Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Bücher.
| M | D | M | D | F | S | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| « Jan | ||||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | ||
| 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 |
| 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
| 27 | 28 | 29 | ||||
- Ausbildung (63)
- Bibel/Koran (11)
- Bücher (61)
- Büroorganisation (13)
- Deutsche Sprache (80)
- Dolmetschen (86)
- Einwanderer (19)
- EU (37)
- Fremdsprachen (41)
- Gebärdensprachdolmetscher (5)
- Gebärdensprache (8)
- Gerichtsdolmetscher (79)
- Geschichte (28)
- Honorare/Gehälter (13)
- Interview (3)
- Literaturübersetzer (99)
- Lokalisierung (11)
- Markt (26)
- Maschinelle Übersetzung (10)
- medizinisch-soziales Dolmetschen (7)
- Missstände (44)
- Nachrichten (60)
- Nachrufe (8)
- Politik (54)
- Porträt (46)
- Qualitätssicherung (9)
- Simultandolmetscher (28)
- Sprache allgemein (45)
- Terminologie (24)
- Übersetzen (28)
- Übersetzungsfehler (28)
- Unternehmen (120)
- Veranstaltungen (148)
- Verbände (119)
- Videos (7)
- Werkzeuge (126)
- Wissenschaft (23)
- Wörterbücher (50)
- Zeitschriften (63)
- 31.1.2012: TC3 - Neues sprachwissenschaftliches Magazin der Uni Mainz
- 30.1.2012: Terminologie: Die Sprache der anderen
- 29.1.2012: Videodokumentation: Daakaka - eine Sprache stirbt aus
- 28.1.2012: Hundenamen im Wandel der Zeiten: Benny und Sammy statt Bello und Hasso
- 27.1.2012: "Urkunden übersetzen" in Hamburg - Bereits großes Interesse an den 1. JurANT
- 26.1.2012: Podiumsdiskussion der Wirtschaftskammer Wien: Sprachdienstleister und ihre Auftraggeber
- 25.1.2012: Neu: "Fachliste Medizin 2012" mit 300 Dolmetschern und Übersetzern
- 24.1.2012: TMS, TBX, SRX, GMX, XLIFF: Standards und Übersetzungen
- 23.1.2012: AGCO setzt bei der Erschließung neuer Märkte auf Lösungen von SDL
- 22.1.2012: Across ist Mitglied des Deutschen Terminologie-Tag e.V.
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
Archiv der Kategorie Bücher
Silikon und Sprengstoff in Steve-Jobs-Biografie: Turbo-Eindeutschung durch sechs Übersetzer misslungen?
16.1.2012 von Nina Neumann.
Sie hat Tausende Gabentische geschmückt und steht seit Wochen an der Spitze der Bestsellerlisten: die Biografie des Apple-Gründers Steve Jobs. Ein großer Buchversand beschreibt das Werk als „Die Biografie des Jahres über einen der revolutionärsten Entwickler der Welt“. Gleich im ersten von 41 Kapiteln der ersten Auflage findet der Leser merkwürdige Sätze wie: „Für Steve Jobs beginnt der Aufstieg zum strahlenden Olymp der Erfinder mit dem Bericht über zwei Elternpaare und die Kindheit in einem Tal, das gerade lernte, wie man Silikon in Gold verwandelt.“ Sein Aufstieg beginnt mit dem Bericht über zwei Elternpaare? Ein Tal, in dem Silikon in Gold verwandelt wird? Nicht ausgeschlossen, dass bei dem einen oder anderen Leser jetzt Bilder von auffallend üppig bestückten Blondinen durch den Kopf spuken. Nein, in der Biografie geht es gewiss nicht um San Fernando Valley. Das liebliche Tal im Nordwesten von Los Angeles wird wegen der dort ansässigen Pornofilmindustrie auch „Silicone Valley“ genannt. Der Buchstabe „e“ macht den entscheidenden Unterschied, trennt High Tech von Schmuddelecke.
Falsche Freunde
Wie kann so etwas passieren, in einem der größten Verlage der Welt bei der „Veröffentlichung des Jahres“? Dazu Übersetzer Alexander Heyne: „Das englische silicon (Silizium) und der deutsche Begriff Silikon sind sogenannte ‘falsche Freunde’, auf die man schon im Übersetzerstudium hingewiesen wird. Kein halbwegs versierter technischer Übersetzer würde darüber stolpern. Ich vermute, dass bei der Übertragung ins Deutsche großer Zeitdruck herrschte. Die ungewöhnlich hohe Zahl von sechs Übersetzern ist ein Indiz dafür.“
Das hat sie wirklich fertiggemacht
Ein Einzelfall auf einer von über 700 Seiten? Keineswegs. Kapitel für Kapitel werden weitere sprachliche Salven abgefeuert. Über Steve Jobs’ Schulzeit und gewisse „Streiche“ erfährt man: „Einmal brachten wir unter dem Stuhl unserer Lehrerin Mrs. Thurman Sprengstoff an. Das hat sie wirklich fertiggemacht.” Autor Walter Isaacson schrieb im Original: “One time we set off an explosive under the chair of our teacher, Mrs. Thurman. We gave her a nervous twitch.” Die Technik-Ikone, der iGod befestigte Sprengstoff am Stuhl seiner Lehrerin? Und er zündete („set off“) die Ladung sogar? Und warum musste er nicht den Rest seines Lebens in einem Hochsicherheitstrakt verbringen?
Alexander Heyne: „Bei dem ‘Sprengstoff’ wird es sich wohl um einen simplen Knallkörper gehandelt haben. Und das Auftauchen von Jobs und seinem Mitschüler ließen die Lehrerin jedes Mal zusammenzucken. Eine andere Dimension als der im Buch verwendete Begriff ‘fertigmachen’“.
Übersetzen oder Worte tauschen?
Jobs Ehefrau Laurene ermutigte den Autor der Biografie, die Stärken und Schwächen ihres Mannes ehrlich zu beschreiben. Steve Jobs und Walter Isaacson kennen sich seit 1984. Isaacson hat bereits Biografien über Benjamin Franklin und Albert Einstein verfasst.
Die Voraussetzungen für „die Biografie des Jahres“ konnten also kaum besser sein. Und was finden wir im Ergebnis vor? Bei der Lektüre der deutschen Fassung muss sich der Leser durch lange Bandwurmsätze quälen. Der Stil wirkt abgehackt. Zu oft wurde einfach nur wörtlich übersetzt. Satz steht neben Satz. Ein stilistisch schöner Fluss aufgeschriebener Gedanken bleibt Fehlanzeige. Die Steve-Jobs-Biografie macht uns sehr deutlich bewusst, dass zwischen uns als Leser und dem Autor noch eine weitere, ungemein wichtige Instanz steht: der Übersetzer.
Alexander Heyne: „Übersetzen ist weit mehr als der Wortaustausch von einer Sprache in die andere. Ein professioneller Übersetzer kennt sich im Thema aus und steigt entsprechend tief in den Inhalt des Werks ein. Weil Übersetzungen immer persönlich geprägt sind, muss ein einheitlicher Stil bei Teamarbeiten durch ein nachfolgendes Lektorat und Korrektorat gesichert werden. Das Aufteilen von Übersetzungsarbeiten bleibt aber immer zweite Wahl.“
Der Silikon-Schnitzer wurde übrigens in der zweiten Auflage der Biografie behoben. Den 250.000 Besitzern des deutschen Erstdrucks bleibt dieser Fehler mit Klassiker-Potenzial erhalten.
Über den Autor:
Alexander Heyne ist Diplom-Übersetzer und arbeitet in Leipzig. Im Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ), Landesverband Sachsen, engagiert er sich als Pressesprecher. Der BDÜ ist der größte Berufsverband der sprachmittelnden Berufe in Deutschland und deren Spitzenorganisation (www.bdue.de).
Ergänzende Hinweise von uepo.de:
Der Bertelsmann Verlag hatte für die Übersetzung der 704 Seiten starken Biografie sechs Übersetzer gleichzeitig eingespannt, bei denen es sich aber offenbar ausnahmslos um erfahrene Buchübersetzer handelt: Antoinette Gittinger, Oliver Grasmück, Dagmar Mallett, Elfi Martin, Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck. Ein Blick ins Buch ist auf der Verlagswebsite möglich.
[Text: Alexander Heyne. Quelle: Pressemitteilung BDÜ Sachsen, 09.01.2012. Bild: Bertelsmann.]
Geschrieben in Bücher, Literaturübersetzer, Übersetzungsfehler | Drucken | Keine Kommentare »
Neuerscheinung: Seltsame Sprachen - oder wie man am Amazonas bis drei zählt
27.12.2011 von Nina Neumann.
Gibt es eine Sprache, in der Namen so heilig sind, dass keine Vornamen zweimal vorkommen dürfen? Kann eine vollständig neue Sprache innerhalb von drei Jahren entstehen? Diese und weitere unglaubliche Fragen im Zusammenhang mit der menschlichen Sprache werden in diesem Buch beantwortet. Der Germanist und Philosoph Frank Schweizer vermittelt kuriose und interessante Fakten, die weit über das übliche Allgemeinwissen hinausgehen und erzählt kurzweilig über die ersten Sprachversuche des Menschen bis hin zur Entwicklung der eigenen Sprachfähigkeit von der Geburt bis ins Erwachsenenalter.
Kaum jemand aus dem westlichen Sprachraum kann sich die Existenz einer Sprache vorstellen, die, das Vokabular und Regelwerk betreffend, zwischen einem männlichen und weiblichen Sprecher unterscheidet. Dem Autor gelingt es auch, den grössten Unterschied zwischen Mensch und Tier - Kommunikation, mittels umfangreicher Worte - unterhaltsam wiederzugeben.
Dieses Buch ist gespickt mit lehrreichen Details ohne belehrend zu wirken und lädt dazu ein, sich näher mit der eigenen Sprache zu befassen. Frank Schweizer, der selbst acht Sprachen spricht, begegnet dem Vorurteil, die Beschäftigung mit Sprache sei eine staubtrockene Tätigkeit, durch anschauliche Erläuterungen und faszinierende Details.
Über das Buch:
Seltsame Sprachen – oder wie man am Amazonas bis drei zählt
Autor: Frank Schweizer
ISBN: 978-3-86189-789-7
Erschienen: Oktober 2011
Verlag: Militzke Verlag GmbH
Umfang: 294 Seiten
[Text: Militzke Verlag. Quelle: Milizke Verlag. Bild: Militzke Verlag.]
Geschrieben in Bücher | Drucken | Keine Kommentare »
“Er ersetzt uns 30 Außenmitarbeiter” - Buch über Sprachgenie Emil Krebs
30.11.2011 von Jessica Antosik.
Im Oktober 2011 ist im OASE Verlag ein Buch über das Leben und Wirken von Emil Krebs erschienen. Er beherrschte insgesamt 68 Sprachen in Wort und Schrift. Der im Jahre 1867 in Freiburg in Schlesien (heute Świebodzice) geborene Polyglott steht im Zentrum der Monographie Emil Krebs – Kurier des Geistes. Bis heute gilt Krebs, dessen aktive Zeit in die Jahre von 1893 bis 1930 fällt, als eines der größten Sprachwunder der Menschheitsgeschichte.
Im Vorwort schreibt Dr. Harald Braun, Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Folgendes:
Er sammelte Sprachkenntnisse mit einer Leidenschaft, die allein dem Phänomen der menschlichen Sprache galt. Dabei ging es Krebs nicht in erster Linie darum, in allen seinen Sprachen zu kommunizieren. “Er schwieg in 45 Sprachen”, sagte eine seiner Tischdamen nach einem offiziellen Essen. Emil Krebs wollte vielmehr den Aufbau und die “Philosophie hinter der Sprache” verstehen.
In der Einführung des Buches heißt es:
Emil Krebs war ein Sprachgenie. Im Auswärtigen Amt hieß es, “er ersetzt uns 30 Außenmitarbeiter”. Gemeint waren damit jene Hilfskräfte, die vor allem für “fernere” Sprachen als Übersetzer oder als Dolmetscher herangezogen werden mussten. Die Differenzierung ist notwendig, weil das Übersetzen und das Dolmetschen aus einer Sprache zwei verschiedene Angelegenheiten sind, beide gleichwertig, aber unterschiedlich in der Ausübung. […]
Die vorliegende Publikation wurde von Gunnar Hille und Antonio Reda, den Leitern von Sprachenlernzentrum und Sprachendienst des Auswärtigen Amts angeregt. Ausgangspunkt war die Materialsammlung von Eckhard Hoffmann, dem Großneffen von Emil Krebs. Auf dieser Basis schildert Hoffmann das Leben seines Vorfahren, ergänzend wurden eigene Texte von Emil Krebs eingefügt. Mit einer “neurobiologischen Annäherung” spannt Katrin Amunts, die sich intensiv mit dem Gehirn von Krebs beschäftigt hat, schließlich den Bogen über den Tod des Sprachgenies hinaus. Unabhängig vom politischen Umfeld der Tätigkeit von Emil Krebs in China, die mit der Zeittafel “Ein Kapitel deutscher Kolonialgeschichte” und mit dem Beitrag “Ins kuenfftige neu Teutschland” von Jürgen Stich beleuchtet wird, war es nach Ansicht von Autoren und Herausgeber an der Zeit, darauf aufmerksam zu machen, dass im Auswärtigen Dienst exzellente Diplomaten und herausragende Sprachmittler tätig waren und sind. Auf den grundsätzlichen Zusammenhang von “Sprache und Diplomatie” weist Hans-Ulrich Seidt, seit September 2009 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Seoul (Südkorea), in seinem Beitrag hin. Nicht zuletzt ermöglicht die Beschäftigung mit Emil Krebs eine vertiefende Betrachtung der deutsch-chinesischen Beziehungen in Geschichte und Gegenwart, die in unserer rasant zusammenwachsenden Welt einen besonnenen und unaufgeregten Dialog befördern könnte.
Es folgt das Inhaltsverzeichnis:
Vorwort (Harald Braun)
Einführung (Peter Hahn)
To-lu-to-lo oder Wie Emil Türke wurde (Otto Julius Bierbaum)
Ein Kapitel deutscher Kolonialgeschichte (Peter Hahn)
Ins kuenfftige neu Teutschland (Jürgen Stich)
Von Esdorf über Berlin nach Peking (Eckhard Hoffmann)
Ein Vierteljahrhundert in China (Eckhard Hoffmann)
Wieder in Deutschland (Eckhard Hoffmann)
Über das Chinesisch Lernen (Emil Krebs)
Die Privatbibliothek von Emil Krebs (Eckhard Hoffmann)
Das Gehirn eines Sprachgenies (Katrin Amunts)
Sprache und Diplomatie (Hans-Ulrich Seidt)
Sprachendienst im Auswärtigen Amt (Antonio Reda)
Sprachkenntnisse (Gunnar Hille)
Literaturempfehlungen
Die Autoren
Dokumente
Eine 24-seitige Leseprobe finden Sie hier.
Über das Buch
Emil Krebs – Kurier des Geistes
Herausgeber: Peter Hahn
Umfang: 264 Seiten, zahlr. Abb. und historische Dokumente
Auflage: 1. (2011)
ISBN: 978-3-88922-097-4
Preis: 14,80 Euro
[Text: Jessica Antosik. Quelle: Eckhard Hoffman; auswaertiges-amt.de, 03.11.2011; oaseverlag.de. Bild: oaseverlag.de.]
Geschrieben in Fremdsprachen, Bücher | Drucken | Keine Kommentare »
BDÜ-Fachverlag: Arbeitsbuch zur Gerichts- und Behördenterminologie
28.11.2011 von Jessica Antosik.
Seit ca. drei Jahrzehnten ist die Gerichts- und Behördenterminologie von Ulrich Daum ein Standardwerk für werdende und praktizierende Dolmetscher und Übersetzer. Da diese Fachsprache in der akademischen Ausbildung der Sprachmittler nicht im Vordergrund steht, so dass viele Dolmetscher und Übersetzer diese Kenntnisse auf anderen Wegen erwerben müssen, sind die meisten Prüfungskandidaten auf eine selbstständige Vorbereitung angewiesen.
Nun ist im BDÜ-Fachverlag das Arbeitsbuch zur Gerichts- und Behördenterminologie erschienen. In zahlreichen Testprüfungen und Übungen, die genauso in staatlichen Prüfungen gestellt werden könnten, werden die Kenntnisse zu den Themen Zivilprozess-, Strafverfahrens- und Verwaltungsrecht sowie die allgemeine Gerichts- und Behördenterminologie und die in der Fachsprache so beliebten Abkürzungen gefestigt und überprüft. Daneben sind auch die Lösungen zu den Aufgaben der im Hauptwerk Gerichts- und Behördenterminologie abgedruckten Musterprüfungen enthalten.
Die Übungen im Buch führen den Lerner schrittweise von der Theorie zur Praxis. Die Übungsprüfungen des ersten Teils behandeln knapp 800 der wichtigsten Fachbegriffe und Abkürzungen im Bereich der Gerichts- und Behördenterminologie, so wie sie auch im Hauptwerk vorgestellt werden. Die Aufgaben sind nach Fachgebieten unterteilt, sodass der Lernende Wissenslücken leichter abgrenzen und sich dann gezielt einen Teilbereich nochmals ansehen kann. Der zweite Teil enthält hierzu die Lösungen.
Im dritten Teil werden dann Übungen als Fließtext angeboten, die stark an die alltäglich bei Justiz und Behörden vorkommenden Texte angelehnt sind. Der vierte Teil enthält hierzu die Lösungen. Der fünfte Teil schließlich enthält die Lösungen zu den Aufgaben der staatlichen Prüfungen, die im Hauptwerk Gerichts- und Behördenterminologie abgedruckt sind. Der sechste Teil gibt einen Überblick über die in den meisten Bundesländern angebotenen Prüfungen für Übersetzer und Dolmetscher, ausgenommen die Hochschulprüfungen, die sich an ein Vollstudium anschließen.
Nachfolgend ein Ausschnitt aus dem Buch:

Über das Buch
Arbeitsbuch zur Gerichts- und Behördenterminologie
Autoren: Ulrich Daum, Ramón Hansmeyer
ISBN: 9783938430392
Umfang: 137 Seiten
Preis: 13,00 Euro
[Textzusammenstellung: Jessica Antosik. Quelle: bdue.de. Bilder: bdue.de.]
Geschrieben in Bücher | Drucken | Keine Kommentare »
Empfehlenswert: Langenscheidt Fachwörterbuch Kompakt Wirtschaft Französisch
5.11.2011 von Nina Neumann.
Bernard Straub, Paul Thiele, Jürgen Boelcke (2007). Langenscheidt Fachwörterbuch Kompakt Wirtschaft Französisch. Berlin und München: Langenscheidt. 1486 Seiten. 19,90 Euro. ISBN: 978-3-86117-264-2.
Allgemeines
Dieses Wörterbuch wurde in der Reihe Business Management Series (BMS) veröffentlicht und stellt eine vollständig überarbeitete Neuauflage des Dictionnaire de l’allemand économique, commercial et financier (1985, 1989, 2007) dar. Mit seinen 85 000 Stichwörtern und Wendungen hat das Werk eine erhebliche Erweiterung erfahren. Seine Wirtschaftsterminologie ist praktisch verdoppelt worden.
Es wendet sich an einen breit gefächerten Personenkreis. Zu seiner Zielgruppe gehören Führungskräfte, Studenten, Fachleute, Lehrer, Journalisten und auch Leser der Wirtschaftspresse.
Fachbereiche
Das Werk umfasst die Bereiche Handel, Unternehmenswirtschaft, Arbeitswelt, Finanzen, Börse, Bankwesen, Werbung und Marketing, Rechnungswesen, Berufe, Politik, Umwelt, Europa, Recht, Neue Technologien, Bildung und Ausbildung.
Formaler Aufbau
Das Fachwörterbuch Kompakt Wirtschaft ist in zwei Hauptkapitel untergliedert, d.h. in eine Französisch-Deutsche sowie Deutsch-Französisch Wortliste. Dies hat den Vorteil, dass man dieses Buch sowohl wenn man vom Deutschen ins Französische übersetzt als auch bei einer Übersetzung vom Französischen ins Deutsche benutzen kann.
Sonstiges
Des Weiteren werden Verweiszeichen, die gebräuchlichsten Kürzel und Abkürzungen und häufig gebrauchte umgangssprachliche Ausdrücke im Buch aufgeführt .
Gerade die Auflistung der gebräuchlichsten Kürzel und Abkürzungen halte ich für sehr praktisch, da sie sich beim Übersetzen eines Texts oftmals nur schwer entschlüsseln lassen. So spart man kostbare Zeit, die man ohne dieses Buch in die Recherche gesteckt hätte.
Am Rande möchte ich hier auch erwähnen, dass ich das von Langenscheidt verwendete Softcover perfekt für häufig benutze Nachschlagewerke finde, weil es sehr unempfindlich was Schmutz und Knicke angeht ist.
[Text: Nina Neumann. Quelle: Langenscheidt Fachwörterbuch Kompakt Wirtschaft Französisch. Bild: Langenscheidt.]
Geschrieben in Bücher, Wörterbücher | Drucken | Keine Kommentare »
Messenachlese: Neuerscheinungen Sprachwissenschaft
1.11.2011 von Nina Neumann.
Auch heute möchten wir Ihnen Neuheiten von der Frankfurter Buchmesse 2011 vorstellen. Diesmal aus dem Bereich Sprachwissenschaft (deutschsprachig):
Übersetzung, Translation, Traduction
Harald Kittel, Armin Paul Frank, Norbert Greiner, Theo Hermans, Werner Koller, José Lambert, Fritz Paul (2011). Übersetzung, Translation, Traduction. Berlin: De Gruyter. Ca. 1008 Seiten. 429,00 Euro. ISBN: 978-3-11-017146-4.
Zum ersten Mal wird die gesamte Komplexität der Übersetzung dokumentiert und im Überblick dargestellt wertvolle Informationen über die Theorie der Übersetzungsforschung und ihre Anwendungsformen internationale Handbuch-Reihe in drei Bänden wird der aktuellen Forschungsstand wiedergegeben
Das Handbuch Übersetzung entfaltet erstmals den gesamten Gegenstandsbereich, der unter Übersetzung verstanden werden kann, in seinen Problemkomplexen. Es bietet eine kritische Bestandsaufnahme des derzeit verfügbaren Wissens und der internationalen Forschung zur Übersetzung unter systematischen und historischen Gesichtspunkten.
Im Bestreben, die Übersetzungsforschung und deren heterogene Gegenstände möglichst vollständig vorzustellen, bietet das Handbuch einen Überblick über die verschiedenen Zweige der Übersetzungsforschung. Es erfasst Übersetzungsphänomene, verstanden als Formen inter- und innersprachlichen Transfers und interkultureller Kommunikation, in deren sozialen, räumlichen, situativen, sprachlichen, literarischen und allgemein kulturellen Vielfalt unter diachronen, synchronen und systematischen Gesichtspunkten. Es erläutert und dokumentiert die wichtigsten Ergebnisse bisheriger Übersetzungsforschung, aber auch aktuelle Debatten, in ihren jeweiligen geistes-, sozial- und wissenschaftsgeschichtlichen, theoretischen und methodischen Bindungen. Es weist auf Forschungslücken hin und benennt Prioritäten und Desiderata für künftige Forschung.
Translation - Sprachvariation - Mehrsprachigkeit
Wolfgang Pöckl, Ingeborg Ohnheiser, Peter Sandrini (2011). Translation – Sprachvariation – Mehrsprachigkeit. Frankfurt: Peter Lang. 541 Seiten. 79,80 Euro. ISBN: 978-3-631-60000-9.
Mit Translation, Sprachvariation und Mehrsprachigkeit sind die Hauptarbeitsgebiete von Lew Zybatow benannt, dem dieser Band aus Anlass seines 60. Geburtstages gewidmet ist. In 32 Beiträgen verknüpfen international bekannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zehn Ländern und verschiedenen Disziplinen die drei Themenbereiche aus unterschiedlichen Blickrichtungen und eröffnen der Forschung vor allem im Schnittpunkt zwischen Sprach- und Translationswissenschaft innovative Perspektiven.
Inhalt: Juliane House: Für Lew - Michaela Albl-Mikasa: Das integrative Potenzial des kognitiv-konstruktivistischen Forschungsparadigmas - Alessandra Riccardi: Neue Entwicklungen im Bereich des Simultandolmetschens - Mariachiara Russo: Text Processing Patterns in Simultaneous Interpreting (Spanish - Italian): a Corpus-based Study - Alena Petrova: Warum brauchen wir eine eigenständige Theorie der literarischen Übersetzung? Ein Plädoyer für klare Fragestellungen - Klaus Schubert: Translatorische Implizitätspostulate - Heidrun Gerzymisch: Translatorisches Verstehen im Spannungsfeld von Handeln und Reflexion: Akteur- und Betrachterperspektive - Margarita P. Brandes: «Rabotaûsij jazyk» kak lingvisticekaja osnova teorii perevoda - Gerd Wotjak: Sprache und Kultur - Wie spiegelt sich Kulturelles in der Sprache? - Rainer Kohlmayer: Literaturübersetzen und Translationswissenschaft. Kritischer Rückblick, hoffnungsvoller Ausblick - Ingeborg Ohnheiser: The Principles of Newspeak im Übersetzungsvergleich - Jorge Díaz Cintas: Dealing with Multilingual Films in Audiovisual Translation - Peter Sandrini: Das Medium WWW als translationsdidaktische Herausforderung - Arturo Parada: Begriffsbestimmungen der Soziologie im Transfer: Zur Übersetzung von Max Weber ins Spanische und Portugiesische - Bistra Alexieva: Interlingual Asymmetry and Translation Studies - Manfred Markus: Was kann die anglistische Linguistik zur Translationswissenschaft beitragen? - Dmitrij O. Dobrovol’skj: Russkie obrasenija v anglijskih i nemeckih perevodah - Annely Rothkegel: Textarbeit: Prozesse, Produkte, Management - Klaus-Dieter Baumann: A Cognitive Approach to LSP Communication of the Natural and Technical Sciences - Heinrich Weber: Zum Übersetzen vom Deutschen ins Deutsche - Jan Wirrer: Die Ochsen, die Kühe und die Schäfchen und die Vögelchen auf dem Mäuerchen. Zur Elizitierung linguistischer Daten vermittels Übersetzung - Käthi Dorfmüller-Karpusa: Wissenschaftskommunikation in Griechenland: Antikes Erbe, Diglossie, Import - Hans-Peter Stoffel: The Joy of «Migranto». Dalmatian Skits as a Source for the Study of Croatian-English Language Contact in New Zealand - Joachim Born: Alte und neue slawische Entlehnungen im Portugiesischen - Otta Wenskus: Die dunkle Seite des Fachs. Latein und andere magische Sprachen - Oldrich Ulicný: Ein kleiner Beitrag zu einem großen Thema: Zu den Beziehungen zwischen Sprache, Sprechen und Musik - Marcus Bär/Franz-Joseph Meißner: Interkomprehension und Übersetzen: Vorläufige Gedanken zum Verhältnis von Interkomprehension und Traduktologie - Reiner Arntz: Polyglott dank EuroCom - das didaktische Potential der Interkomprehension - Raphael Berthele/Peter Colliander/Janet Duke/Britta Hufeisen/Madeline Lutjeharms/Nicole Marx/Robert Möller/Ludger Zeevaert: Zu den Grenzen des EuroCom-Konzeptes für EuroComGerm - Zwischenfazit - Christiane Böhler: Von Stalingrad nach Kitzbühelgrad: Historischer Überblick zum Studium des Russischen an der Universität Innsbruck - Angel G. Angelov: (Re)forms in Meaning: Reasons for the Appearance of False Friends among the Slavic Languages - Wolfgang Pöckl: Seitenblicke auf die Globalisierung.
Adjektive und Partikeln: Studien zum Deutschen und zum Bosnischen/ Kroatischen/Serbischen
Meliha Hrustic, Erminka Zilic (2010). Adjektive und Partikeln: Studien zum Deutschen und zum Bosnischen/Kroatischen/Serbischen. Tübingen: Julius Groos. 172 seiten. 30,00 Euro. ISBN: 978-3-87276-870-4.
Meliha Hrusti beschäftigt sich mit der Valenz der Adjektive und - sehr detailliert - mit den Adjektivergänzungen in beiden Sprachen, einem Bereich, der auch im Deutschen viel weniger untersucht ist als die Ergänzungen zum Verb. Erminka Zilic untersucht die bisher auch im Deutschen kaum beschriebenen Partikeln geschweige (denn) und insofern/insoweit/umso … als und ihre Entsprechungen im Bosnisch/Kroatisch/Serbischen. Da die Arbeiten beider Autorinnen korpusgestützt sind und viele Beispiele enthalten, können sie auch dem Sprachunterricht wertvolle Hilfen liefern. Die Ansprüche der Republiken Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Serbien auf eine je eigene Landessprache werden durch das vorliegende Buch nicht berührt. Die Sammelbezeichnung bosnisch/kroatisch/serbisch besagt lediglich, dass die Ergebnisse der vorgelegten Forschungen für die Sprache in allen drei Ländern gültig sind. Sie gründen u.a. auf der Tatsache, dass sich die Bewohner dieser drei Länder ohne Dolmetscher unterhalten können.
Erschienen in der Reihe Deutsch im Kontrast.
Spatiale Relationen - Kontrastiv: Deutsch-Dänisch
Max Krause, Per Baerentzen (2010). Spatiale Relationen – kontrastiv: Deutsch-Dänisch. Tübingen: Julius Groos. 266 seiten. 39,80 euro. ISBN: 978-3-87276-900-8.
Herein! – Kom ind! − Come in! − Entrez! Das Deutsche drückt räumliche Relationen vor allem durch Adverbien, Adpositionen und bestimmte Kasus aus, andere Sprachen nutzen andere Mittel. Auch wo identische Mittel zur Verfügung stehen, werden sie teilweise unterschiedlich eingesetzt. So greift das Dänische häufig zu Adverbien, wo das Deutsche allein durch die Wahl zwischen Dativ und Akkusativ differenziert: hen på bordet − auf den Tisch, henne på bordet − auf dem Tisch, oder es braucht zusätzlich ein Verb, wo das Deutsche ohne ein solches auskommt: Kom ind! − Herein! Viele Sprachen nützen derartige Relationen zur Verdeutlichung abstrakter Gegebenheiten: man stützt sich auf einen Spazierstock - aber auch auf Argumente, andere Menschen erreicht man, indem man über eine Brücke geht – man kann es aber auch über das Radio oder über die Printmedien versuchen, und wer im Sumpf steckt, ist auf jeden Fall in Schwierigkeiten.
Kurz: spatiale Relationen sind ein grundlegender Bestandteil unserer Kommunikation und daher auch für den Erwerb wie für das eher passive Verständnis einer anderen Sprache von zentraler Bedeutung. Der vorliegende Band ist der erste der Reihe Spatiale Relationen – kontrastiv. Grundgedanke ist, dass sich räumliche Relationen unabhängig von einer bestimmten Sprache nach Systemen ordnen lassen. Diese Systematik bietet die Basis für den Vergleich.
Teil I beschreibt die Verhältnisse im Deutschen, Teil III − genau symmetrisch dazu − die sprachlichen Mittel, die das Dänische verwendet, um entsprechende Relationen auszudrücken; Teil II bietet in tabellarischer Form einen direkten, kontrastiven Überblick. Zahlreiche Skizzen erleichtern den unmittelbaren Vergleich. Für das Dänische liegt damit zugleich die erste umfassende Beschreibung der spatialen Relationen vor. Der Band richtet sich an Lernende und Lehrende an Schulen und Hochschulen. Er ist so konzipiert, dass er zum Erwerb und Verständnis des Dänischen wie des Deutschen (z.B. im DaF-Unterricht) zu nutzen ist. Die große Zahl von Beispielen gestattet es, sich mit dem Thema auch im Selbststudium vertraut zu machen.
[Textzusammenstellung: Nina Neumann. Quelle: Verlagsangaben. Bilder: Verlage.]
Geschrieben in Wissenschaft, Bücher | Drucken | Keine Kommentare »
Messenachlese: Neuerscheinungen Wörterbücher
29.10.2011 von Nina Neumann.
Auf der Frankfurter Buchmesse 2011 haben auch die Wörterbuch-Verlage Ihre Neuerscheinungen vorgestellt. Es folgt eine kleine Auswahl:
Langenscheidt Fachwörterbuch kompakt: Elektrotechnik und Elekronik Englisch
Prof. Dr. sc. Techn. Dr. h. c. Peter-Klaus Budig (2011). Langenscheidt Fachwörterbuch kompakt: Elektrotechnik und Elektronik Englisch. Berlin und München: Langenscheidt. 768 Seiten. 39,99 Euro. ISBN: 978-3-86117-303-8.
Die Neubearbeitung des Langenscheidt Fachwörterbuch Kompakt Elektrotechnik und Elektronik beinhaltet mit rund 38.000 Fachbegriffen und mehr als 50.000 Übersetzungen hochaktuelle Begriffe. Mit zahlreichen Fachgebietsangaben, Kurzdefinitionen und tabellarischem Anhang.
Fachgebiete: Theoretische Grundlagen (Elektrotechnik, Elektrophysik, Elektrochemie, Werkstoffe, Supraleitung, Messtechnik); Elektroenergietechnik (Energieerzeugung, -übertragung, und -verteilung, Energiewandlung in Maschienen und Antrieben, elektrotechnologische Prozesse, Hochspannungstechinik, Leistungselektronik, Apparate und Anlagen, Lasertechnik, Lichttechnik); Informationstechnik (Informationsgewinnung, -übertrgung und -verarbeitung, Elektronik, Mikroelektronik, Bauelemente und Bausteine, Nachrichtentechnik usw.)

Langenscheidt Muret-Sanders: Großwörterbuch Englisch
Eduard Muret, Daniel Sanders (2011): Langenscheidt Muret-Sanders: Großwörterbuch Englisch. Berlin und München: Langenscheidt. 1200 Seiten. 129,00 Euro. ISBN: 978-3-468-02123-7Der
Die Wortschatzauswahl des Deutschen basiert auf wissenschaftlichen Häufigkeitsanalysen für authentische Sprache.
Es beinhaltet eine mfangreiche Fachterminologie aus allen wichtigen Gebieten wie Computer und Internet, Gesellschaft und Politik, Wirtschaft, EU, Sport
Britisches und amerikanisches Englisch sowie österreichische und schweizerische Ausdrücke
Besonders feine Bedeutungsuntergliederung komplexerer Stichworteinträge, grammatische Erläuterungen und Hinweise auf die Sprachgebrauchsebene
Extras: Das Buch verfügt über ausführliche Listen britischer und amerikanischer bzw. deutscher Abkürzungen sowie englischer bzw. deutscher geografischer Begriffe, unregelmäßige englische Verben, deutsche und österreichische Bundesländer und Schweizer Kantone

Langenscheidt Fachwörterbuch Wirtschaft, Handel und Finanzen Englisch
Merz (2011): Langenscheidt Fachwörterbuch Wirtschaft, Handel und Finanzen Englisch. 4. aktualisierte und erweiterte Auflage. Berlin und München: Langenscheidt. 1584 Seiten. 99,00 Euro. ISBN 978-3-86117-333-5.
Das umfassende standardwerk aus dem Bereich wirdschaft wurde jetzt aktualisiert und um 12.000 hochaktuelle Bergriffe erweitert. Die Wortschatserweiterung umfasst besondrs Wörter aus der Finanzkrisen-Terminologie, Logistik, Wiki-Wirtschaft sowie aus dem sozialen Bereich
Fachgebiete: Bankwesen, Besteuerung, Börse, Finanzierung, Grundbesitz, Import & Export, Rechnungswesen, Recht, Verkauf, Marketing, Wirtschaftswissenschaften u.v.m
Außerdem verfügt das Buch über einen umfangreichen, wertvoller Anhang mit Berufs- und Funktionsbezeichnungen aus Wirtschaft und Management, Wirtschaftszweigen der EU und Incoterms 2000.

Deutsche Idiomatik
Hans Schemann (2011). Deutsche Idiomatik. Berlin: De Gruyter. 1037 Seiten. 159,95 Euro. ISBN: 978-3-11-174079-9.
Das Wörterbuch ist die einzige umfassende aktuelle Darstellung des idiomatischen Inventars der deutschen Sprache. Die Redewendungen sind nach differenzierten, der sprachlichen Intuition folgenden Prinzipien alphabetisiert und werden jeweils durch Beispielsätze in ihrer Funktion und Bedeutung veranschaulicht. Das Standardwerk erscheint nun in einer neuen Auflage, die u.a. ene völlig neue wissenschaftliche Einführung und eine aktuelle Bibliographie bietet.
ca. 35 000 Redewendungen des Deutschen
Prägnante Beispiele, die Semantik, Pragmatik und Kontext jedes einzelnen Ausdrucks bestmöglich herausstellen.
Synonymwörterbuch der deutschen Redensarten
Hans Schemann (2011).Synonymwörterbuch der deutschen Redensarten. Berlin: De Gruyter. 428 Seiten. 119,95 Euro. ISBN: 978-3-11-021790-2.
Das Werk ist das einzige Synonymwörterbuch zur deutschen Idiomatik. Die synonymen Redewendungen sind in zweifacher Weise zugänglich, entweder über einen systematisch organisierten und bis auf Detailebene gegliederten Wortfeldteil oder über einen alphabetischen Registerteil. Die alphabetischen Einträge verweisen wiederum auf die entsprechenden Stellen im Wortfeldteil, sodass der Bedeutungs- und Synonymiekontext der einzelnen Begriffe schnell zugänglich ist. Das Synonymwörterbuch ist ein unverzichtbares Nachschlagewerk für all diejenigen, die einen abwechslungsreichen idiomatischen Stil pflegen möchten und einer nuancierten Kenntnis des Gegenwartsdeutschen bedürfen (Schriftsteller, Journalisten, Übersetzer, Fremdsprachenlernende etc.). Die nun erscheinende Neuauflage enthält eine völlig neue und umfassende wissenschaftliche Einführung, die anhand von Wortfeld- und Einzelanalysen den engen Zusammenhang zwischen Idiomatik und Synonymie veranschaulicht.
Wörterbuch Deutscher Präpositionen
Wolfgang Müller (2011). Wörterbuch Deutscher Präpositionen. Berlin: De Gruyter. 3 Bände ca. 3600 Seiten. 499,00 Euro. ISBN: 978-3-11-017674-2.
Lernende des Deutschen als Fremdsprache, aber auch Muttersprachler, haben oft Zweifel, mit welcher Präposition ein Wort verbunden wird (stolz auf/über; Abneigung vor/gegen). In den deutschen Wörterbüchern sind solche Anschlüsse nur defizitär erfasst. Das vorliegende Wörterbuch dokumentiert den deutschen Wortschatz in Verbindung mit den möglichen präpositionalen Anschlüssen erstmals umfassend und praxisorientiert anhand einer Vielzahl von Belegen. Es ist ein deskriptives, ein beschreibendes, kein präskriptives, kein vorschreibendes Wörterbuch ? ein Produktionswörterbuch für Lernende und ein Korrektionswörterbuch für Lehrer.
[Text: Zusammenstellung. Quelle: Verlagsangaben. Bilder: Verlage.]
Geschrieben in Bücher, Wörterbücher | Drucken | Keine Kommentare »
Kampf den Anglizismen: “Wer schief spricht, kann nicht gerade denken”
17.10.2011 von Jessica Antosik.
Edi und Patrick Keck haben Lehnwörtern aus der englischen Sprache den Kampf angesagt. Sie wollen die Reinheit der deutschen Sprache vor der anglizistischen Invasion schützen. Nach Angaben der beiden Autoren handelt es sich bei dem Buch Schluss mit der Engländerei um ein Plädoyer gegen die allgegenwärtige Anglomanie und um eine “Liebeserklärung an die deutsche Sprache”, die insbesondere aus dem Anprangern absurder Auswüchse besteht. “Bei jedem Ausverkauf liest man nur noch ‘Sale’, fast jeder Sendungstitel im Fernsehen hat einen englischen Namen. Und jeder Produktvorteil wird in der Werbung auch nur mehr auf Englisch angepriesen”, so Edi Keck. Einer Studie aus den Neunzigerjahren zufolge stammten rund 40 Prozent aller Neologismen im Deutschen aus der englischen Sprache, 20 Prozent waren deutsch-englische Hybride.
Mittlerweile gilt die deutsche Sprache als Importweltmeister von Wörtern aus anderen Sprachen. Altgriechischen und lateinischen Begriffen sieht man heutzutage nicht mehr ihre Herkunft an. Auch französische Begriffe haben Einzug in den deutschen Wortschatz gefunden. Fremdwörter wie “Garage” oder “Balkon” sind selbstverständlich Bestandteile der deutschen Sprache. “Und auch im Englischen gibt es Begriffe, die man sinnvoll im Deutschen verwenden kann”, sagt Edi Keck. Gegen Wörter wie “Bar”, “Drink” oder “Tipp” ist nichts einzuwenden. “Begriffe wie ‘Human Resources Department’ oder ‘Stakeholder Value’ sind doch nur Sprachwolken, um den Mangel an Inhalt pseudomodern zu kaschieren”, erklärt Edi Keck.
Ihre Abneigung richtet sich vor allem gegen den sog. Managersprech. Dort geht es nämlich um das “Downsizen”, “Outsourcen” sowie den “Break-even-Point”. Zudem haben es die Gegner der Anglizismen auf die Medien und Werbeagenturen abgesehen, die mit englischen Titeln besonders modern und spritzig wirken wollen. Dies hat oftmals zur Folge, dass das Publikum die Botschaft nicht versteht.
Aufgrund der inflationären Verwendung von Anglizismen würden insbesondere ältere Menschen ausgeschlossen bzw. abgeschreckt werden. “Dabei gibt es für viele Dinge auch deutsche Begriffe, die genauso prägnant wie die englischen sind”, meint Keck. “Klapprechner” statt “Laptop”, “Festplatte” statt “Harddisk” oder “Sichtfeld” statt “Display”. Trotz allem würden hauptsächlich die englischen Begriffe verwendet. Dies hat fatale Folgen, denn wo sprachliche Einfalt regiert, ist kein differenziertes Denken möglich. Ganz nach dem Motto von Karl Kraus: “Wer schief spricht, kann nicht gerade denken”. Zwar haben viele Unternehmen ihre Slogans wieder eingedeutscht, allerdings ist Keck der Ansicht, dass es immer noch Unternehmen gibt, die durch die Verwendung der Weltsprache Englisch Größe und Internationalität demonstrieren wollen.
In Frankreich ist der Gebrauch der französischen Sprache in der Werbung, bei Anzeigen, öffentlichen Ankündigungen und auf die elektronische Kommunikation gesetzlich festgelegt. Nachfolgend ein Zitat von Germany Trade and Invest: “Bei der Werbung für Güter, Waren oder Dienstleistungen, gleichgültig, ob sie schriftlich, mündlich oder durch Radio und Fernsehen erfolgt, muss die französische Sprache verwendet werden. Dasselbe gilt für schriftliche Anzeigen und Ankündigungen, die sich an die Öffentlichkeit richten. Das bedeutet, dass fremdsprachige Slogans oder nur schon einzelne fremdsprachige Ausdrücke ins Französische übersetzt werden müssen.”
Ein solches Modell kann sich auch Keck durchaus für Deutschland vorstellen. “Sprache entwickelt sich, aber sie wird auch von oben beeinflusst. Wenn Journalisten, Gesetzesmacher oder Werber keine unnötigen Anglizismen verwenden, wirkt das auch auf die Bevölkerung.”
Der Kampf gegen Anglizismen ist bereits vor vielen Jahrzehnten entbrannt. 1899 veröffentlichte der Germanist Hermann Dunger die Streitschrift mit dem Titel “Wider die Engländerei in der deutschen Sprache”.
Die Autoren
Edi Keck arbeitet seit über 30 Jahren in der Werbung, einen Großteil davon als Geschäftsführer seiner eigenen Agentur; während dieser Zeit war er u. a. Vorstand des Creativ Club Austria (CCA). Patrick Keck ist selbstständiger Texter und Konzeptionist.
Das Buch
Edi & Patrick Keck
Schluss mit der Engländerei
Seiten: ca. 200
Edition Atelier, Wien 2011
Preis: 21,90 Euro
ISBN: 978-3-902498-54-0
Mehr zu diesem Thema auf uepo.de
Nicht immer, aber immer öfter, wird Deutsch missachtet
“Da werden Sie geholfen”: Sprachveränderung durch Werbung
“Übersetzt du noch oder verstehst du schon?” – Stimuliert die Sense
[Text: Jessica Antosik. Quelle: diepresse.com, 01.10.2011; gtai.de, 25.10.2007. Bild: editionatelier.at.]
Geschrieben in Bücher, Deutsche Sprache | Drucken | Keine Kommentare »
Duden Redensarten: Wo sie herkommen, was sie bedeuten
7.10.2011 von Jessica Antosik.
Redewendungen wie “aus den Fingern saugen”, “auf dem Holzweg sein”, “auf den Putz hauen”, “aus dem Schneider sein”, “aus dem Ärmel schütteln” oder “mit Kind und Kegel” sind aus unserer Alltagssprache nicht wegzudenken. Sie bringen das Gesagte auf den Punkt und sind Stilmittel einer lebendigen Kommunikation.
Dieses Buch umfasst über 1.100 Redensarten in alphabetischer Reihenfolge und erläutert auf unterhaltsame Art und Weise Herkunft und Bedeutung. Ferner wird auf vergleichbare Wendungen in anderen Sprachen hingewiesen.
Der Autor Dr. med. Rudolf Köster war langjähriger Leiter eines Gesundheitsamtes sowie Dozent für Sozialmedizin und 1972 in München betreuender Olympia-Arzt. Köster hat bereits zahlreiche arbeiten veröffentlicht und trat durch Vorträge auf Konferenzen in Erscheinung. Seine Arbeitsschwerpunkte sind seelisch-körperliche Krankheiten und psychosomatische Zusammenhänge sowie Möglichkeiten der Vorsorge und Selbsthilfe.
Bibliographische Angaben:
Dr. med. Rudolf Köster (2011): Duden Redensarten. Wo sie herkommen, was sie bedeuten. Mannheim: Bibliographisches Institut.
336 Seiten, 3. Auflage, 11,95 Euro, ISBN: 9783411705030.
Geschrieben in Bücher, Deutsche Sprache | Drucken | Keine Kommentare »
Sammelwerk: “Juristendeutsch verständlich gemacht” und “Treffende Verben in der deutschen Rechtssprache”
26.9.2011 von Jessica Antosik.
Im BDÜ-Fachverlag ist vor einiger Zeit der Sammelband “Juristendeutsch verständlich gemacht” und “Treffende Verben in der deutschen Rechtssprache” der Autorin Corinna Schlüter-Ellner erschienen. In diesem Band sind zwei Sammlungen vereinigt, die die Autorin bislang im Selbstverlag herausgebracht hat und die bei Übersetzern und Dolmetschern im juristischen Bereich viel Zuspruch gefunden haben.
Zur Einleitung von “Juristendeutsch verständlich gemacht”
Im Dienst der Genauigkeit muss das Recht sich seine eigenen Definitionen schaffen, die mit dem allgemeinen Sprachgebrauch oft nicht oder nicht ganz übereinstimmen. Außerdem haben sich im juristischen Sprachgebrauch viele Wörter und Wendungen erhalten, die in der Alltagssprache längst nicht mehr bekannt oder gebräuchlich sind. Oder sie werden in der Rechtssprache in einer besonderen Bedeutung benutzt, die sich oft nicht einmal in umfassenden Wörterbüchern der deutschen Sprache findet. Ebenso verhält es sich mit Vorsilben, die unter (manchen) Juristen noch üblich sind und die beim nicht juristischen Leser die Frage aufkommen lassen, ob dasselbe gemeint ist, wie bei der Bezeichnung, die sie aus der Alltagssprache kennen. In diesen Facetten soll die Arbeit also das Juristendeutsch verständlicher machen.
Zur Einleitung von “Treffende Verben in der deutschen Rechtssprache”
Eigentlich spielen in der vom Nominalstil geprägten deutschen Rechtssprache nicht Verben, sondern Substantive die Hauptrolle. Jedoch werden die Substantive meist mit ganz bestimmten Verben kombiniert: eine Vollmacht wird nicht gewährt, eingeräumt oder verliehen, sondern erteilt; eine Klage nicht zurückgewiesen, sondern abgewiesen, etc. Teilweise sind diese Verben in der Gemeinsprache kaum gebräuchlich, z.B. wird mit der Klage die Zahlung eines Betrages begehrt, Aktien werden begeben, Urteile erwachsen in Rechtskraft.
Wenn man diese typischen Verbindungen von Substantiv und Verb beim Übersetzen außer Acht lässt, kann ein juristisch geschulter Leser schnell erkennen, dass man in der Rechtssprache nicht firm ist. Andererseits kann man sich solche Kombinationen leicht aneignen und einüben. Nur sind sie in Wörterbüchern oft nicht zu finden. Diese Lücke soll die Sammlung füllen. Zu jedem Substantiv ist das treffende Verb aufgeführt.

Auszug aus Band II: Treffende Verben in der deutschen Rechtssprache
Zum Sammelband
“Juristendeutsch verständlich gemacht” und “Treffende Verben in der deutschen Rechtssprache”
Autorin: Corinna Schlüter-Ellner
Verlag: Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ)
Auflage: 1 (18. März 2011)
Seiten: 135
ISBN: 978-3-938430-37-8
Preis: 14,00 Euro
[Textzusammenstellung: Jessica Antosik. Quelle: BDÜ. Bilder: BDÜ.]
Geschrieben in Bücher | Drucken | Keine Kommentare »