen und Übersetzen für Gerichte und Behörden“ an der Hochschule Magdeburg-Stendal wurde bis zum 15. Januar 2012 verlängert.
Die Zertifikatsweiterbildung wurde für Dolmetscher, Übersetzer und Juristen mit Zweitsprachkompetenz entwickelt, die die Qualifikation erwerben möchten, für Gerichte und Behörden als Dolmetscher und Übersetzer zu arbeiten. Die dafür notwendigen Qualifikationen, wie Dolmetsch- und Übersetzungstechniken, juristische Terminologie und relevante juristische Sachkenntnisse, werden im Rahmen des Programms vermittelt. Das Abschlusszertifikat ermöglicht die Beeidigung durch das Kultusministerium Sachsen-Anhalt, welche deutschlandweit gültig ist. Darüber hinaus dient das Programm bereits tätigen Dolmetschern und Übersetzern auch als Fortbildung.
Das Programm startet im März 2012 und endet mit der letzten Prüfung im Oktober 2012.
Zulassungsvoraussetzungen
Voraussetzung für die Teilnahme sind:
- einwandfreie Deutschkenntnisse
- eine Hochschulzugangsberechtigung
- eine mindestens zweijährige berufspraktische Tätigkeit als Dolmetscher oder Übersetzer.
Bewerbung
- ausgefülltes Anmeldeformular
- schriftliche Begründung des Teilnahmewunsches
- tabellarischer Lebenslauf mit Foto
- Nachweis der beruflichen Tätigkeit und des Spracherwerbs
- Zeugniskopien (Ausbildung/Studium)
Studiendauer
- 2 Semester (Februar bis Oktober)
- insgesamt 100 Unterrichtsstunden
- berufsbegleitendes Teilzeitstudium
Präsenzphasen
- 11 Wochenendblöcke
- die beiden letzten Blöcke (2. schriftliche Prüfung und mündliche Prüfung) sind eintägig
Organisation
- Die Einteilung der Teilnehmer erfolgt entsprechend der Bewerbungen für eine Sprache mit mindestens fünf Teilnehmern.
- Die Referenten sind einerseits beeidigte Dolmetscher und Sprachdozenten und zum anderen Richter und Praktiker aus Behörden, Polizei und Notariat.
- Die Veranstaltungen finden auf dem Hochschulcampus (Haus 4, Raum 2.14) statt.
Teilnahmegebühren
Die Teilnahmegebühren sind vor Kursbeginn zu entrichten. Die Teilnahme an der Prüfung ist nicht obligatorisch.
- Teilnahmegebühr (vorbehaltlich einer ggf. notwendigen Neukalkulation): 1.990 Euro
- Prüfungsgebühren (vorbehaltlich einer ggf. notwendigen Neukalkulation): 400 Euro
Weitere Informationen unter: www.hs-magdeburg.de
[Text: Nina Neumann. Quelle: Website Hochschule Magdeburg-Stendal. Bild: Hochschule Magdeburg-Stendal.]
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“Übersetzen in die Zukunft” 2012: BDÜ ruft zur Abstimmung über Themenvorschläge auf
8.12.2011 von Richard Schneider.
Nach dem Erfolg der ersten dreitägigen Kongressmesse „Übersetzen in die Zukunft“, die 2009 in Berlin mit rund 1.600 Teilnehmern aus über 40 Ländern stattfand, sind beim BDÜ die Planungen für die Nachfolgeveranstaltung bereits weit fortgeschritten. Diese wird im September 2012 ebenfalls im Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin stattfinden. Die offizielle Abgabefrist für Vorschläge zu Vorträgen, Workshops und Kurzseminaren für die internationale Fachkonferenz im September 2012 des BDÜ ist vor wenigen Tagen abgelaufen. Nachmeldungen sind noch bis zum 5. Januar 2012 möglich.
Jedermann hat nun die Möglichkeit, aus den mehr als 130 Themenvorschlägen die interessantesten auszuwählen. Dies ist ganz einfach online über die Veranstaltungswebsite möglich. Die Abstimmung über die Interessenschwerpunkte hilft der Auswahlkommission bei der Planung des Veranstaltungsprogramms.
Das Branchenereignis des Jahres wird 2012 unter dem Leitthema „Dolmetscher und Übersetzer: Experten für internationale Fachkommunikation“ stehen. Der BDÜ will mit der Großveranstaltung „die sprachmittelnden Berufe als Expertenberufe ins Rampenlicht setzen und die in unterschiedlichen Spezialisierungen zu meisternden Herausforderungen beleuchten“. Vorträge,Workshops, Kurzseminare, eine Fachmesse sowie eine Netzwerk- und Stellenbörse sollen Auftraggeber, Behörden, Hochschullehrer, Anbieter von Softwarewerkzeugen, Studierende und professionelle Sprachmittler einander näherbringen.
Auf der begleitenden Fachmesse können sich die Besucher über die neuesten Nachschlagewerke, Werkzeuge zum Informationsmanagement, Translation-Memory-Systeme und Dienstleistungsangebote für Übersetzer und Dolmetscher informieren. Im Rahmen einer Netzwerk- und Stellenbörse können sich Interessierte namhaften Unternehmen und Institutionen vorstellen und direkte Kontakte mit potenziellen Arbeit- bzw. Auftraggebern sowie mit Kollegen gleicher oder ergänzender Spezialisierung knüpfen.
www.uebersetzen-in-die-zukunft.de
Die Abstimmung über die vorgeschlagenen Themen erfolgt über den Menüpunkt „Favoriten wählen“. Referenten, die weitere Themen präsentieren möchten, klicken auf „Abstract einreichen“.
Mehr zum Thema auf uepo.de
2009-09-28: Tagungsband “Übersetzen in die Zukunft”: aktuelle Beiträge zum Branchengeschehen auf 582 Seiten
2009-09-17: Berlin, Berlin, wir waren in Berlin! Bilder von der BDÜ-Konferenz
2009-09-14: BDÜ-Konferenz: “Der Zuspruch war enorm.” Neuauflage in drei Jahren geplant
[Text: BDÜ. Quelle: Mitteilung BDÜ, 2011-12-05. Bild: BDÜ.]
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FTSK Germersheim: Erstmals zweiwöchiger MA-Schnupperkurs Übersetzen
7.12.2011 von Jessica Antosik.

Die Internationale Sommerschule Germersheim des Vereins für Sprache und Kultur e. V. am Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim führt während der vorlesungsfreien Zeit erstmalig einen zweiwöchigen Master-Schnupperkurs mit dem Schwerpunkt Übersetzen durch. Der Kurs richtet sich an Studierende, die sich überlegen, – eventuell am FTSK Germersheim – einen Masterstudiengang im Bereich Translation in Angriff zu nehmen. Die Teilnehmer können in dem zweiwöchigen Kurs Ihre Eignung, Neigung und ihr Talent für das Übersetzen testen. In kompakter Form erhalten sie einen Einblick in Inhalte des Studiengangs. Rechtzeitig vor Bewerbungsschluss für das folgende Wintersemester können sie nach Besuch des Kurses genau beurteilen, ob ein solches Studium ihren Fähigkeiten und Wünschen entspricht. Dabei ergibt sich natürlich auch die Gelegenheit, den möglichen zukünftigen Studienort, die Umgebung und zukünftige Kommilitonen und Dozenten kennenzulernen.
Termine
Anreise: Sonntag, 26.02.2012
Kursbeginn: Montag, 27.02.2012
Kursende: Freitag, 09.03.2012
Abreise: Samstag, 10.03.2012
Teilnehmerkreis
Fortgeschrittene Bachelor-Studierende, Bachelor-Absolventen der Anglistik, Romanistik (FR, IT, ES) oder andere Studierende mit sehr guten Kenntnissen der englischen, französischen, italienischen oder spanischen Sprache und Deutsch als Muttersprache
Teilnehmerzahl
Maximal 50 Teilnehmer, 15 pro Sprachgruppe
Anmeldeschluss
27.01.2012 oder bei Erreichen der Teilnehmerzahl
Kursgebühren
300 Euro (Unterricht, Exkursionen, Eintritte)
Unterrichtsprogramm
Übersetzen
(32 Unterrichtseinheiten (UE) а 45 Minuten)
- Vorlesungen Methodik, Übersetzungstheorie (8 UE)
- Allgemeinsprachliche Übersetzungsübungen (14 UE)
- Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch <> Deutsch
- Fachübersetzungen Wirtschaft, Recht (10 UE)
- Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch <> Deutsch
Seminare
(12 Unterrichtseinheiten а 45 Minuten)
Auswahl aus verschiedenen Seminaren a 6 UE, z. B.
- Software für Übersetzer
- Untertitelung
- Interkulturelle Kommunikation
- Kulturwissenschaftliches Seminar
Sprachpraktische Übungen Niveau C1/C2 (EN/FR/IT/ES)
(12 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten)
- Translationsrelevanter Wortschatz
- Verständnisübungen zu TV-Sendungen
- Textarbeit/Zeitungslektüre
Rahmenprogramm
- Ausflüge:
Heidelberg
Speyer
Weinstraße mit Weinprobe
- Filmabende
- Museumsbesuche
- Kneipen- und Diskoabende
- Abschlussfeier
Betreuung
Die Kursteilnehmer werden von studentischen Tutoren verschiedener Nationalitäten betreut.
Unterkunft
Auf Wunsch werden Privatzimmer (meist in Wohngemeinschaften mit 2-3 anderen Studierenden) oder Wohnheimzimmer vermittelt. Hier kostet ein Platz im Einzelzimmer zwischen 110 Euro und 140 Euro, im Einzelappartement 140-160 Euro. Bettwäsche ist in allen Zimmern vorhanden, Handtücher nicht. Die Zimmer können am Sonntag, den 26.02.2012 , bezogen werden. Beim Einzug wird eine Kaution in Höhe von 30 Euro erhoben. Diese kann nur zurückerstattet werden, wenn das Zimmer am Abreisetag sauber und in ordnungsgemäßem Zustand hinterlassen wird. Mit der Anmeldebestätigung nach Zahlung der Kursgebühr wird Ihnen automatisch ein Zimmer reserviert, wenn Sie auf dem Anmeldeformular einen Zimmerwunsch geäußert haben. Die Zahlung der Miete erfolgt bar am Tag Ihrer Ankunft in Germersheim.
Anmeldung
Wenn Sie sich für den Kurs anmelden möchten, können Sie das auf der ISG-Website online tun. Falls Sie bei der Anmeldung kein Bild hochladen, nehmen Sie bitte bei Ihrer Anreise nach Germershein unbedingt ein Passfoto mit.
Zahlung des Kursentgelts
Wenn Sie die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen und wenn noch Plätze frei sind, erhalten Sie (per Mail) eine Reservierungsbestätigung. Sobald die Mindestteilnehmerzahl Ihrer Sprachgruppe erreicht ist, senden wir Ihnen eine Aufforderung mit der Bitte um Zahlung des Kursentgelts in Höhe von 300 Euro. Die Unterkunft muss erst bei Ihrer Ankunft in Germersheim bar bezahlt werden. Die Kursgebühr ist bis zum 27.01.2012 zu entrichten. Die Reservierung ist erst dann eine feste Anmeldung, wenn die Zahlung eingegangen ist! Nach Eingang der Kursgebühr erhalten Sie eine Anmeldebestätigung mit näheren Informationen zu Ihrer Anreise, Unterbringung, Verlauf des Kurses. Wenn die Zahlung zu diesem Termin nicht bei uns eingegangen ist, behalten wir uns vor, Ihren Platz an einen anderen Bewerber zu vergeben.
Rücktritt
Sie können Ihre Anmeldung bis zum 27.01.2012 wieder rückgängig machen; eventuell geleistete Zahlungen werden erstattet. Wenn Sie nach dem 27.01.2012 zurücktreten, wird eine Bearbeitungs- sowie Zimmerreservierungsgebühr in Höhe von insgesamt 150 Euro einbehalten.
[Text: ISG Germersheim. Quelle: ISG Germersheim. Bild: FTSK Germersheim.]
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Neu: Germersheim bietet Online-Kurse für Übersetzer und Dolmetscher
1.12.2011 von Nina Neumann.
Die Internationale Sommerschule Germersheim bietet unter dem Namen ISO - Internationale Sommerschule Online - eine Vielzahl der aus den Präsenzkursen bekannten Unterrichtsstunden im Wintertrimester auch über das Internet an. Für die Organisation und Durchführung ist Wini Kern (Bild) verantwortlich. Zum Lehrangebot gehören sowohl Kurse für graduierte Dolmetscher als auch Kurse für Übersetzer und Studierende aus Deutschland und dem Ausland, welche die Techniken des Dolmetschens erlernen oder verbessern möchten. Alle Kurse finden jeweils 8 Wochen lang an einem bestimmten Wochentag und in Form 60-minütiger Sitzungen (z. B. Simultandolmetschen Deutsch-Italienisch) statt.
Als Lehrkräfte werden nur diplomierte, erfahrene Experten im Übersetzungs- bzw. Dolmetschbereich eingesetzt, meist Dozenten des renommierten Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim. Online-Prüfungen und ein Zertifikat, das übersetzerische oder dolmetscherische Kompetenz bescheinigt, wird es jedoch nicht geben. Unsere Kurse können keine universitäre Dolmetschausbildung ersetzen, sondern als Ergänzung oder Vorbereitung angesehen werden.
Die technischen Voraussetzungen zum Besuch der Kurse sind gering, meist reichen ein Computer mit Internetanschluss sowie ein Kopfhörer mit Mikrofon. Jeder Teilnehmer erhält kurz vor Beginn der Kurse eine kleine individuelle Online-Einführung durch unsere Mitarbeiter.
Kursprogramm
Spracherwerb für Übersetzer / Dolmetscher
- TV Sendungen (Deutsch)
- TV Sendungen (Englisch)
- Wortschatzübungen I (Deutsch)
- Wortschatzübungen II (Deutsch)
- Wortschatzübungen (Englisch)
Übungskurse speziell für graduierte DolmetscherInnen
- Konsekutivdolmetschen (Aus dem Deutschen ins IT/FR/PL/RU/ES/EN/Andere Sprachen)
- Konsekutivdolmetschen (Aus dem IT/FR/PL/RU/ES/EN ins Deutsche)
- Simultandolmetschen (Aus dem Deutschen ins IT/FR/PL/RU/ES/EN/Andere Sprachen)
- Simultandolmetschen (Aus dem IT/FR/PL/RU/ES/EN ins Deutsche)
- Einführungskurse ins Dolmetschen
- Einführung ins Dolmetschen (Gruppe I) (Flüster-, Verhandlungs-, Simultan-, Konsekutivdolmetschen usw.)
- Notizentechnik I
- Notizentechnik II
- Konsekutivdolmetschen (Aus dem Deutschen ins IT/FR/PL/RU/ES/EN/Andere Sprachen)
- Simultandolmetschen (Aus dem Deutschen ins IT/FR/PL/RU/ES/EN/Andere Sprachen)
- Simultandolmetschen (Aus dem IT/FR/PL/RU/ES/EN ins Deutsche)
- Konsekutivdolmetschen (Aus dem IT/FR/PL/RU/ES/EN ins Deutsche)
- Dolmetschen in Eigenregie (Eine praktische Anleitung zum Selbststudium)
Übersetzungskurse speziell für Studierende mit Deutsch als A-Sprache
- Übersetzungsübungen (Aus IT/FR/PL/RU/ES/EN/Andere Sprachen ins Deutsche)
- Übersetzungsübungen (Aus dem Deutschen ins IT/FR/PL/RU/ES/EN/Andere Sprachen)
Übersetzungskurse speziell für Studierende mit Deutsch als B- oder C-Sprache
- Übersetzungsübungen (Aus dem Deutschen ins IT/FR/PL/RU/ES/EN/Andere Sprachen)
- Übersetzungsübungen (Aus IT/FR/PL/RU/ES/EN/Andere Sprachen ins Deutsche)
- ÜbersetzungsübungenZurück
- Aus IT/FR/PL/RU/ES/EN/Andere Sprachen ins Deutsche
Teilnehmerkreis
Studierende der Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft, Germanistik.
Sprachliche Voraussetzungen: sehr gute Deutschkenntnisse.
Termine
Der Kurs beginnt in der Woche vom 9. bis zum 13.01.2012. Die darauf folgenden Termine finden jeweils am selben Wochentag um die selbe Uhrzeit statt. Die letzte Sitzung ist in der Woche vom 27.02. bis zum 02.03.2012. Alle Kurse finden abends statt. Wochentag und Uhrzeit des Kurses werden nach Erreichen der Teilnehmerzahl durch eine Online-Umfrage unter den Teilnehmern ermittelt.
Evtl. ausfallende Veranstaltungen werden in den Wochen nach Kursablauf am selben Wochentag zur selben Uhrzeit nachgeholt.
Teilnehmerzahl
5 bis 12 Teilnehmer
Anmeldeschluss
01.01.2012 oder bei Erreichen der Teilnehmerzahl.
Kursgebühren
80 Euro (Einführung in die Technik, Unterricht, Kursmaterialien in E-Form)
Dozent
Herr Wini Kern
Zahlung des Kursentgelts
Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie (per E-Mail) eine Reservierungsbestätigung. Sobald die Mindestteilnehmerzahl erreicht ist, senden wir Ihnen eine Aufforderung mit der Bitte um Zahlung des Kursentgelts in Höhe von 80 Euro. Die Kursgebühr ist bis zum 01.01.2012 zu entrichten. Die Reservierung ist erst dann eine feste Anmeldung, wenn die Zahlung eingegangen ist! Nach Eingang der Kursgebühr erhalten Sie eine Anmeldebestätigung mit näheren Informationen zum Kursablauf und Terminvorschlägen für eine kurze technische Einweisung (ca. 20 Minuten).
Veranstaltungsausfall und Änderungen
Für das Zustandekommen der Kurse ist eine in den Kursinformationen genannte Mindestteilnehmerzahl für jede Sprachgruppe erforderlich. Sollte diese Zahl nicht erreicht werden, behält sich die IS-Online vor, den Kurs abzusagen. Im Falle einer Absage durch IS-Online erfolgt die volle Rückerstattung der Teilnahmegebühr. Weitergehende Ansprüche an den Veranstalter bestehen nicht. In Ausnahmefällen wird eine Änderung des Veranstaltungsablaufs (Dozent, Nachholtermine usw.) vorbehalten. Änderungen dieser Art berechtigen weder zum Rücktritt noch zur Minderung der Kursgebühr.
Sollte aufgrund der Verhinderung eines Dozierenden, technischer Schwierigkeiten der IS-Online oder der Unterrichtssoftware oder anderer von der IS-Online zu verantwortender Probleme Unterrichtsstunden erheblich erschwert oder verhindert werden, so werden diese in der Woche nach Kursablauf am selben Wochentag zur selben Uhrzeit nachgeholt. In Absprache mit dem Dozierenden ist auch ein Nachholtermin in der Woche des Ausfalls möglich. Die Entscheidung über den Nachholtermin trifft der Dozierende in Absprache mit der IS-Online. Ist durch oben genannte Schwierigkeiten eine Fortführung des Kurses insgesamt nicht möglich, behält sich IS-Online das Recht vor, den Kurs abzubrechen oder zu verschieben. Geleistete Zahlungen werden abzüglich der regulär geleisteten Unterrichtstunden anteilig zurückerstattet.
Datenspeicherung
Der Teilnehmende erklärt sich durch die Anmeldung mit der Speicherung seiner Daten zu veranstaltungsorganisatorischen Zwecken bzw. zur weiteren Information einverstanden.
Rücktritt
Sie können Ihre Anmeldung bis zum 01.01.2012 wieder rückgängig machen; eventuell geleistete Zahlungen werden abzüglich anfallender Bankgebühren erstattet. Wenn Sie nach dem 01.01.2012 zurücktreten, wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von insgesamt 50 Euro einbehalten. Nach Kursbeginn werden die gesamten Kursgebühren einbehalten.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website www.isg-uni-mainz.de.
[Text: ISG Germersheim. Quelle: Website der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Bild: Kern.]
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Uni Hamburg: Weiterbildung “Simultandolmetschen an Gerichten”
27.11.2011 von Richard Schneider.
Für professionelle Dolmetscher in den Sprachen Englisch, Französisch, Portugiesisch und Spanisch bietet die Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) der Universität Hamburg in den Monaten Januar bis März 2012 ein neues Aufbauseminar im Simultandolmetschen an Gerichten an. Vermittelt und trainiert werden juristische Inhalte, dolmetschen in die B-Sprache und Vom-Blatt-Dolmetschen. Das Angebot wendet sich an Absolventen des weiterbildenden Studiums „Dolmetschen und Übersetzen an Gerichten und Behörden“ und an professionelle Dolmetscher.
Die Ausbildung erfolgt in neuen Dolmetschkabinen und durch audiovisuelle Medien in der Arbeitstelle für wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Hamburg. Für beide Studienangebote kann man sich ab sofort bewerben. Im Zuge von Globalisierung und EU-Erweiterung steigt der Bedarf nach professionellen Sprachmittlern rasant. Im Bereich Dolmetschen an Gerichten und Behörden bieten sich ausgebildeten Dolmetschern sowie ausländischen Muttersprachlern mit exzellenten Deutschkenntnissen sehr gute berufliche Perspektiven.
Hintergrund
Durch Internationalisierung und ständige Erweiterung der EU halten neue, effiziente technische Medien nicht nur in die internationalen, sondern auch in die nationalen Gerichte verstärkt Einzug. Diese neuen Techniken sollen dazu beitragen, dass für alle Beteiligte die Kommunikation auf höchstem, professionellem Niveau stattfinden kann und die Dolmetscher in ihrer anspruchs- und verantwortungsvollen Tätigkeit unterstüzt werden.
Ziele
Im Aufbauseminar „Simultandolmetschen an Gerichten“ sollen vereidigte bzw. beeidigte Dolmetscherinnen und Dolmetscher ihre bereits vorhandenen Erfahrungen mit dem Simultandolmetschen mit Dolmetschanlage (Kabinen) und Flüsteranlage trainieren und vertiefen. Es wird in Kleingruppen praxisorientiert gearbeitet. Ein professionelles Lehrteam aus Dolmetschdozenten, Sprachsachverständigen und Juristen aus der Praxis wird sie dabei unterstützen und begleiten. Das Seminar wird für die Sprachen Englisch, Französisch, Portugiesisch und Spanisch angeboten.
Inhalte und Didaktik
Folgende drei Schwerpunkte sollen berücksichtigt werden: Nach der Auffrischungs- und ersten Vertiefungsphase (Modul I), konzentriert sich das Modul II auf das Dolmetschen in die Arbeitssprache (B-Sprache). Der Schwerpunkt von Modul III liegt auf der Technik des Vom-Blatt-Dolmetschens.
Modul I: Auffrischung und Vertiefung: In diesem Modul wird zunächst mit Vorträgen interkulturellen und leichteren juristischen Inhalts geübt. Vorrangiges Ziel ist die Perfektionierung der Simultandolmetschtechnik auch Flüster- und Relaisdolmetschen).
Modul II: Dolmetschen in die B-Sprache: Juristische Vorträge mittleren Schwierigkeitsgrades werden in die aktive Arbeitssprache gedolmetscht. Dolmetschdozenten, Sprachsachverständige und Juristen begutachten die Klarheit und sprachliche Korrektheit der Leistungen im Team.
Modul III: Schwerpunkt Vom-Blatt-Dolmetschen: Bei den Gerichten üblicherweise verlesene Texte werden von Juristen aus der Praxis (Richter, Anwälte) vorgetragen und von den Teilnehmenden gedolmetscht. Es werden die Reaktionsgeschwindigkeit, die Korrektheit der Sprache und der Termini sowie Rhythmus und Vollständigkeit begutachtet.
Alle im jeweiligen Schwerpunkt geübten Techniken werden in jedem Modul wieder aufgenommen.
Teilnahmevoraussetzungen
Das Aufbauseminar wendet sich vorrangig an
- Absolventen der weiterbildenden Studien „Dolmetschen und Übersetzen an Gerichten und Behörden“ der Universität Hamburg und der Hochschule Magdeburg-Stendal (oder mit äquivalenten Abschlüssen),
- vereidigte/beeidigte Dolmetscher oder Bewerber mit vergleichbaren Qualifikationen.
mit den Sprachen Englisch, Französisch, Portugiesisch oder Spanisch.
Studienorganisation
- modularisiert, 39 Unterrichtsstunden Präsenzzeit aufgeteilt in 3 Module jeweils
- samstags: 10–17 Uhr und sonntags 9.30–14.30 Uhr
- ca. 40 Stunden Selbststudienzeit für Vorbereitung und Vertiefung
- Arbeit in Kleingruppen
Lehrinfrastruktur:
- drei Dolmetschkabinen
- Personenführungsanlage („Flüsteranlage“)
- audiovisuelle Medien
Termine/Ort
Modul I: Sa/So, 28./29.01.2012
Modul II: Sa/So, 11./12.02.2012
Modul III: Sa/So, 10./11.03.2012
Veranstaltungsort: Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) der Universität Hamburg, Campus Hamburg-Stellingen, Vogt-Kölln-Str. 30, Haus E, 22527 Hamburg
Abschluss
Bei mind. 80 % Anwesenheit wird eine Teilnahmebescheinigung der Universität Hamburg ausgestellt. Diese enthält detaillierte Angaben zu Zielen, Inhalten, Umfang und Arbeitsweise.
Kosten
Das Entgelt beträgt pro Modul 500,00 Euro (inkl. Unterrichtsmaterialien, Getränke, Catering). Bei Erteilung einer Einzugsermächtigung ist Ratenzahlung möglich.
Die Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) in Kürze
Seit über drei Jahrzehnten steht die Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) der Universität Hamburg für Weiterbildung auf höchstem Niveau: für Berufstätige, die wissenschaftlich fundiertes Wissen und Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen benötigen, und auch für alle anderen, die vom universitären Wissensschatz profitieren möchten und auf Qualität Wert legen.
Die AWW wurde 1975 gegründet und gehört heute zu den renommiertesten und größten Einrichtungen der Hochschul-Weiterbildung in Deutschland mit
- 14 festen und ebenso vielen studentischen Mitarbeitern
- ca. 4.500 Teilnehmern pro Semester
- rund 120 Dozenten
Angebot der AWW
- berufsbezogene Weiterbildungsangebote
- E-Learning-Kurse
- Kontaktstudium für ältere Erwachsene
- öffentliche Vorträge (Allgemeines Vorlesungswesen)
- Zugang zur britischen Open University
- eine Internetdatenbank zur wissenschaftlichen Weiterbildung (www.wisswb-portal.de)
und für Partner aus Einrichtungen und Unternehmen
- Inhouse-Schulungen
- gemeinsame Projekte
- Entwicklung von Weiterbildungsangeboten in Kooperation
Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Christiane Driesen, Hamburg/Paris
Lehrende
Prof. Dr. Christiane Driesen (Seminarleitung); Dolmetschdozenten und Sprachsachverständige aus der Universität Hamburg und anderen Hochschulen sowie Juristen aus der
Praxis (u. a. von Hamburger Gerichten).
Bewerbung und Zulassung
Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung an u. g. Adresse (auch per E-Mail möglich) mit folgenden Unterlagen
- Begründungsschreiben und Kurzvita
- Kopien von einschlägigen Zeugnissen/Zertifikaten/Urkunden
Es stehen für die genannten vier Sprachen max. 16 Plätze zur Verfügung. Bei mehr geeigneten Bewerbungen als Plätzen entscheidet das Los.
Bewerbungsschluss: 15.12.2011 (Posteingang)
Sie werden bis zum 10.01.2012 informiert, ob Sie einen Platz erhalten haben. Das Seminar wird ab einer Mindestteilnehmerzahl von 12 durchgeführt.
Kontakt und Beratung
Marlis Adjanor, Dipl.-Phil.
Universität Hamburg
Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung
Vogt-Kölln-Str. 30, Haus E,
22527 Hamburg
Tel.: (040) 42883-2641/-2499
E-Mail: wb@aww.uni-hamburg.de
www.aww.uni-hamburg.de
[Text: AWW. Quelle: Pressemitteilung AWW, 2011-11-21. Uepo.de hat den Text lediglich von der an Universitäten zwingend vorgeschriebenen feministischen Sprachverhunzung mit Binnen-I und Schrägstrichen befreit. Bild: Harald Bolten / Fotolia.de.]
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Festival “Translating HipHop”: Dolmetschende Rapper und rappende Dolmetscher
20.11.2011 von Richard Schneider.
In Berlin ist soeben das dreitägige Festival „Translating HipHop“ (10.-12.11.2011) im Haus der Kulturen der Welt (HKW) zu Ende gegangen. Es bildete den Abschluss eines fast einjährigen Projekts. Im Programmheft heißt es:
In den vorangegangenen Workshops in Beirut, Bogotá, Manila und Nairobi haben Rapper Songtexte in ihre Sprachen übersetzt. Darauf aufbauend entwickelten sie Variationen, die den Inhalt der Vorlage aufgreifen, aber mit eigenen Erfahrungen und Interpretationen durchsetzen. Durch Sprache, Gestik und den individuellen Stil entstand so eine Vielzahl von Versionen derselben Stücke. In Berlin wurde nun untersucht, was für Geschichten sich hinter den Übersetzungen der Lyrics verbergen. Was wurde von den MCs übernommen, was verändert und warum? Welche Hindernisse mussten beim Übersetzen überwunden werden, welche Gemeinsamkeiten gab es?
Das Projekt sei als „Gegenentwurf zum Klischee von HipHop als oberflächlicher und nichtssagender Gelddruckmaschine“ gedacht, schreibt die Wochenzeitung der Freitag. Es gehe um die Inhalte: „Um die zu verstehen, tauschen die RapperInnen beim Konzert im HKW die Gesangs- gegen die Übersetzerkabine. Während die einen auf der Bühne rappen, übersetzen die anderen die Texte parallel in andere Sprachen, die Besucher können auf ihren Kopfhörern zwischen verschiedenen Kanälen wählen. Es ist spannend, wie unterschiedlich die Idiome bei der Verhandlung des gleichen Inhalts sind: Tondo Tribe verwenden bei der Übersetzung in der Kabine rund dreimal so viele Wörter wie der Hamburger Rapper Max Maxamom auf der Bühne.“ Translating HipHop sollte Barrieren aufbrechen. Der Freitag schreibt weiter:
Professionelle Dolmetscher übersetzten die Texte der Teilnehmer in die anderen Sprachen. „Damit hast Du aber noch keinen Plan von den Hintergründen der anderen Rapper“, sagt Pyranja, Rapperin und Radiomoderatorin aus Berlin. Geniale Wortspiele in der einen sind in einfacher Übersetzung unverständlich in der anderen Sprache. „Wenn ich eins zu eins übernehme, was Diana Avella aus Kolumbien rappt, denkt man hier, ich hab einen an der Klatsche“, sagt Pyranja. Die Auseinandersetzung mit dem Leben der Künstler und die Besuche der anderen Länder hätten ihr die Augen geöffnet: „Wir haben andere Probleme, aber auch so viele Gemeinsamkeiten.“

Die Hip-Hop-Szene in Berlin ist schon lange polyglott. Durch die Einwanderungsgeschichte der Stadt geprägt, rappen MCs hier mehrsprachig – auf Deutsch, Türkisch, Kurdisch, Lingala, Französisch, Englisch, Spanisch und anderen Sprachen. Die Kuratoren Detlef Diederichsen und Dr. Susanne Stemmler beschreiben den Anspruch der Veranstaltung im Programmheft wie folgt:
Am Anfang als „Black Noise“ abgewertet, hat sich Hip Hop in den letzten 30 Jahren über den Globus verbreitet. Auf der ganzen Welt praktiziert man die verschiedenen Dimensionen dieser energiegeladenen Kultur: Rap, DJing, Breakdance, Graffiti. Körpersprache und Gesten werden fast überall verstanden, die Übersetzung funktioniert unbemerkt. Durch diese gemeinsame „Sprache“ ist eine virtuelle „Hip Hop nation“ entstanden. Gleichzeitig haben lokale Szenen völlig unterschiedliche Stile, Dialekte, Slangs und Codes, die eine Übersetzung erfordern.
Hier setzt Translating Hip Hop an: Es feiert Hip Hop und Übersetzung zugleich. MCs aus Bogotá, Beirut, Nairobi, Berlin und Manila arbeiten seit Februar 2011, u. a. in vier Workshops in diesen Städten, an RapÜbersetzungen aus den verschiedenen Sprachen. Zum Festival präsentieren sie an zwei Konzertabenden ihre babylonischen Performances.
Der Kongress bringt in Performances, Lectures, Talks und Filmen internationale Künstler, Aktivisten und Hip Hop-Experten zum Thema Übersetzung und Hip Hop zusammen. Sie alle erkunden neue Szenen, decken globale Verbindungen auf und knüpfen neue Netzwerke.

Zu den beteiligten Künstlern gehörten Amewu (Deutschland), Anne Khan (Deutschland), Diana Avella (Kolumbien), Flaco Flow and Melanina (Kolumbien), MC Kah (Kenia), Mad Maxamom (Deutschland), Malikah (Libanon), Nazizi (Kenia), Pyranja (Deutschland), Rayess Bek (Libanon), Chefket (Deutschland), Tondo Tribe (Philippinen).
Auf dem Programm standen in Berlin auch „Academic Workshops“, zu denen Sprachwissenschaftler geladen waren. Dazu heißt es im Programmheft:
Übersetzen bedeutet immer auch Austausch mit dem Unbekannten. In den Kulturwissenschaften bilden Übersetzungsprozesse im Zusammenhang mit globaler Kulturproduktion schon seit einigen Jahren ein hochaktuelles Forschungsfeld. Neue Impulse kommen dabei immer wieder aus verschiedensten populären Musikszenen. Der Workshop lädt Hip Hop-Forscher ein, sich mit dem Projekt Translating Hip Hop vor dem Hintergrund ihrer eigenen Arbeiten auseinanderzusetzen und es zu kommentieren.
Der Titel einer Veranstaltung lautete „Hip Hop: Übersetzung als Energie“. Dazu schreiben die Veranstalter:
Die unterschiedlichen Beats zweier Tracks aufeinander abzustimmen ist Übersetzung. Arabische Kaffeehausmusik aus den 50er Jahren für einen Rap in London zu samplen, ist Übersetzung. Freestylen und Breakdance Moves sind spontane Übersetzungen eines Moments, genauso das Nachahmen maschineller Sounds beim Beatboxing. Die Neudeutung und damit Aneignung von ‚Anderem’ ist im Hip Hop immer Antrieb für die kreative Performance.
Translating HipHop war ein Projekt des Hauses der Kulturen der Welt (HKW) und des Goethe-Institus. Finanziell unterstützt wurde es durch den Hauptstadtkulturfonds, die Botschaft der Vereinigten Staaten von America und das Berliner Künstlerprogramm des DAAD. Das HKW wird gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Auswärtige Amt.
Das englischsprachige Blog der Veranstaltung kann unter der folgenden Adresse abgerufen werden: http://translatinghiphop.de/blog/
[Text: Richard Schneider. Quelle: Translating HipHop. Bild: Translating HipHop, Jakob Hoff / Haus der Kulturen der Welt (Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Pressereferenten).]
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Erfolgsbilanz: tekom-Tagung mit 3.354 Teilnehmern und 191 Ausstellern
17.11.2011 von Nina Neumann.
3.354 Fachleute und Unternehmensverantwortliche für technische Kommunikation und Informationsentwicklung trafen sich vom 18. bis 20. Oktober 2011 zur Jahrestagung des Fachverbands tekom (Gesellschaft für technische Kommunikation). Der tekom-Vorsitzende Prof. Jürgen Muthig (Bild rechts) eröffnete die Tagung, die bereits zum 12. Mal in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden stattfand. Bei den Messebesuchern und Tagungsteilnehmern handelte es sich vorrangig um technische Redakteure, die in Industrie- und Dienstleistungsunternehmen Gebrauchs- und Betriebsanleitungen erstellen, außerdem Online-Hilfen und Ersatzteilkataloge. 191 Aussteller aus dem In- und Ausland zeigten Produktneuheiten und Dienstleistungen für die technische Kommunikation.
Neben der Messe gehört ein vielfältiges Vortragsprogramm zur Jahrestagung. Auch dieses Jahr konnten die Teilnehmer viel Neues erfahren, zum Beispiel über die mobile Dokumentation. Tablet-PCs und Smartphones sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, wenn es um Internet, Bücher oder Spiele geht. Aber was bieten diese Geräte, um Gebrauchs- und Betriebsanleitungen darzustellen? Sind sie im Vergleich zum Papier die bessere Lösung? In einem eigenen Veranstaltungsteil tauschten sich Experten und Teilnehmer über die Chancen der aktuellen Technik aus. Aspekte waren dabei Datenformate und Umsetzung elektronischer Publikationen mit Content-Management-Systemen.
Ein weiteres Thema, das viele Fachleute für technische Kommunikation beschäftigt, sind die sozialen Medien. Auch darüber zeigte die tekom, was aktuell Stand der Dinge ist. Das englischsprachige Forum „Content Strategies“ erklärte, wie technische Redakteure die sozialen Medien für ihre Zwecke nutzen können. Zum einen geht es um den Dialog zwischen technischem Redakteur und Nutzer. Zum anderen stellt sich die Frage, wie die Hinweise von Nutzern in zukünftigen Informationsprodukten besser berücksichtigt werden können.
Tagungsprogramm zu allen fachlichen Aspekten
Nach wie vor haben aber die meisten technischen Redakteure mit Anleitungen auf Papier zu tun. Jeden Tag sind sie damit beschäftigt, große Mengen technischer Informationen zu bearbeiten, zu verwalten und zu übersetzen. Gleichzeitig müssen diese Informationen so umgesetzt werden, dass der Nutzer nach dem Lesen der Anleitung ein technisches Produkt sicher und vollständig benutzen kann.
Das Entwickeln, Gestalten und Verwalten technischer Informationen griff der Hauptteil der Jahrestagung auf. Die Spanne reichte von kontrolliertem Schreiben über Illustrieren, Terminologie, Softwarelokalisierung, Standardisierung bis zu Informationsmanagement, Projektverwaltung und Übersetzung. Weitere Vorträge befassten sich mit Gesetzen, Normen und Richtlinien. Auf diesem Gebiet passiert derzeit eine ganze Menge. So steht die EN 82079 kurz vor dem Abschluss. Sie gilt als Schlüsselnorm für das Erstellen von Gebrauchs- und Betriebsanleitungen. Darüber hinaus betont der Gesetzgeber mit dem neuen Produktsicherheitsgesetz die Rolle der Technischen Kommunikation.
Etwa 185 Vorträge, Workshops und Tutorials umfasste das Tagungsprogramm, hinzu kamen etwa 70 Herstellerpräsentationen, Industrievorträge und Technologiepodien. Auf diesen Podien diskutierten Softwarehersteller gemeinsam mit technischen Redakteuren Anforderungen an und Entwicklungen für ihre Produkte.
Associations World und Dokupreis
In einem weiteren Veranstaltungsbereich präsentierten sich internationale Organisationen und Verbände für technische Kommunikation, Lokalisierung, Übersetzung und Terminologie. Bereits zum zweiten Mal hatte die tekom zur Associations World eingeladen, 19 Aussteller reisten aus dem europäischen Ausland und aus Übersee an.
Am zweiten Veranstaltungstag verleiht die tekom traditionell den tekom-Dokupreis. Mit dem Preis werden gute Gebrauchs- und Betriebsanleitungen ausgezeichnet, außerdem Online-Hilfen für Softwareprodukte. 2011 haben 15 Unternehmen die begehrte Auszeichnung erhalten (Bild rechts). Die Liste der Preisträger ist unter www.dokupreis.de abrufbar.
Die Ibis-köpfige Statuette, die jedem Preisträger überreicht wurde, stellt Thot dar, den altägyptischen Gott der Schreiber und Gelehrten.
[Text: tekom. Quelle: Pressemitteilung tekom, 2011-11-02. Bild: tekom.]
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