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Archiv der Kategorie Markt

Online-Sprachdienstleister myGengo erhält 5,25 Mio. USD von Risikokapitalgebern

myGengomyGengo, ein Online-Anbieter von Übersetzungsdienstleistungen, erhält 5,25 Millionen US-Dollar von Risikokapitalgebern. Die Finanzierung wird von der in London ansässigen Venture-Capital-Firma Atomico getragen, die von Skype-Mitgründer Niklas Zennström geführt wird, sowie von dem US-amerikanischen Seed-Fund-Unternehmen 500 Startups. Atomico-Gesellschafter Hiro Tamura tritt dem Vorstand von myGengo bei.

myGengo bietet Übersetzungen für Unternehmen an, die international agieren. Die Übersetzungen erfolgen einfach, schnell und preisgünstig durch ein wachsendes Netzwerk von über 3.000 professionellen Übersetzern und Muttersprachlern auf der ganzen Welt. Ein freies Lokalisierungstool unterstützt das Arbeiten in verschiedenen Sprachen und an verschiedenen Orten und die umfangreichen API-Schnittstellen von myGengo ermöglichen Entwicklern, den Übersetzungsservice in jede Webseite oder Applikation zu integrieren.

Die neuen Finanzmittel werden verwendet, um die Marketing-, Vertriebs- und Engineering-Abteilungen in den USA zu erweitern sowie das weltweite Übersetzer-Netzwerk auszubauen und so der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. Der Umsatz von myGengo stieg in den letzten zwölf Monaten um 1000 Prozent und das Unternehmen übersetzte im ersten Quartal des Jahres 2011 mehr Textvolumen als in der gesamten bisherigen Unternehmensgeschichte.

Seit der Firmengründung im Jahr 2008 hat myGengo weltweit Unternehmen geholfen, global tätig zu werden und so neue Märkte für sich zu gewinnen. Zu den Kunden gehören VW und Audi Financial Services, Evernote, Japan Tourist Bureau, Pulse, Greplin sowie Elecom. myGengo bietet derzeit Übersetzungen in 15 Sprachen an und hat vor kurzem Arabisch hinzugefügt.

Robert Laing„Diese Investition wird es uns ermöglichen, Tausende von neuen Kunden zu erreichen und dazu beitragen, myGengo zur Nummer-1-Lösung zu machen, wenn es um Übersetzungsdienste für Webseiten, Applikationen und mehr geht“, so Robert Laing (Bild), Gründer und CEO von myGengo. „Atomico passt perfekt zu uns. Sie verstehen das Potenzial des globalen Marktes und die vielschichtigen Bedürfnisse der weltweiten Kunden.“

„myGengo erlaubt Privatpersonen und Unternehmen, Sprachbarrieren einfach und effektiv zu überwinden. Das Unternehmen hat bemerkenswertes Potenzial“, so Hiro Tamura, Partner bei Atomico, der bei myGengo dem Vorstand beitritt. „Die internationale Ausrichtung des Unternehmens und seiner Gründer hat uns beeindruckt, genauso wie ihre Entschlossenheit, weltweit Marktführer zu werden.“

Die neue Finanzierungsrunde folgt einer Anschubfinanzierung von 1,75 Millionen USD, die durch das Unternehmen 500 Startups und eine Gruppe von zwölf internationalen Business Angels und Risikokapitalgebern wie Mitch Kapor, Team Europe Ventures und Point Nine gewährt wurde.

myGengo wurde Ende 2008 von Robert Laing und Matthew Romaine in Tokio gegründet. Gengo ist Japanisch und bedeutet „Sprache“. Laing wurde in Australien geboren und lebte für kurze Zeit in Großbritannien und Belgien, bevor er vor vier Jahren als Webdesigner nach Japan ging. Dort hatte er die Geschäftsidee für einen benutzerfreundlichen Online-Dienst für Übersetzungen. In einem Interview mit Japan Today erklärte er im Juni 2011:

At that time, I didn’t have any connections and didn’t know what I would do. Then I got the idea for an online translation site. I came at it from the customer’s side and I wanted it to be as easy as downloading an app. […] The website went live at the end of 2008 and the company was formed a few months later. It was tough at first getting clients. We were a start-up, so it was all about bringing people to the website. Fortunately, at the beginning of 2010, we got some investment from the U.S. and Japan. We did little things to get PR, mainly using social media. […]

If you are an individual or a small business and you’ve got a word document to translate, you visit our website, upload your document and you get an instant quote 24 hour s day, seven days a week. It goes into the system where translators can see the available jobs. A translator will pick it up and have it done within a couple of hours. The customer gets an email saying the job is done. The jobs go to our translators on a first come first served based. It is not a question of us contacting a specific translator for a job. […]

All translators are tested by us. They have to take two tests and usually, only one out of 10 passes. […] We use two tests for translators. The first one is a multiple choice test. That is designed to weed out people who aren’t very good. For example, it will be an English sentence with five possible Japanese translations. If you pass that, you get the standard test, which is a news article to translate into your native language. Then you get the score.

www.mygengo.com

[Text: markengold PR GmbH. Quelle: Pressemitteilung myGengo, 2011-11-23; Japan Today, 2011-06-20. Bild: myGengo.]

Übersetzungsplattform nativy sucht Partner für Expansionsfinanzierung

Nativy“nativy” ist eine neuartige Webplattform für Übersetzungsdienstleistungen, die eine direkte und einfache Vergabe von Übersetzungsaufträgen ermöglicht. Kunden erhalten bei Auftragseingabe einen Vorschlag von drei geeigneten Übersetzern inklusive Gesamtpreis und Liefertermin. Die Idee von nativy wurde 2010 bis 2011 von INiTS, AWS PreSeed und den Gründern Josef Brunner (Bild oben) und Anton Kerschbaummayr (Bild unten) finanziert. Die Sicherung der Basisfinanzierung für 2012 bis 2014 ist abgeschlossen. Nun sucht die nativy GmbH Investitionspartner für eine ambitionierte Expansion 2012 und 2013. In einer ersten Investitionsrunde werden 600.000 Euro angestrebt.

Josef Brunnernativy soll 2014 die führende Position unter den Übersetzungsdienstleistern für Hotellerie in Europa und dem mittleren Osten einnehmen. Für weitere Branchen sind ebenfalls spezifische Lösungen für professionelle Übersetzungen im Enterprise Content Management geplant.

Brücke zwischen Übersetzungsbüro und Online Marktplatz

Am Anfang stand die Realisierung einer Online-Plattform für den schnellen und direkten Zugang zu ausgebildeten Übersetzern. Kunden erhalten Entscheidungsmöglichkeiten und das branchenübliche Preisdumping unter Übersetzern wird beendet. nativy ermöglicht den direkten Kontakt zwischen Kunden und Übersetzern und hat die komplette Abwicklung automatisiert und spart somit durch ein optimiertes Prozessmanagement Zeit und Geld.

Per 1. November 2011 hat nativy ein weiteres Ziel erreicht und das Qualitätszertifikat für Übersetzungsdienstleitungen EN 15038 erhalten. Die Zertifizierung belegt die Qualität und Verlässlichkeit von Übersetzungsanbietern durch ein internationales Gütesiegel. Neben dem Projektmanagement und der Nachvollziehbarkeit der Prozesse sind die Ausbildung, das Vier-Augen-Prinzip und die Übersetzung in die eigene Muttersprache die Kernpunkte der Norm. Somit wurde die Brücke zwischen der Qualität von Übersetzungsbüros und der Schnelligkeit von Online Marktplätzen erfolgreich geschlagen.

Übersetzer beauftragen, wo Texte entstehen, kein Versand von Textdateien

Anton KerschbaummayrMit einem Pilotkunden aus dem Bereich der Hotelsoftware wird nun auf Textdateien verzichtet und Übersetzer werden direkt dort beauftragt, wo Texte geschrieben werden. Kunden erhalten die Übersetzung automatisch an den vorgesehenen Speicherort in der Formatierung des Ursprungstextes retour geliefert. Somit entfallen Verwechslung von Dateien und unberechtigte Weiterleitung an Dritte. Aufträge werden über eine den Kundenbedürfnissen angepasste Schnittstelle abgewickelt und nativy hat keinen Zugriff auf die Systeme der Kunden.

Mittelfristig werden 2.400 Sprachkombinationen angestrebt

Für Übersetzungen aus dem Deutschen vermittelt nativy bereits für 32 Sprachen ausgebildete Übersetzer in die jeweilige Muttersprache. Aus dem Englischen 37, aus dem Französischen 22, aus dem Spanischen 15 und aus dem Russischen sind auch schon 11 Sprachen verfügbar.

INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH

Seit 2002 bietet INiTS Beratung und Unterstützung für Jungunternehmer mit innovativen Ideen. Das Service richtet sich an Absolventen, Mitarbeiter und Studenten der Wiener Universitäten und Fachhochschulen, die durch eine Unternehmensgründung ihre Geschäftsidee verwerten möchten.

www.nativy.com

Mehr zum Thema auf uepo.de
2011-04-26: Nativy: Marktplatz für professionelle Übersetzungen

[Text: nativy. Quelle: Pressemitteilung nativy, 2011-11-17. Bild: nativy.]

Bundesagentur für Arbeit meldet: Wieder mehr feste Stellen für Übersetzer

André LindemannDer Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) beobachtet einen leichten Anstieg der festen Stellen für Dolmetscher und Übersetzer. Dies bestätigen auch die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit: Laut Beschäftigungsstatistik gab es zum 31. März 2011 insgesamt 6.814 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland. Dies bedeutet einen Anstieg um 9,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2005. Damals waren es im gleichen Zeitraum noch 6.236 Dolmetscher und Übersetzer mit einer Festanstellung. Mit dem Beschäftigungsanstieg ist auch die Zahl der Frauen mit einer festen Stelle in diesem Beruf gewachsen: Heute gibt es laut Behörde 4.827 Frauen gegenüber 1.987 Männern - 70 Prozent der angestellten Sprachexperten sind also weiblich.

Die Mehrheit der angestellten Dolmetscher und Übersetzer hat einen Fach- oder Hochschulabschluss. Dies war auch schon im Jahr 2005 der Fall, doch ist die Zahl der angestellten Sprachexperten mit einem Studium noch einmal um 5,2 Prozent gestiegen und liegt 2011 bei 2.890 Personen.

„Wir bewerten den Beschäftigungsanstieg positiv“, sagt André Lindemann (Bild), Präsident des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer. Gleichwohl sei es zu früh, hier einen Trend ausmachen zu wollen. Es sei allgemein ein gutes Zeichen, dass es langsam wieder mehr feste Stellen für Dolmetscher und Übersetzer gibt. Lindemann: „Unternehmen erkennen zunehmend die Vorteile, die ein fest angestellter Übersetzer mit sich bringt.“

In Deutschland gibt es laut Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes insgesamt 40.000 Dolmetscher und Übersetzer, davon 26.000 Frauen und 14.000 Männer. Die überwiegende Mehrheit von ihnen arbeitet freiberuflich.

Speziell für Angestellte in Sprachendiensten von Unternehmen und Behörden lädt der Verband am 25. November 2011 schon im zweiten Jahr zum „Tag der Sprachendienste“ nach Köln ein. Dort gibt es Vorträge und Diskussionsrunden zu Themen, die speziell auf den Bedarf der fest angestellten Sprachexperten zugeschnitten sind. Am 24. und 26. November finden begleitende Workshops statt.

BDÜ
Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) mit Sitz in Berlin vertritt seit über 50 Jahren die Interessen von Dolmetschern und Übersetzern gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Mit mehr als 7.000 Mitgliedern repräsentiert der BDÜ über 75 Prozent aller organisierten Dolmetscher und Übersetzer. Er ist damit der größte Berufsverband für Sprachmittler in Deutschland. Eine BDÜ-Mitgliedschaft steht für Qualität, denn alle Mitglieder müssen vor Aufnahme in den Verband ihre fachliche Qualifikation nachweisen.
www.bdue.de

[Text: Birgit Golms. Quelle: Pressemitteilung BDÜ, 18.11.2011. Bild: BDÜ.]

Brasilien fördert Übersetzungen mit 5,2 Mio. Euro

BrasilienCézar Amaral, der brasilianische Generalkonsul in Frankfurt, hat am 19.07.2011 bekanntgegeben, dass die brasilianische Nationalbibliothek Fundação Biblioteca Nacional ein millionenschweres Programm zur Förderung von Übersetzungen und Wiederveröffentlichungen von Werken brasilianischer Autoren aufgelegt hat. Dadurch soll eine stärkere Präsenz brasilianischer Werke bei Verlagen und Buchhandlungen im Ausland erreicht werden.

Insgesamt hat das Programm ein Volumen von umgerechnet 5,2 Mio. Euro. Allein für den Zeitraum 2011 bis 2013 stehen 1,4 Mio. Euro zur Verfügung. Die Höhe der einzelnen an Verlage gezahlten Subventionen reicht von umgerechnet 1.400 bis 5.500 Euro pro Werk. Förderanträge werden fortlaufend bis zum Jahr 2020 angenommen.

Es handelt sich um die bislang größte Fördermaßnahme der brasilianischen Regierung zur Verbreitung brasilianischer Literatur im Ausland. Die Fundação Biblioteca Nacional ist eine Einrichtung des brasilianischen Kulturministeriums.

Brasilien ist 2013 Ehrengast der Frankfurter Buchmesse – eine einmalige Gelegenheit für brasilianische Autoren und Verlage, ihre Werke im Ausland zu präsentieren. Jürgen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, erklärt: „Dieses Übersetzungsprogramm sorgt dafür, dass die Welt nicht länger nur die rasante wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens sieht, sondern auch stetig wachsenden kulturellen Reichtum.“

[Text: Richard Schneider. Quelle: buecher.at, 2011-07-20; Fundação Biblioteca Nacional. Bild: Rodolfo Clix / Fotolia.de.]

Brandenburg: Polizei kündigt alle Rahmenverträge und zahlt künftig nach JVEG

PolizeiDie Polizei des Bundeslandes Brandenburg hat zum 01.09.2011 sämtliche Rahmenverträge mit ihren bisherigen Sprachdienstleistern gekündigt. Ab dem Stichtag sollen Dolmetschern und Übersetzern dann keine Dumping-Preise mehr, sondern die im Justizvergütungs- und Entschädigungsgesetz (JVEG) festgelegten Tarife gezahlt werden. Aufträge würden dann konsequent nach dem „Territorialprinzip“ vergeben, so der Sprecher des Potsdamer Polizeipräsidiums, Rudi Sonntag, gegenüber der Tageszeitung Die Welt. Beim Präsidium seien derzeit 1.717 Sprachmittler bzw. Übersetzungsbüros gemeldet, die zusammen rund 200 Fremdsprachen abgedeckten. Die stärkste Nachfrage bestehe für die Sprachen Russisch, Vietnamesisch, Polnisch, Türkisch und Lettisch.

Natália RózsaIm Informationsbrief 3/2011 des Verbandes der Dolmetscher und Übersetzer (VÜD), der seinen Mitgliederschwerpunkt in Berlin und Brandenburg hat, wurde das Thema ebenfalls angesprochen. Die VÜD-Vorsitzende Natália Rózsa (Bild) schreibt dort:

Kündigung der Rahmenverträge mit der Brandenburger Polizei

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der VÜD, der BDÜ sowie der VDÜ führen seit 2007 Gespräche mit den Vertretern des Innenministeriums und der Polizei des Landes Brandenburg, um eine Erhöhung der Dolmetscher- und Übersetzerhonorare zu erreichen.

Nach einem langen Austausch und einem Regierungswechsel scheint endlich Bewegung in die Sache zu kommen. Das Polizeipräsidium des Landes Brandenburg beabsichtigt, die momentan gültigen Rahmenverträge zur Jahresmitte zu kündigen und anschließend für die Dolmetscherleistungen gemäß JVEG zu zahlen.

Beeidigte Kollegen, die an einer Zusammenarbeit mit der Polizei Brandenburg interessiert sind, werden gebeten, ihre Aufnahme in die bei den Leitstellen des Landes geführten Dolmetscherlisten zu beantragen. Wichtig ist anzumerken, dass die Interessenten bereit sein müssen, bei Bedarf auch zu Nachtzeiten und an den Wochenenden zu arbeiten sowie ihr Einverständnis für die Speicherung ihrer Daten in einer automatisierten Datei zu geben. Der Aufnahmeantrag soll den Namen, die Anschrift, die telefonische Erreichbarkeit, die Arbeitssprachen sowie eine beglaubigte Kopie der Beeidigung enthalten.

Die einzelnen Dolmetschaufträge werden von der Leitstelle unter Berücksichtigung der Entfernung zum jeweiligen Einsatzort vergeben. Es ist also anzunehmen, dass auch Kollegen aus Berlin in die Liste aufgenommen werden können.

Um die Liste stets aktuell zu halten, wird es zu jeder Zeit möglich sein, in die Dolmetscherliste aufgenommen zu werden. Aus dem gleichen Grunde werden alle gelisteten Kollegen gebeten, jede Änderung ihrer Daten sofort zu melden.

Wir werden unsere Mitglieder über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufen halten.

Ihre Natália Rózsa

Erste Vorsitzende des VÜD e. V.

Auf seiner Website teilte der VÜD am 20.07.2011 mit:

Interessenabfrage der Polizei Brandenburg

Sehr geehrte Kollegen,

Wie bereits im Infobrief 3/2011 angekündigt, hat die Polizei Brandenburg ihre Rahmenverträge mit den Dolmetschern und Übersetzern gekündigt, und wird unsere Leistungen ab dem 01.09.2011 nach JVEG vergüten. Wir danken der Polizei Brandenburg für die konstruktive Konsultation.

Um die flächendeckende Versorgung mit beeidigten und kooperationsbereiten Dolmetschern und Übersetzern zu sichern, startet die Polizei nun eine Interessenabfrage. (Siehe unten)

Interessierte beeidigte/vereidigte/ermächtige Kollegen möchten sich bitte möglichst bald bei der Polizei Brandenburg bewerben.

Bitte beachten Sie, dass Agenturen und Sprachdienste sich ebenfalls bewerben können.

Sollten Sie als Dolmetscher/in bzw. Übersetzer/in nicht unmittelbar für die Polizei arbeiten, sondern über eine Agentur, so müssen Sie mit Einkommenseinbußen rechnen, da die Agenturen zur Finanzierung ihrer Vermittlungstätigkeit einen Teil der von der Polizei bezahlten Vergütung einbehalten.

Wortlaut der Bekanntmachung:

15.07.2011 - Interessenabfrage: Dolmetscher- und Übersetzungsleistungen für die Polizei des Landes Brandenburg

Das Polizeipräsidium des Landes Brandenburg kündigt mit Wirkung zum 31.08.2011 alle aktuell bestehenden Verträge.

Ab dem 01.09.2011 werden alle Dolmetscher- und Übersetzungsleistungen auf der Grundlage des JVEG nach den darin ausgewiesenen Sätzen vergütet.

Aus diesem Grund bittet das Polizeipräsidium um Interessenbekundungen zur Aufnahme in die bei den Leitstellen der Polizei des Landes Brandenburg geführten offenen Listen für Dolmetscher und Übersetzer.

Eine Aufnahme in die Listen ist bei Erfüllung der geforderten Voraussetzungen jederzeit möglich.

Voraussetzung für eine Aufnahme in die Listen ist eine nachgewiesene allgemeine Beeidigung als Dolmetscher/Übersetzer bei Gerichten der Bundesrepublik Deutschland für die jeweilige Sprache.

Interessierte Dolmetscher/-innen und Übersetzer/-innen werden gebeten, neben Ihren Kontaktdaten (Name, Anschrift, tel. Erreichbarkeit, E-Mail-Adresse für Übersetzungen) auch Angaben zu den Sprachen und zur angestrebten Tätigkeit (Dolmetschen und/oder Übersetzen) mitzuteilen.

Der Interessenbekundung ist neben der beglaubigten Abschrift des Protokolls der Beeidigung/Ermächtigung für die jeweilige Sprache eine Erklärung beizufügen, wonach

1. Einverständnis zur regelmäßigen Überprüfung der persönlichen/gewerberechtlichen Zuverlässigkeit besteht
2. der Speicherung und Verarbeitung der personenbezogenen Daten in einer automatisierten Datei zugestimmt wird und
3. die Bereitschaft besteht, auch am Wochenende und zur Nachtzeit für die Polizei des Landes Brandenburg tätig zu werden.

Die Aufnahme von Dolmetscher-/Übersetzerbüros in die Listen erfolgt ausschließlich über eine namentliche Aufstellung der angestellten beeidigten Dolmetscher mit Wohnanschrift und telefonischer Erreichbarkeit und Vorlage oben angeführter Nachweise. Diese sind jährlich aktualisiert zum 01.09. dem Polizeipräsidium zu übersenden. Es dürfen nur die gemeldeten Dolmetscher/Übersetzer zum Einsatz kommen. Verstöße gegen diese Auflagen können zum Ausschluss der betreffenden Büros führen.

Eine Aufnahme von nichtbeeidigten Dolmetschern/Übersetzern kommt lediglich für Sprachen in Betracht, für die keine weiteren Bewerbungen vorliegen.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Vergabe von Dolmetschaufträgen durch die Leitstelle nach dem Prinzip der geringsten Entfernung zum Einsatzort erfolgt.

Ein Anspruch auf eine Beauftragung kann mit der Aufnahme in die offene Liste nicht abgeleitet werden.

Interessenbekundungen sind an folgende Adresse zu senden:

Polizeipräsidium
Stabsbereich 2/Logistik
Kaiser-Friedrich-Str. 143
14469 Potsdam

www.vued.de

[Text: Richard Schneider. Quelle: Die Welt, 2011-08-02; VÜD-Informationsbrief 3/2011; VÜD-Website, 2011-07-20. Bild: Gerhard Seybert/Fotolia.de, VÜD.]

Staatspleite in Griechenland beutelt auch die Übersetzer

Staatspleite GriechenlandDie griechische Übersetzungsbranche leidet stark unter dem drohenden Staatsbankrott ihres Landes. Zurzeit bemüht sich die EU verzweifelt, mit Finanzspritzen das Schlimmste abzuwenden. Die ZDF-Nachrichtensendung heute berichtet unter anderem über die Auftragslage einer freiberuflichen Übersetzerin:

Wer sich mit Katerina Kravvas vor zwei Jahren mal auf einen Kaffee treffen wollte, der musste lange warten bis die freie Übersetzerin eine halbe Stunde Zeit hatte. Ihr Geschäft boomte. Heute ist das anders. “Ich habe Zeit”, sagt Kravvas, doch glücklich ist sie darüber nicht. Innerhalb eines Jahres sind ihre Aufträge um bis zu 70 Prozent zurückgegangen. Kravvas ist spezialisiert auf technische Übersetzungen von medizinischem Equipment oder auch Landwirtschaftsmaschinen.

Nach der amtlichen Statistik ist die Produktion im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11 Prozent eingebrochen und die Arbeitslosigkeit auf mehr als 16 Prozent gestiegen. Das ZDF zitiert die Übersetzerin mit den Worten: “Mit wem auch immer ich in den vergangenen Tagen gesprochen habe, jeder ist frustriert und deprimiert.”

[Text: Richard Schneider. Quelle: heute.de, 2011-06-15. Bild: Fotolia.de/Franjo.]

Sechs Online-Übersetzungsbüros im Test

Das Vergleichportal www.Getestet.de bietet seit 2009 eine Orientierungshilfe im Dschungel der unzähligen Online-Angebote. Ein Team aus unabhängigen, erfahrenen Redakteure sorgt für einen hohen Qualitätsstandard der Tests. Grundsätzlich wird alles unter die Lupe genommen, wonach Nachfrage besteht – hierbei stehen der Verbraucher und seine Interessen stets im Mittelpunkt. Das Portal handelt nach dem Prinzip der Transparenz der Tests. Für jedes Kriterium werden zwischen 0 und 100 Punkte vergeben, die in drei Obergruppen zusammengefasst und in ein Schulnotensystem von 1 bis 5 übertragen werden. Aus den Ergebnissen dieser Hauptgruppen ergibt sich letztlich die Gesamtnote. Die Ergebnisse werden auf Getestet.de veröffentlicht und können von jeder Person kostenlos eingesehen werden. Das Portal finanziert sich durch Einnahmen aus der Vermarktung von Werbeflächen. Insgesamt wurden auf Getestet.de über 350 vergleichende Einzeltests durchgeführt. Betrieben wird Getestet.de durch die aha.de Internet GmbH mit Sitz in Hamburg.

Angesichts der Globalisierung und der globalen Kommunikation spielen Fremdsprachen in der heutigen Zeit eine außerordentliche Rolle. Wenn eine professionelle, korrekte Übersetzung benötigt wird, sind die Dienste eines Übersetzers gefragt. Oftmals wird zuerst auf kostenlose Übersetzungsprogramme im Internet zurückgegriffen. Diese übersetzen in zahlreiche Sprachen – ob sie schlüssige und qualitativ hochwertige sowie in grammatischer und stilistischer Hinsicht fehlerfreie Übersetzungen liefern, ist fraglich. Braucht man jedoch für berufliche oder private Zwecke eine einwandfreie Übersetzung, können Übersetzungsdienstleister mit der Übersetzung beauftragt werden. Da heutzutage Vieles über das Internet abgewickelt wird, werden häufig Online-Übersetzungsbüros damit beauftragt, die Übersetzung in die gewünschte/n Sprache/n anzufertigen. Doch nun stellt sich die Frage, welcher Anbieter der Beste ist. Getestet.de hat sie getestet.

Das Portal für branchenübergreifende Tests im Internet hat folgende sechs Online-Übersetzungsdienste hinsichtlich des Internetauftritts (20 Prozent Gewichtung), des Service (20 Prozent Gewichtung) sowie des Preis-Leistungs-Verhältnisses (60 Prozent Gewichtung) begutachtet: toptranslation.de, budgettranslations.com, 24translate.de, global-translate.de, tolingo.de und translia.com. Die Testkategorie Preis-Leistungs-Verhältnis, die mit 60 Prozent Gewichtung starken Einfluss auf das Ergebnis hat, umfasst u. a. die Angebotseinholung, die Kosten, buchbare Zusatzleistungen wie beispielsweise Lektorat/Korrektorat oder Dolmetschdienste.

Bei allen Online-Übersetzungsdiensten wurden die kurzfristige Übersetzung eines Bewerbungsschreibens aus dem Deutschen ins Englische sowie die längerfristige Übersetzung einer PowerPoint-Präsentation aus der deutschen in die englische und chinesische Sprache angefragt.

Platz 1: Testsieger tolingo.de mit hervorragendem Angebot
Testsieger wurde das Online-Übersetzungsbüro Tolingo, das aufgrund eines klaren und übersichtlichen Seitenaufbaus, des besten Service und guter Preise mit der Gesamtnote 1,6 (gut) benotet wurde. Tolingo bietet die Übersetzungen in etwa 50 Sprachen an. Die Website ist in sechs Sprachen (de, en, fr, pl, it, nl) verfügbar. Sowohl Fachübersetzungen als auch Lektorate gehören zum Leistungsportfolio von Tolingo. Ferner besteht auf der Seite die Möglichkeit, sich kostenlos über Bewerbungen im Ausland zu informieren und ein Musteranschreiben oder Lebenslauf herunterzuladen. Des Weiteren gibt es auf tolingo.de unter anderem viele Tipps zum Verfassen englischsprachiger E-Mails und Briefe. Die Angebotsanfrage erfolgt einfach und praktisch über den Kostenkalkulator. Lediglich bei PowerPoint-Präsentationen muss eine E-Mail geschickt werden. Preislich gesehen bewegte sich Tolingo im Mittelfeld. Die Übersetzung des Anschreibens kostete 52 Euro, die der PowerPoint-Präsentation rund 280 Euro.

Platz 2: global-translate.de = Anbieter für anspruchsvolle Übersetzungen
Den zweiten Platz erreichte Global Translate mit einer 1,7. Hierbei waren der Internetauftritt und das breit gefächerte Sprachenangebot (60 Sprachen, u.a. Urdu, Kasachisch oder Farsi) ausschlaggebend. Global Translate ist im Business-to-Business-Bereich tätig (d.h. also Firmenkunden spezialisiert) und damit vor allem für anspruchsvolle Übersetzungen zu empfehlen. Aus diesem Grund ist es nicht überraschend, dass die einfache Übersetzung einer Bewerbung aus dem Deutschen ins Englische mit ca. 90 Euro berechnet wurde und somit mit Abstand das teuerste Angebot darstellte. Fachübersetzungen in unzähligen Branchen werden angeboten. Die Kosten für die Übersetzung der Business-PowerPoint-Präsentation beliefen sich auf 440 Euro – dies war ein äußerst attraktives Angebot, das sogar ein Lektorat beinhaltete. Preisunterschiede zwischen der englischen und chinesischen Übersetzung lagen nicht vor. Lediglich bei diesem Online-Übersetzungsdienstleister ist es möglich, Dolmetscher zu buchen.

Platz 3: 24translate.de überzeugt mit großer Nutzerfreundlichkeit
24Translate landete mit einer 1,8 auf Platz drei. Das Übersetzungsbüro aus Hamburg bietet etwa 40 Sprachen an und ist sowohl für Privatpersonen als auch Firmenkunden eine gute Anlaufstelle. 24translate bietet als einziger Übersetzungsdienstleister online eine Preistabelle. Nachdem man die Ausgangs- und Zielsprache ausgewählt und den Liefertermin sowie die Art des Textes bzw. Branche angegeben hat, wird nach dem Hochladen des Dokuments sofort der Preis angezeigt. Der Kunde kann die Übersetzung anschließend in Auftrag geben. Nur bei 24translate.de gehört das Sechs-Augen-Prinzip zum Standardangebot. Der Preis für die Bewebungsunterlagen lag bei circa 60 Euro. “Exotische” Sprachen sind teurer. Für die Übersetzung der PowerPoint-Präsentation forderte 24translate rund 550 Euro – dies war das teuerste Angebot. Hierbei ist aber zu beachten, dass ein Korrektorat des deutschen Textes im Preis enthalten war.

Platz 4: Guter Service bei toptranslation.de
Den vierten Rang mit einer 1,8 belegte Toptranslation. Dieses Online-Übersetzungsbüro bietet einen guten Service und liefert Übersetzungen von Texten aus rund 50 Sprachen. Die Internetseite ist in neun Sprachen verfügbar. Angeboten werden Fachübersetzungen z. B. in den Bereichen Medizin, Recht und Finanzen sowie Lektoratsdienste. Die Kosten können entweder über eine E-Mail oder über eine Maske erfragt werden. Während des Tests funktionierte die Maske allerdings nicht und bei der Nachfrage per E-Mail wurde vonseiten Toptranslation darauf hingewiesen, dass keine Anfrage angekommen sei, weshalb Punkte abgezogen wurden. Der Preis für die Übersetzung der Bewerbung aus dem Deutschen ins Englische lag bei rund 60 Euro. Mehrere Korrekturläufe gehören zum Leistungsspektrum von Toptranslation. Für die zweite Anfrage berechnete der Anbieter 250 Euro – dies war eins der günstigsten abgegeben Angebote. Preisunterschiede zwischen der englischen und chinesischen Übersetzung gibt es nicht.

Platz 5: translia.com = Günstige Preise, aber schlecht erreichbar
Platz fünf erreiche Translia mit einer 2,1. Dieses Online-Übersetzungsbüro hat als einziges seinen Sitz im Ausland – die Zentrale befindet sich in Hong Kong. Bei der Dienstleistung “Übersetzen” stellt diese Distanz jedoch kein Hindernis dar. Der Kunde kann seine Texte per E-Mail oder Angebotsformular übermitteln. E-Mails werden schnell und freundlich beantwortet. Telefonisch kann man sich allerdings nicht mit Translia in Verbindung setzen. translia.com bietet verschiedene Leistungspakete an: Gold-, Silber- oder Bronze-Übersetzungen. Je nach Korrekturschleifen und Zeit bzw. Dringlichkeit der Übersetzung wählt der Kunde ein Paket aus. Die Kategorie Silber stellte bei beiden Aufträgen das günstigste Angebot dar. Die Übersetzung der Bewerbung kostete etwa 39 Euro, die der PowerPoint-Präsentation ca. 200 Euro. Damit war translia.com unschlagbar günstig. Des Weiteren ist die breite Angebotspalette der Sprachen äußerst vorteilhaft: 130 Sprachen werden angeboten – so viele bietet kein anderer getesteter Online-Übersetzungsdienstleister an.

Platz 6: Budgettranslations.com nur für private Übersetzungen
Das Schlusslicht bildet Budgettranslations mit einer Gesamtnote 2,7 (befriedigend). Das kleine Leistungsangebot sorgte hier für deutliche Punktabzüge. Das Online-Übersetzungsbüro richtet sich explizit an Privatpersonen. Bei anspruchsvollen Texten (im B2B-Bereich) verweist es auf das Mutterunternehmen schnelluebersetzer.de. Aufgrund der günstigen Preise und der kundenfreundlichen Kommunikation ist Budgettranslations jedoch für private Übersetzungen zu empfehlen. Angeboten werden rund 40 Sprachen, die Seite Budgettranslations.com selbst ist in 20 Sprachen verfügbar. Über eine Maske oder per E-Mail kann eine Anfrage nach den Kosten erfolgen. Das Angebot wurde nur einige Stunden später geliefert. Die kurzfristige Übersetzung kostete ca. 40 Euro und war damit das günstige Angebot. Hierbei muss der Kunde jedoch in Kauf nehmen, dass es sich bei den Übersetzern um Berufsanfänger handelt und Zusatzleistungen wie Lektorate nicht im Leistungsspektrum enthalten sind. Zudem ist der günstige Preis nur bei einer Bezahlung per Vorkasse gewährleistet. Bei der zweiten Anfrage empfahl Budgettranslations sich an das Mutterunternehmen zu wenden. Die optische Gestaltung der Seite Budgettranslations.com ist im direkten Vergleich mit den Mitbewerbern negativ aufgefallen: Die Aufmachung und das Layout sind nicht zeitgemäß und wirken wenig hochwertig.

Fazit
Letzten Endes erreichen die sechs getesteten Online-Übersetzungsbüros ähnliche Qualitätsstandards. Muttersprachler und das Vier-Augen-Prinzip garantieren, dass die Übersetzung korrekt und schlüssig ist. Sie arbeiten kundenfreundlich – eine vorherige Registrierung ist für die Angebotseinholung nicht nötig und Angebote werden innerhalb kürzester Zeit geliefert. Die größten Unterschiede liegen im Grunde genommen in den Preisen und zusätzlich buchbaren Services. Doch die Preisermittlung gestaltet sich problematisch, da 24translate als einziges Übersetzungsbüro online die Preise anzeigt. Bei den übrigen muss zunächst nachgeharkt werden. Wie sich herausstellte, ist dies nicht unbegründet. Denn die Preisschere ging für eine überall gleich angefragte Übersetzung weit auseinander. Translia lieferte für die Übersetzung der PowerPoint-Präsentation ins Englische und Chinesische das günstigste Angebot (etwa 200 Euro), 24translate hingegen das teuerste Angebot (rund 550 Euro).

[Text: Jessica Antosik. Quelle: getestet.de, 26.04.2011. Bilder: getestet.de; Budgettranslations.com; tolingo.de; toptranslation.de; 24translate.de; global-translate.de.]

Die Herren der Leuchtringe: Das Unternehmen Brähler

Anfänge des modernen KonferenzdolmetschensMikrofon von BrählerMikrofon von Brähler

Die Brähler ICS Konferenztechnik wurde 1958 gegründet und gehört heute zu den größten Anbietern für Konferenztechnik. Auf ihr Konto gehen unter anderem das erste Simultandolmetscherpult, das den Anlass zur Gründung der Firma bot, und eben seit 1985 die rote Leuchtdiode, die um die Mikrophone läuft. Sie entwickelte auch die erste Dolmetscheranlage, die computergestützt funktionierte.Mikrofon von Brähler

Heute arbeiten rund 100 Menschen in Deutschland für das familiengeführte Unternehmen, etwa 250 sind es weltweit. Ein großer Markt ist China, wo technische Unterstützung für das Simultandolmetschen bei Fachkonferenzen sehr gefragt ist. Wenn auch Asien die größten Entwicklungsmöglichkeiten bietet, findet sich Konferenztechnik von Brähler in über 80 Ländern. Im Unterschied zu vielen anderen Anbietern verkauft die Firma aus Königswinter ihre Technik nicht nur, sondern bietet sie auch zur Miete an. Das bringt eine erhöhte Aktivität im Frachtbereich mit sich, zeichnet diesen Dienstleister aber auch als Spezialisten aus. Parallel zum Geschäft wird zudem weiterhin in den Labors entwickelt und an Neuigkeiten getüftelt.

Auf der Website der Deutschen Welle wird das Unternehmen porträtiert.

[Text: Johanna Bietau. Quelle: Deutsche Welle, 2011-03-28; braehler.com. Bild: Brähler.]

5.000 neue Kunden pro Jahr: tolingo setzt auf Telefonakquise

tolingoDer Berliner Tagesspiegel beschreibt die Arbeit von Callcentern. Allein in der deutschen Hauptstadt und deren Umland gibt es davon 240 mit insgesamt 25.000 Beschäftigten. Als Praxisbeispiel wird in dem Artikel unter anderem die Arbeit eines Berliner Callcenters für das Hamburger Online-Übersetzungsbüro tolingo vorgestellt.

Die meisten freiberuflich tätigen Übersetzer und Dolmetscher betreiben keine systematische und regelmäßige Akquise. Viele Einzelkämpfer fragen sich, wie die größeren Sprachdienstleister ihre Umsätze und die Zahl ihrer Kunden stetig steigern können. Der Zeitungsartikel verdeutlicht, dass dies keine Hexerei, sondern eine aufwändige Arbeit ist:

Die zwölf Callcenter-Agenten, die in einem Büro in der Berliner Lützowstraße arbeiten, tragen weiße T-Shirts mit dem grün-schwarzen Aufdruck „Tolingo“. So heißt die Internet-Übersetzungsagentur, die weltweit mehr als 6000 Fachübersetzer beschäftigt und zu deren Kunden vor allem kleine und mittelständische Unternehmen gehören. Aufträge reinholen – das ist die Aufgabe der Gesprächsexperten des Callcenter-Betreibers SNT.

„Die Ansprache von Unternehmenskunden, die Tolingo noch nicht kennen, ist die schwierigste Disziplin“, sagt Tolingo-Vertriebschef Jann-Martin Mauer. „Das macht unser Team gut.“ […]

Nicht immer stoßen die Anrufer auf offene Ohren. „Man muss sich häufig durchfragen, bevor man die für Übersetzungen zuständige Person am Hörer hat“, sagt [Callcenteragentin] Doris Pfeiffer. „Dann geht es darum, verständlich und schnell zu erklären, welche Vorteile eine Online-Übersetzungsagentur bietet: Sie ist fixer als herkömmliche Büros und billiger als eigene, festangestellte Übersetzer im Haus.“ Das überzeuge viele Gesprächspartner. Zögert trotzdem noch jemand, einen Testlauf zu wagen, haben Pfeiffer und ihre Kollegen weitere Argumente in petto.

Tolingo-Geschäftsführer Hanno von der Decken lobt die Callcenter-Agenten: „Die haben uns allein 2010 rund 5000 neue Kunden gebracht.“ Das Erfolgsrezept? „Die einfache Maske auf dem Bildschirm, mit der die Mitarbeiter durchs Gespräch geführt werden, die lockere Arbeitsatmosphäre, der Teamspirit und das Entlohnungsmodell.“ Neben einer Grundvergütung gibt es Erfolgsprovisionen – aber nicht für den Einzelnen, sondern ausschließlich fürs Team. Die Folge: Man hilft sich gegenseitig.

Laut Unternehmens-Website hat sich das Übersetzungsvolumen von tolingo innerhalb eines Jahres mehr als verzehnfacht: Im November 2009 seien pro Tag durchschnittlich 25 Aufträge eingegangen, mittlerweile über 250. Der Jahresumsatz von tolingo habe sich seit März 2008 jährlich verdreifacht und liege seit 2010 im siebenstelligen Bereich. “Wir wollen in drei Jahren zu den Top 5 Unternehmen unserer Branche gehören”, erklärt der Geschäftsführer Hanno von der Decken, Chef von inzwischen 52 fest angestellten Mitarbeitern.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Tagesspiegel, 2011-02-20. Bild: tolingo.]

BDÜ veröffentlicht Fachliste Medizin mit 300 Sprachmittlern für mehr als 30 Sprachen

Fachliste MedizinUm Auftraggebern die Suche nach qualifizierten Dolmetschern und Übersetzern im Bereich der Medizin zu erleichtern, hat der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) jetzt die „Fachliste Medizin“ herausgebracht: Darin stehen die Kontaktdaten von 300 spezialisierten Sprachexperten für mehr als 30 Sprachen – von Afrikaans bis Vietnamesisch.

Mit der Liste lässt sich schnell nach einem Sprachexperten für Medizin, Pharmazie oder Medizintechnik recherchieren. Für gängige Sprachen wie Englisch, Französisch oder Spanisch gibt es detaillierte Fachgebietsregister, die direkt zu Übersetzern für beispielsweise Innere Medizin, Kardiologie oder Zahnmedizin führen. In der Fachliste sind ausschließlich Mitglieder des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer aufgeführt. Sie mussten vor der Aufnahme in den Verband ihre fachliche Qualifikation als Sprachmittler nachweisen.

Die Fachliste Medizin, verlegt von der BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft mbH, steht im Internet unter „aktuelle Publikationen” zum kostenlosen Download bereit. Wer eine gedruckte Fassung bevorzugt, kann ein kostenfreies Exemplar in Form einer Broschüre per E-Mail anfordern: service@bdue.de.

www.bdue.de/util/download.php?art=aktuell&dokument=2024

[Text: BDÜ. Quelle: BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft mbH, 2011-02-10.  Bild: BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft mbH.]