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Archiv der Kategorie Lokalisierung
Localization World 2011: 50 Vorträge, fünf Schwerpunkte, eine Konferenz
10.6.2011 von admin.
Innovation hat viele Gesichter. Sie kann gezwungenermaßen, zufällig oder geplant stattfinden. Daran anknüpfend wartet die Localization World 2011 mit zirka 50 Vorträgen und Diskussionen zu diesem Thema auf. Die führende Konferenz rund um die internationale Produkt- und Unternehmenskommunikation mit begleitender Ausstellung wird vom 14. bis 16. Juni 2011 in Barcelona zu einem Treffpunkt für Entscheider, Kommunikationsverantwortliche, Sprachdienstleister und Übersetzer. Auf das Fundament 16 vorangegangener Konferenzen aufbauend, vermittelt die Veranstaltung im Gran Hotel Princesa Sofia branchenübergreifend Expertenwissen für unterschiedlichste Ansprüche.
Die einzelnen Sessions sind in fünf Themenschwerpunkte gegliedert:
- „Global Best Practices“ – unter diesem Stichwort vermitteln erfahrene Spezialisten Insiderwissen für Unternehmer, die neue internationale Märkte erschließen wollen.
- „Managing Global Websites“ – Repräsentanten führender Firmen, jede mit einer hervorstechenden Webpräsenz, geben Fachkenntnisse für den Aufbau und die Pflege einer weltweiten Webplattform weiter.
- „Localization Core Competencies“ – fasst sämtliche Slots zu Lokalisierungs-Kernkompetenzen zusammen.
- Advanced Localization Management – dies ist der Schwerpunkt der Localization World und beinhaltet neueste Informationen über Trends, Abläufe, Technologien und Einflüsse, welche die Welt der Lokalisierung gestalten.
- Inside Track – umfasst spezielle Sessions für ein vertiefendes Verständnis ausgewählter Themen.
Referenten namhafter Unternehmen lassen die Besucher an ihrem Wissen teilhaben. So stellen Rashmi Schaefers und Hajo von Kracht SAPs Ansatz zur Weblokalisierung vor und zeigen, wie SAP den Anforderungen an Globalisierung auf der einen Seite sowie Personalisierung auf der anderen Seite gerecht wird und wie Lokalisierung ein strategischer Treiber für Unternehmensziele werden kann. Lutz Niederer von eBay thematisiert Herausforderungen in der Lokalisierung und Michael Näf, Gründer des Dienstes Doodle, berichtet über mühevolle Aufgaben, auf die das Schweizer Startup im Hinblick auf die Lokalisierung gestoßen ist und wie es diese bewältigt hat. Beat Buchmann präsentiert die erfolgreiche Einführung und Umsetzung eines schlanken Übersetzungsprozesses in der Credit Suisse Group AG.
Dem umfangreichen Programm angemessen, eröffnet einer der 20 einflussreichsten Businessdenker der Welt am 15. Juni die Hauptkonferenz: Patrick Dixon. Er gilt als Europas führender Trendforscher und geht in seiner Keynote „Futurewise – Six Faces of Global Change and Five Key Innovation Trends” auf die in seinem Buch „Futurewise – Six Faces of Global Change“ dargestellten sechs Gesichter des globalen Wandels ein.
Der Keynote und der Hauptkonferenz geht ein Vorkonferenztag voraus. Ein bedeutender Bestandteil ist ein Life Science Round Table, der vom 14. Juni an für eineinhalb Tage den Fokus auf die Herausforderungen in der medizinischen Lokalisierung lenkt. Dabei werden Ausschreibungen thematisiert, technologische Innovationen und Qualitätsverbesserungstools.
Ein weiterer Höhepunkt am 14. Juni ist eine Diskussionsrunde für alle, die in Unternehmen für Marketing, Internet, globale Markenbildung und internationalen Umsatz verantwortlich sind. Die Teilnehmer des Panels gehen der Frage nach, wie sich Markenintegrität und Marktanteil kultur-, sprach- und ortsübergreifend verbessern lassen. Dabei werden verschiedene Aspekte der globalen Markenführung berücksichtigt. Diverse Workshops mit Experten, zum Beispiel zum Thema Verkauf und Marketing, helfen bei der praktischen Umsetzung konkreter Aufgabenstellungen.
[Text: Nicole Körber. Quelle: Pressemitteilung Localization World, 2011-06-06. Bild: Localization World.]
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MDÜ 2/2011 mit Schwerpunkt Softwarelokalisierung
19.4.2011 von Johanna Bietau.
Die Lokalisierung von Software ist eine technische, sprachliche und organisatorische Herausforderung. In der Fachzeitschrift für Dolmetscher und Übersetzer (MDÜ 2/2011), die am 17. April 2011 erschienen ist, empfiehlt Dr. François Massion, dass Übersetzer und Entwickler gemeinsam alle Phasen der Lokalisierung planen und ihre Zusammenarbeit langfristig auslegen sollten. Dann könnten die Texte effizient in ein für Übersetzer verwendbares Format gebracht werden. Zur Dateivorbereitung sollten Spezialwerkzeuge eingesetzt werden. Der Artikel beschreibt dies für die Werkzeuge SDL Trados Studio 2009, SDL Passolo 2011 und PrepTags Pro.
Petra Dalmus zeigt in einem Artikel von Stefanie Geldbach Trends in der Branche auf. Diese sind beispielsweise neue Formen der Dokumentation in Form von Wissensdatenbanken und Nutzerforen, die gemeinsame Nutzung webbasierter Translation-Memorys und die gestiegene Nachfrage nach Übersetzungen, deren Qualität niedriger angesetzt wird, da sie nur für einen bestimmten Zweck ausreichend sein muss.
Neben dem Titelthema Softwarelokalisierung finden sich im aktuellen Heft Berichte über den 5. Gerichtsdolmetschertag 2011 in Hannover. Im Forum Recht erscheint die Fortsetzung der Reihe zu Sprachmittlung im Justizbereich; diesmal geht es um das Urkundenübersetzen. Weitere Themen sind die Prüfung von Übersetzungen durch ein zweites Augenpaar, Problemlösungsprozesse beim Übersetzen und translatorisches Qualitätsmanagement. In der Rubrik Rezensionen werden “Medizinisches Wörterbuch für Rettungsdienst, Notfallmedizin und Flugambulanz” von Tassilo Schumacher und das Langenscheidt Praxiswörterbuch Textil und Mode besprochen.
Das vollständige Inhaltsverzeichnis können Sie auf der Website des BDÜ abrufen (”Fachzeitschrift MDÜ”, “Aktuelles Heft”, “Inhaltsverzeichnis”).
[Text: Johanna Bietau. Quelle: MDÜ. Bild: MDÜ.]
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LISA insolvent - Verbandstätigkeit eingestellt
28.2.2011 von Richard Schneider.
Die Localization Industry Standards Association (LISA) ist insolvent und hat ihre Tätigkeit weitgehend eingestellt. Diese Meldung ist seit dem 28.02.2011 auf der Website des Branchenverbands zu lesen. Gleichzeitig sucht die Verbandsführung jedoch nach Möglichkeiten, ihre Arbeit in anderer Form fortzusetzen.
Donald A. DePalma von Common Sense Advisory berichtet in seinem Blog, dass sich LISA im vergangenen Jahr intensiv um eine Zusammenarbeit mit anderen Branchenverbänden bemüht habe, um Kosten zu sparen. Er empfiehlt LISA eine Fusion mit anderen Verbänden, die eine ähnliche Zielsetzung verfolgen.
www.lisa.org
www.commonsenseadvisory.com (Artikel zur LISA-Insolvenz und deren Folgen)
[Text: Richard Schneider. Quelle: LISA, Common Sense Advisory, 2011-02-28. Bild: LISA.]
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End-to-End-Lokalisierung: SDL kooperiert mit LOTS OF DOTS
23.1.2011 von Richard Schneider.
SDL erweitert sein Technologiepartner-Netzwerk um die LOTS OF DOTS MediaGroup AG aus Mainz, den Spezialisten für die Optimierung internationaler Medienproduktion.
LOTS OF DOTS zielt auf die Prozesse der internationalen Marketing- und Produktkommunikation ab, d. h. auf die gesamte Leistungsstrecke von der deutschen Ausgangsfassung bis zu den druckfertigen Sprachversionen. Auf Seiten der Sprachdienstleister können die Übersetzungsprozesse durch den Einsatz von Technologien zum Management multilingualer Inhalte schon heute effizient organisiert werden. SDL bietet diesbezüglich ein breites Leistungsportfolio, das mehr als nur Translation Memory-Lösungen, Terminologiemanagement-Tools etc bietet.
Schwieriger wird es dagegen bei den internen Abläufen der meisten international ausgerichteten Unternehmen. Hier sind oftmals langwierige, aufwendige, intransparente und fehleranfällige Prozesse zu beobachten, die sich aus dem hohen Abstimmungsbedarf bei der Prüfung der einzelnen Sprachversionen ergeben.
„Wir haben frühzeitig erkannt, dass es eine Lücke gibt zwischen den Prozessen multilinguale Inhalte zu managen und dem fertigen Kommunikationsmittel und dass diese Lücke viel Zeit für unproduktive Abstimmungsrunden verbraucht“, sagt Swen Wittig (Bild), Vorstand Vertrieb bei LOTS OF DOTS. „Umso mehr freuen wir uns über die hervorragende Zusammenarbeit mit SDL, die konsequenterweise zu einer Technologiepartnerschaft ausgebaut wurde.“
Der eigentliche Aufwand für internationale Kommunikationsmittel entsteht in der Abstimmung mit den Ländern. Hier setzt das Konzept von LOTS OF DOTS an: Die fertig gestalteten Dokumente werden allen Prozessbeteiligten über eine Weboberfläche zur Verfügung gestellt, in Echtzeit und mit druckverbindlicher Layout-Vorschau. Übersetzungen und Korrekturen werden direkt über eine einfach aufgebaute Webmaske eingegeben, Freigaben werden per Mausklick erteilt.
„Dadurch entfallen aufwendige Korrekturzyklen und Fehler durch Medienbrüche“, sagt Klaus Meßlinger, Vorstand Consulting bei LOTS OF DOTS. „Die lokalisierten Dokumente sind schneller und kostengünstiger veröffentlicht, der Prozess bleibt durch einen Echtzeit-Status stets transparent.“
Das von LOTS OF DOTS entwickelte Language Guide System (LGS) nutzt den InDesign-Layout-Server des Marktführers Adobe, der maximale Flexibilität und druckfertige Ergebnisse im professionellen Betrieb garantiert. Dadurch können die Layout-Dokumente der Kundenagenturen direkt im System genutzt werden. Praktisch für den Kunden: Das System wird als nutzungsabhängige Dienstleistung zur Verfügung gestellt (SaaS), somit ist es in kürzester Zeit verfügbar und benötigt keinerlei Installationsaufwand auf Kundenseite.
Aus der jahrelangen Erfahrung systemgestützter Medienproduktion bietet LOTS OF DOTS außerdem Analyse- und Beratungsleistungen zur Optimierung der Produktionsprozesse und -strukturen, sowie zur technischen Umsetzung. Das hauseigene Team von Lokalisierungsexperten gewährleistet eine durchgängig hohe Produktionsqualität: Es bereitet die Dokumente für die systemgestützte Verarbeitung auf und sorgt in der Endkontrolle für optimale Druckergebnisse.
Der entscheidende Vorteil der Zusammenarbeit mit SDL liegt aber in der direkten Anbindung an deren Technologieplattform. „Es gibt für jeden Beteiligten am Produktionsprozess das richtige Werkzeug“, sagt Klaus Meßlinger. „Übersetzer brauchen eine intuitive und effiziente Lösung wie SDL Trados, mit vielen spezialisierten Funktionen und Konfigurationsmöglichkeiten. Die Ländervertreter dagegen wollen möglichst komfortabel Texte redigieren, und müssen das meist unter Zeitdruck tun, deshalb kommen ihnen die anwenderfreundliche Oberfläche des LGS und die Vorschaufunktion entgegen.“
Damit beide Gruppen nahtlos kooperieren können, gibt es eine standardisierte Schnittstelle zwischen der SDL Trados-Plattform und LGS, die den Austausch der Übersetzungen per Knopfdruck ermöglicht. Der besondere Vorteil dabei: Die Layoutinformationen bleiben im gesamten Prozess erhalten, so dass die Auswirkungen von Textänderungen auf das Druckdokument jederzeit unmittelbar überprüft werden können.
„Wir freuen uns, dem Markt mit diesem Technologiepartner eine vertikale Integration bieten zu können, die echte End-to-End-Lokalisierung der Marketing- und Produktkommunikation ermöglicht“, so Petra Dutz, Partner Manager bei der Language Division von SDL.
Über SDL
SDL ist das weltweit führende Unternehmen im Bereich Global Information Management. SDL bietet Lösungen, die die Reaktionsfähigkeit von Unternehmen erhöhen. So können globale Märkte schneller mit hochwertigen mehrsprachigen Informationen versorgt werden. Durch den Einsatz von integrierten Web-Content-Management-Lösungen, E-Commerce, Technologien zur Strukturierung von Inhalten sowie Sprachtechnologien und -dienstleistungen von SDL können bei der Erstellung, Verwaltung, Übersetzung und Veröffentlichung von Inhalten Kosteneinsparungen erzielt werden. Mit der Unterstützung von SDL kann der Umsatz erhöht und die Kundenzufriedenheit verbessert werden. Dies ist möglich, indem globale Zielgruppen über verschiedene Kommunikationskanäle erreicht werden.
Marktführer wie ABN-Amro, Bosch, Canon, CNH, FICO, Hewlett-Packard, KLM, Microsoft, NetApp, Philips, SAP und Sony vertrauen auf SDL. SDL betreut über 1500 Unternehmenskunden und bietet 10 Millionen Kunden pro Monat Zugriff auf On-Demand-Übersetzungsportale. Weltweit sind mehr als 170.000 Softwarelizenzen im Einsatz. Die globale Infrastruktur des Unternehmens umfasst über 60 Niederlassungen in 35 Ländern.
www.sdl.com
Über LOTS OF DOTS
Die LOTS OF DOTS MediaGroup. AG ist ein Spezialist für die ganzheitliche Steuerung internationaler Marketing- und Produktkommunikation: Das Mainzer Unternehmen optimiert, integriert und managt Medienproduktionsprozesse mit Schwerpunkt auf Mehrsprachigkeit und Internationalisierung.
LOTS OF DOTS wurde 1993 als Druckvorstufen-Spezialist gegründet und hat sich seither zum beratungsorientierten Lösungsanbieter und Prozessdienstleister entwickelt. Die Tätigkeitsbereiche umfassen daher Consulting, Systementwicklung und Lokalisierungsdienstleistungen. Die ca. 20 Mitarbeiter des Mainzer Unternehmens betreuen vorwiegend exportstarke Unternehmen aus dem gehobenen Mittelstand und Konzernumfeld, wie Dekra, Leica, Trumpf, Festool oder Stada.
www.lots-of-dots.de
[Text: Ilona Arnold. Quelle: Pressemitteilung SDL, 2011-01-19.]
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Berlin: Localization World 2010 mit facettenreichem Programm
27.3.2010 von Richard Schneider.
In diesem Jahr bietet die Localization World (07.–09.06.2010, Berlin ) – die führende Konferenz rund um die internationale Produkt- und Unternehmenskommunikation – erneut ein vielfältiges Programm. Praxisbeispiele von Cisco, KLM, Puma und Symantec liefern Unternehmen konkrete Anhaltspunkte für die Umsetzung ihrer Internationalisierungsvorhaben. Mit weiteren Vorträgen sprechen die Veranstalter gezielt kleine und mittelständische Unternehmen an.
Neben den Branchen-Schwerpunkten zur Lokalisierung in den Bereichen „Life Sciences” bzw. „Finanzwirtschaft“ steht unter anderem auch das Thema „Übersetzungs- und Lokalisierungsstrategien im Web 2.0“ im Fokus. Hierfür konnte u. a. ICANN als Kooperationspartner gewonnen werden. Am ersten Konferenztag findet ergänzend der International Search Summit statt, der sich internationalen und multilingualen Themen innerhalb des Search- und Online-Marketings widmet. Weitere neue Partner sind in diesem Jahr das US-Beratungshaus Common Sense Advisory, die European Language Industry Association (ELIA) und WebCertain.
Das dreitägige Konferenzprogramm mit fünf parallelen Vortragsslots der Localization World wendet sich an Entscheider und Kommunikationsverantwortliche in Unternehmen sowie Sprachdienstleister und Übersetzer. Sie erhalten umfassende Informationen darüber, wie sie ihre Internationalisierungsstrategien erfolgreich umsetzen und neue Märkte erschließen können. Dazu stehen Anwendervorträge, Trendberichte und Podiumsdiskussionen auf dem Programm.
Localization für die Medizintechnik- und Pharmabranche
Mit einem eigenen Themenschwerpunkt „Life Sciences“ adressiert die Localization World speziell den Bereich Pharma und Medizintechnik. Hier stehen Themen wie die Adaption der Produkt- und Unternehmenskommunikation der Life-Science-Branche für ausländische Märkte im Mittelpunkt. Experten gehen unter anderem auf die unterschiedlichen Regularien ein, Anwender erläutern erfolgreiche Herangehensweisen und zeigen, wie sich mögliche Stolperfallen umgehen lassen. Weiterhin sind Podiumsdiskussionen und Roundtables zu aktuellen Themenstellungen vorgesehen.
Internationale Kommunikation bei Banken und Versicherungen
Damit Banken und Versicherungen innerhalb des weiter liberalisierten Marktes ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten, bedarf es einer zunehmenden Internationalisierung ihrer Geschäftsaktivitäten. Damit verbunden sind umfassende Lokalisierungsprojekte wie das Bereitstellen von Webinhalten, Verkaufsprospekten, Geschäftsberichten und anderen Unterlagen in mehreren Sprachen. Übersetzungen müssen oft innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung stehen, andererseits kommt es bei den betreffenden Dokumenten schon aus Haftungsgründen auf jedes einzelne Wort an. Die Unternehmen verfolgen hierbei recht unterschiedliche Strategien, die Bandbreite reicht vom internen Übersetzer-Team bis zum kompletten Outsourcing der Übersetzungen an Sprachdienstleister. Das dafür notwendige Rüstzeug erhalten Entscheider und Kommunikationsverantwortliche aus der Finanzwirtschaft auf der Localization World in Form von Expertenwissen und Anwenderbeispielen.
Informationen zur Localization World
Die Localization World findet vom 7. bis 9. Juni 2010 im Maritim Hotel proArte in Berlin statt. Sie wird gemeinsam vom Localization Institute und der MultiLingual Computing, Inc. organisiert. Die Gebühr für die Teilnahme an der Konferenz beträgt 895 Euro. Bis zum 3. Mai 2010 gibt es einen Frühbucherrabatt in Höhe von 100 Euro. Interessenten, die die Localization World nur an einem Tag besuchen möchten, zahlen 500 Euro.
Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten unter www.localizationworld.com.
[Text: Localization World. Quelle: Pressemitteilung Localization World, 2010-03-31. Bild: photocase.de, Localization World.]
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Simon the Sorcerer macht sich über Übersetzer lustig
2.7.2009 von Richard Schneider.
Die Tageszeitung Die Welt beschäftigt sich mit dem Thema “Ironie und Sarkasmus in Computerspielen” und führt auch ein Beispiel an, in welchem die Spieleentwickler die Probleme mit Übersetzern und Lokalisierern aufs Korn nehmen:
Bekannt und preisgekrönt ist auch “Simon the Sorcerer”, ein Spiel, in dem ein Jugendlicher in eine Parallelwelt verschlagen wird und dort als Zauberer die Welt retten soll - dumm nur, dass er damit immer wieder mal überfordert ist. Probiert der Spieler in dem Adventure zum Beispiel etwas aus, das nicht funktioniert, sagt Simon etwa: “Der Übersetzer hat wieder an meinem Skript rumgefummelt, und ich kann nichts dagegen tun, bis ich nicht die Master-Version getestet habe.” Überhaupt Übersetzungen: Viele Computerspieler haben sich schon über schlechte Übersetzungen von Spielen geärgert, Simon macht daraus einen Kult beim Einpacken der königlichen Rob(b)e: “Das muss wieder einer dieser Übersetzungsfehler sein. Da nimmt man ein ‘b’ zu viel und dann das …”
Uepo-Artikel zum Thema
- EA lässt sich Lokalisierung von Computerspiel 280.000 Euro kosten
- The Adventure Company verpflichtet Theater-Übersetzer für Lokalisierung von Computerspiel
- „Völlig missraten. Haarsträubende Übersetzungsfehler“ – Computerspiel-Kritiker verreißt Lokalisierung von Unreal Tournament 3
- Lokalisierung von „Medieval II: Total War“ durch Effective Media erntet Lob von allen Seiten
- „Extrem angepisst“: Lokalisierungspatzer in Oblivion nerven Computerspieler
[Text: Richard Schneider. Quelle: Die Welt, 2009-06-28. Bild: TGC The Games Company GmbH.]
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“Genau ins Schwarze getroffen”: Ulrich Henes mit Localization World zufrieden
25.6.2009 von Richard Schneider.
Knapp 500 Teilnehmer, hochkarätig besetzte Vorträge und Roundtables, unzählige Möglichkeiten zum gezielten Networking – die diesjährige Localization World (8.-10. Juni 2009, Berlin) war wieder ein voller Erfolg für alle Beteiligten. Für Themen rund um die Produktvermarktung auf internationalem Parkett erwies sich die Konferenz mit begleitender Ausstellung als führende Informationsplattform. Unter dem Motto „Know-how for Global Success“ zeigte die Veranstaltung, wie Unternehmen neue Zielmärkte erschließen und ihre internationalen Geschäftsstrategien erfolgreich umsetzen können. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Lokalisierung der Produktkommunikation. Unternehmen, die ihre Außendarstellung – egal ob Marketingunterlagen oder technische Beschreibungen – an die spezifischen Gegebenheiten des jeweiligen Exportlandes anpassen, sind gegenüber dem Mitbewerber klar im Vorteil.
Erstmals fand in diesem Jahr auf der Localization World ein Business-Track statt, der sich mit erfolgreichen Modellen international agierender Unternehmen auseinandersetzte. Vertreter namhafter Unternehmen wie Expedia, HypoVereinsbank, Microsoft, Nero, Roland Berger, Saatchi & Saatchi und Voith Turbo gestalteten als Referenten die Veranstaltung aktiv mit. Workshops, Seminare und Vorträge boten darüber hinaus fachspezifische Informationen für die Life-Science- und Pharma-Branche sowie zum Thema „Lokalisieren von Software-Spielen“. Die Konferenz eröffnete als Keynote-Sprecher Dr. Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank.
„Nach wie vor ist der Informationsbedarf zu den Themen der internationalen Produktkommunikation enorm hoch, das zeigt auch die Resonanz der Teilnehmer. Selbst in Zeiten gekürzter Reisebudgets ist die Anzahl der Besucher im Vergleich zum Vorjahr fast konstant geblieben“, sagt Ulrich Henes (Bild), Gründer des Localization Institute in den USA und Mitausrichter der Localization World. „Mit dem neu entwickelten Bereich ‚Global Business’ haben wir genau ins Schwarze getroffen. Das Plenum zu den Vorträgen war meist bis auf den letzten Platz besetzt. Durch diese thematische Erweiterung ist es uns gelungen, die Konferenz für die Marketing- und Kommunikationsverantwortlichen international agierender Unternehmen attraktiv zu gestalten. Gleichzeitig schufen wir damit die Möglichkeit zum Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen, Sprachdienstleistern, Agenturen und Übersetzern.“
Um Internationalisierungsvorhaben erfolgreich umzusetzen, bedarf es sowohl einer gründlichen Planung als auch einer effektiven Umsetzung. Dazu gehören unter anderem die Analyse möglicher Zielmärkte, die Entwicklung länderspezifischer Marketing-Kampagnen, die Ausweitung des Personalmanagements sowie die Lokalisierung von Webseiten und produktbegleitenden Informationen für den Pre- und Post-Sales-Bereich. Entsprechend weit war der Themenbogen der Localization World gespannt. Das Konferenzprogramm lieferte dabei spezifische Informationen für unterschiedliche Zielgruppen. Es begann mit der Strategieentwicklung für die Erschließung von Auslandsmärkten und reichte bis zur effizienten Lokalisierung der Produktkommunikation für die jeweiligen Zielsprachen. Marketing- und Vertriebsverantwortliche kamen mit den Themen des „Business-Track“ ebenso auf ihre Kosten wie Vertreter von Sprachdienstleistern und Übersetzer, die die Konferenz auch als Möglichkeit zur Weiterbildung nutzten. Darüber hinaus boten die Aussteller-Area, der Lounge-Bereich und die Abendveranstaltungen zahlreiche Gelegenheiten zum Networking.
2010 findet die Localization World vom 7. bis 9. Juni erneut in Berlin statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Localization World in Silicon Valley unter www.localizationworld.com.
[Text: The Localization Institute. Quelle: Pressemitteilung The Localization Institute, 2009-06-19. Bild: The Localization Institute.]
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technische kommunikation 2/2009 mit Schwerpunkt Softwarelokalisierung
27.3.2009 von Richard Schneider.
Ausgabe 2 der Fachzeitschrift technische kommunikation ist vor Kurzem erschienen. Im Mittelpunkt dieser Ausgabe steht das Thema “Softwarelokalisierung”. Darüber hinaus finden Sie im Heft aktuelle Fachbeiträge über Usability sowie über die neue Studie der tekom über Content-Management-Systeme.
Schwerpunkt: Softwarelokalisierung
Lokalisieren nach Drehbuch
Die Lokalisierung gilt als letzter Arbeitsschritt zur Globalisierung eines Produkts. Wolfgang Zenk stellt Grundlagen, Arbeitsschritte und Werkzeuge dar, damit die Lokalisierung einer Software erfolgreich funktioniert.
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Standards im Abseits?
Die großen Softwarehersteller geben den Takt für die Softwarelokalisierung vor. Von ihren Entwicklungsumgebungen hängt ab, ob sich eine Anwendung leicht oder schwer bearbeiten lässt. Florian Sachse zeigt, was derzeit technologischer Stand ist und wie es um die Zukunft der Lokalisierung bestellt ist.
Näher am Anwender
Insgesamt 7,5 Millionen Wörter mussten für Online-Hilfe und Software von Microsoft Office 2007 neu übersetzt werden. Etwa 15 Monate dauerte die Lokalisierung, für die erstmals auch die Maschinelle Übersetzung zum Einsatz kam. Leif Sonstenes stellt das Lokalisierungsprojekt vor.
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Technische Dokumentation
Werkzeuge: Praxistipps Word: Besser als sein Ruf?
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Arbeitspraxis: Schneller Informationsgewinn
Software für das Enterprise Ressource Planning zählt sicherlich nicht zu den Leichtgewichten, mit denen es ein Anwender zu tun hat. Umso wichtiger ist es, dass ihn die Online-Hilfe umfassend unterstützt. Heike Raab erklärt, welchen Weg die proALPHA AG gegangen ist und warum am Ende der tekom-Dokupreis stand.
Sprache: Praxistipps Sprache: Was die Welt im Innersten zusammenhält
Online-Hilfe: Wer die Wahl hat
Für die Redakteure von Online-Hilfen und Softwarehandbüchern bietet der Markt eine Reihe von Autorenwerkzeugen an. Juliane Dittrich und Birgit Horn erklären, worauf es bei der Auswahl ankommt. Außerdem haben sie sich die aktuellen Versionen von Doc-To-Help und RoboHelp näher angesehen.
Gesetze, Normen, Richtlinien: Umsetzung neue EG-Maschinenrichtlinie
Informationsmanagement: Der Markt bleibt in Bewegung
624 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen äußern sich in einer neuen tekom-Studie detailliert über Content-Management-Systeme. Daniela Straub und Wolfgang Ziegler fassen wesentliche Ergebnisse zusammen.
Usability: Usability im Blindflug?
Ob Marketingstrategen, Politiker oder auch Journalisten – sie alle nutzen verschiedene Methoden, um den Bedürfnissen von Zielgruppen auf die Schliche zu kommen. Auch die Technische Redaktion sollte wissen, welche Anforderungen Leser an eine Anleitung stellen. Markus Nickl macht deutlich, wie sich diese Methoden nutzen lassen und wo im Unternehmen bereits Wissensquellen sprudeln.
[Text: tekom. Quelle: tekom-Website.]
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Spanisch in Nord- und Südamerika
24.11.2008 von Richard Schneider.
In der Übersetzungs- und Lokalisierungsbranche stößt man häufig auf die Bezeichnungen US-Spanisch und lateinamerikanisches Spanisch. Gib es einen Unterschied zwischen diesen beiden Sprachen und inwieweit unterscheiden sie sich von internationalem Spanisch und neutralem Spanisch? Abgesehen von den minimalen Abweichungen, die es zwischen US-Spanisch, lateinamerikanischem (LA) Spanisch, internationalem Spanisch und neutralem Spanisch geben mag, haben alle vier Sprachvariationen eine Gemeinsamkeit: Keine von ihnen gibt es wirklich.
Zu diesem Ergebnis kommen José Gambín, Managing Director von AbroadLink, und Igor Zubicaray, leitender Übersetzer für Spanisch bei AbroadLink, in einem ausführlichen Artikel für die tcworld 6/2008, den Sie dort in voller Länge lesen können.
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Übersetzen und Lokalisieren ist nicht das Gleiche
18.10.2008 von Richard Schneider.
Im aktuellen Newsletter der Locatech GmbH, Dortmund, ist der nachfolgende Artikel von Leif Sonstenes erschienen, den wir hier mit freundlicher Genehmigung wiedergeben:
Die fortschreitende Globalisierung der Märkte und der daraus resultierende Wettbewerb bringen neue Herausforderungen mit sich, denen Unternehmen sich stellen müssen. Dabei beeinflusst die Globalisierung nicht nur das Verhalten der großen Konzerne, sondern immer mehr auch die Vorgehensweisen vieler mittelständischer Unternehmen. Diese sehen sich unter anderem durch den wachsenden Kostendruck auf den heimischen Märkten sowie durch eine zunehmende technische Komplexität industrieller Produkte einem immer größeren Konkurrenzdruck ausgesetzt. Durch eine erfolgreiche Präsenz in ausländischen Märkten können sie jedoch von Umsatzsteigerungen profitieren, die im Verhältnis mit der zusätzlichen Investition für die Lokalisierung sehr lukrativ sein können.
Unternehmen, die erklärungsbedürftige Produkte produzieren, müssen sich hier einer weiteren Herausforderung stellen. Sie können ihre Produkte nur dann im Ausland verkaufen, wenn sie in der jeweiligen Landessprache vertrieben werden. Gerade technische Produkte wie Maschinen und Arbeitsgeräte, die im produzierenden Gewerbe zum Einsatz kommen, unterliegen dabei besonderen gesetzlichen Vorgaben. Ihre Bedienung muss nach bestimmten Richtlinien, etwa nach EUDirektiven, in der entsprechenden Landessprache beschrieben sein. Da die Hersteller für Schäden haften, die auf eine unzureichende oder unverständliche Bedienungsanleitung zurückzuführen sind, ist dabei besondere Sorgfalt.
Übersetzen mit Bedacht
Bei einer technischen Lokalisierung bieten Lokalisierungsdienstleister den Herstellern ein besonderes Know-how an. Ihre Aufgabe ist es, Ideen und Begriffe von einer Sprache in eine andere zu übersetzen. Dabei geht jedoch die technische Lokalisierung weit über das bloße Übersetzen hinaus. Zahlreiche Prozesse müssen berücksichtigt werden, um einen Text so wirken zu lassen, als sei er bereits ursprünglich im jeweiligen Land erstellt worden. Lokalisierungsexperten beachten bei ihren Projekten stets die Besonderheiten der jeweiligen Landessprache. So gibt es beispielsweise von Land zu Land Unterschiede in der Darstellung von Zahlen, der Uhrzeit oder des Datums. Und auch im grafischen Bereich gilt es, länderspezifische Besonderheiten zu berücksichtigen.
Nicht jede Farbe kann bedenkenlos in jedem Land verwendet werden. Steht in Europa beispielsweise die Farbe Weiß für „Reinheit“ und „Unschuld“, bedeutet sie in Asien „Trauer“ und „Tod“. Auch dürfen aus ethischen Gründen Männer und Frauen nicht in jedem Land zusammen auf einem Foto abgebildet sein. Während die Darstellung von Menschen ab 50 Jahren in Westeuropa je nach Kontext mit positiven Assoziationen verbunden wird, wäre dies in Rumänien keineswegs der Fall, da dort viele ältere Menschen in wirtschaftlich armen Verhältnissen leben. Abbildungen von nackter Haut sind in Europa weitgehend unproblematisch, in China allerdings gelten etwa nackte Schultern oder in Taiwan nackte Fußsohlen als Tabu.
Besondere Achtsamkeit ist bei der Darstellung von Gesten geboten, da verschiedene Kulturkreise diese unterschiedlich auffassen und sie unter Umständen sogar als obszön gelten können. Selbst ein Produktname kann nicht ohne weiteres einheitlich verwendet werden. So ist beispielsweise auf dem englischen Markt ein Parfum mit dem Namen „Mist“ (englisch für „Nebel“ oder „Hauch“) erhältlich. In Deutschland würde sich ein Parfum mit diesem Namen gar nicht oder nur sehr schlecht verkaufen.
Fachwissen ergänzt Sprachkenntnisse
Für eine qualitativ hochwertige, technische Lokalisierung ist neben den ethischen Gesichtspunkten aber auch ein besonderes Fachwissen über technische Hintergründe erforderlich. Eine Fremdsprache fließend zu sprechen, befähigt beispielsweise nicht automatisch dazu, die Bedienungsanleitung für einen Bohrturm erstellen zu können. Höchste Qualität bei der Lokalisierung kann nur mit Muttersprachlern erreicht werden. Zudem sollte der Übersetzer auch in dem Land leben, für das er lokalisiert, denn nur so bekommt er aktuelle Sprachentwicklungen hautnah mit.
Auch die Qualität des Ausgangstextes hat Einfluss auf das Lokalisierungsprojekt. Oft dokumentieren jene Personen Bedienungsanleitungen oder Softwareanwendungen, die mit der Entwicklung beschäftigt waren. Ihnen fällt es jedoch nicht immer leicht zu beschreiben, wie das, was sie entwickelt haben, bedient wird. Sie setzen oft Wissen voraus, das nicht bei allen Endbenutzern vorhanden ist.
Ist also der Ausgangstext nicht aus der richtigen Perspektive geschrieben und dadurch für den Bediener unverständlich oder generell unlogisch aufgebaut, gestaltet sich die Arbeit der Übersetzer entsprechend kompliziert. Daher trägt die Person, die den Ausgangstext erstellt, eine besondere Verantwortung für den weiteren Verlauf der Lokalisierung.
Bei allen Projekten ist darüber hinaus ein besonderer Weitblick gefragt. Änderungen in letzter Minute, beispielsweise bei neuen technologischen Entwicklungen, lösen gegebenenfalls eine Änderungsflut an den bereits lokalisierten Texten aus. Selbst wenn sich nur ein einziger Begriff in der Ursprungsversion ändert, muss diese Änderung in allen Projektbereichen, etwa der parallel erstellten Onlinehilfe oder einer Dokumentation, übernommen werden. Damit verbundene Erklärungen oder Abhängigkeiten müssen ebenfalls angepasst werden. Bei Lokalisierungsprojekten, die in mehrere Sprachen gleichzeitig zu übersetzen sind, müssen Änderungen am Basistext für jede Sprache separat überprüft und berücksichtigt werden.
Ablauf einer Lokalisierung
Wenn Projekte über eine reine Übersetzung hinausgehen, gestalten sie sich sehr speziell. So wird gelegentlich gewünscht, dass ein bestimmtes „Corporate Wording“ mit der Übersetzung in Einklang gebracht werden muss. Formulierungen, die von Marketingabteilungen geprägt wurden, sollen sich unbedingt auch im lokalisierten Text wieder finden. Dies kann der Fall sein, wenn beispielsweise ein Onlineportal auf eine weltweit einheitliche Plattform umgestellt werden soll und dadurch allen Nutzern einheitliche Funktionen und Werkzeuge zur Verfügung stehen sollen.
Hier gilt es, unterschiedlichste Wünsche und Vorgaben aufeinander abzustimmen. Ein gemeinsamer Workshop vor Beginn der Übersetzung und das daraus erarbeitete gegenseitige Verständnis der Firmen, Aufgaben und Abhängigkeiten können ein wichtiger Bestandteil für die erfolgreiche Zusammenarbeit sein.
Der Projektmanager bildet den Mittelpunkt eines jeden Projekts. Er kommuniziert mit dem Kunden, entwickelt den Projektplan, bildet das Projektteam, überwacht die Qualität, die Termine und das Budget. Grundsätzlich werden die übergeordneten Aufgaben wie Kommunikation, Verwaltung, Analyse, Vorbereitung, Nachbereitung und so weiter kundennah abgewickelt, also in dem Land, in dem der Kunde sich befindet. Alle sprachlichen Arbeiten werden später hingegen in den jeweiligen Ländern von Muttersprachlern durchgeführt.
Bevor die eigentliche Lokalisierungsarbeit beginnt, wird alles geprüft, was später den Projektverlauf zeitlich beeinträchtigen könnte. So werden Zeit und Kosten gespart. Im ersten Schritt erfolgt also eine ausführliche technische Analyse der Basisdateien durch einen Techniker. Dazu ermittelt dieser zunächst die Anzahl der Wörter, Seiten und Grafiken. Außerdem untersucht er die Basisdateien auf mögliche Kompatibilitäts- oder Formatierungsprobleme.
Eine Sprachkraft prüft im Vorfeld kulturelle Aspekte wie etwa Wortspiele, die sich nicht in eine andere Sprache übertragen lassen, oder Grafiken, die nicht verwendet werden dürfen. Zudem sichtet sie das vorhandene Referenzmaterial, bereits übersetzte Dokumente sowie gleichzeitig zu übersetzendes Material, wie etwa Software- und Onlinehilfen, erkennt Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen diesen Materialien und dokumentiert diese.
Der Projektmanager entwickelt im nächsten Schritt einen ausführlichen Plan, dem alle Mitarbeiter wichtige Schnittpunkte, Termine und Prozessstufen für die Textarbeit entnehmen können. Danach wird ein Projektteam gebildet, das aus Fachübersetzern mit den entsprechenden technischen Kenntnissen, Lektoren der jeweils erforderlichen Sprachen, Grafikern und Technikern besteht.
Ein Terminologe fasst im nächsten Schritt die wichtigsten Fachbegriffe in so genannten Terminologielisten zusammen. Diese werden übersetzt und von den Landesrepräsentanten des Kunden vorab genehmigt. Damit ist gewährleistet, dass die Mitarbeiter wichtige Begriffe im Sinne des Kunden lokalisieren. Außerdem wird so vermieden, dass innerhalb des Projekts unterschiedliche mögliche Übersetzungen für den jeweiligen Fachbegriff verwendet werden. Das Projektteam entwickelt zudem individuelle Stilrichtlinien, die es ebenfalls mit dem Kunden abstimmt. So kann die Übersetzung vollständig im Sinne des Kunden durchführt werden.
Sind die Dokumente in der Quellsprache fertig und zur Übersetzung freigegeben, bereitet der Projektmanager sie auf und sendet sie an die Übersetzer in den jeweiligen Ländern. Bei umfangreicheren Lokalisierungen arbeiten häufig mehrere Übersetzer gleichzeitig an verschiedenen Projektteilen. Die im Vorfeld definierten Terminologielisten und Stilrichtlinien stellen sicher, dass sie auf derselben Basis arbeiten.
Darüber hinaus werden Übersetzungsspeicher oder Translation-Memory- Tools eingesetzt. Die Übersetzungen werden von Menschen und nicht von Übersetzungsprogrammen durchgeführt. Die Übersetzer werden dabei von einem Tool unterstützt, das jeden übersetzten Satz in einer Datenbank speichert, während der Übersetzer arbeitet. Kommt derselbe oder einer ähnlichen Satz später noch einmal im Text vor, schlägt das Tool die bereits gespeicherte Übersetzung vor. So spart der Übersetzer Zeit, und die Kosten der Übersetzungsarbeit werden reduziert.
Die übersetzten Teile gehen an den Projektmanager zurück, der sie dann einem Lektor übergibt. Dieser stellt sicher, dass die vereinbarten und gesetzlich vorgeschriebenen Richtlinien befolgt wurden und sorgt dafür, dass das gesamte Dokument einen einheitlichen Stil aufweist.
Ist die Arbeit am sprachlichen Teil abgeschlossen, wird das ursprüngliche Seitenbild von spezialisierten Grafikern wie Layoutern oder Desktop-Publishing-Spezialisten wieder hergestellt. Einige Sprachen benötigen mehr oder weniger Wörter und damit auch Platz, um den Ausgangsinhalt wiederzugeben. Daher werden die Zeilen- und Seitenumbrüche stets kontrolliert. Auch die Grafiken müssen an die richtige Stelle in Bezug zum beschreibenden Text gebracht werden.
Abschließend finden verschiedene Qualitätssicherungsschritte statt, um zu gewährleisten, dass das lokalisierte Dokument wirklich genau dem Ausgangsdokument entspricht. Damit ist die Lokalisierung abgeschlossen, und die druckfertigen Dateien können an den Kunden ausgeliefert werden.
[Text: Leif Sonstenes, Locatech GmbH, Dortmund. Quelle: Locatech-Newsletter, Oktober 2008, www.locatech.com.]
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