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Archiv der Kategorie Ausbildung

Türkisch-Workshop am RBZ Köln - Vorbereitung auf Ausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer

TürkeiDie Übersetzer- und Dolmetscherschule am Rheinischen Bildungszentrum (RBZ) Köln bietet einen Vorbereitungskurs für junge Leute mit deutsch-türkischsprachigem Lebenshintergrund an. Der vierwöchige Workshop startet am 13. Februar 2012. Unterrichtet wird pro Tag vier Stunden von montags bis freitags. Angesprochen sind Sprachtalentierte, die sowohl Türkisch als auch Deutsch beherrschen und eine anspruchsvolle Berufsausbildung zum geprüften Fremdsprachenkorrespondenten und Übersetzer bzw. Dolmetscher mit staatlicher Prüfung suchen. Zur Teilnahme sind aber auch beruflich noch Unentschlossene mit deutsch-türkischen Sprachkenntnissen, Studierende oder andere Interessierte, die prüfen möchten, ob sich ihre türkischen und deutschen Sprachkenntnisse für eine solche Fachausbildung eignen.

In einem ersten Schritt ermitteln die Türkisch-Dozenten an der Dolmetscherschule die sprachlichen Kenntnisse der Teilnehmer insbesondere in der türkischen Hochsprache. Die Kursteilnehmer verfassen kurze Texte und nehmen an Gesprächen auf Türkisch teil. Nach der Evaluation erweitern die Studierenden systematisch ihren Wortschatz, üben die Schreib- sowie Sprechfertigkeit und verfeinern ihre Aussprache. Sie werden systematisch mit der türkischen Grammatik vertraut gemacht. Am Ende des Vorbereitungskurses sollen die Teilnehmer die komplexen grammatischen Strukturen verstanden und einen gehobenen Wortschatz erlangt haben. Diese Kenntnisse erleichtern später den Zugang zu komplizierten Fachtexten.

Der vierwöchige Intensivkurs Türkisch (13. Februar bis 9. März 2012) kostet 225 Euro. Interessierte können sich vorab bei einer Infoveranstaltung für Türkisch in der Schule am 19. Januar 2012 (18 Uhr) oder am Stand der Übersetzerschule beim Kölner Lernfest am 20. Januar (13-18 Uhr) beraten lassen.

www.dolmetscherschule-koeln.de

Über das RBZ
Die Übersetzer- und Dolmetscherschule am RBZ bietet die ein- oder zweijährige Ausbildung in staatlich anerkannten Fremdsprachenberufen in Englisch, Spanisch, Türkisch, Russisch und Französisch an. Das RBZ Köln ist seit über 40 Jahren im Bereich Ausbildung und Studium tätig und engagiert sich als gemeinnützige Institution im Verbund der Rheinischen Stiftung für Bildung, Wissenschaft und berufliche Integration. Zu den Bildungspartnern gehören unter anderem die Rheinische Akademie Köln und Rheinische Fachhochschule Köln.

[Text: Beatrix Polgar-Stüwe. Quelle: Pressemitteilung RBZ Köln, 2012-01-12. Bild: Archiv.]

EMT-Konferenz in Brüssel: “Keep riding the dragon called Translation!”

With machine translation making great strides, the landscape of dominant world languages changing, and the nature of language professions evolving, the future of translation looks extremely exciting, albeit complex and challenging. This was the main impression of the annual ‘European Master’s in Translation’ (EMT) conference held in Brussels in November 2011, entitled ‘Mastering the future of translation’. As one of the speakers aptly summarised it, ‘You’ve got to keep riding this dragon!’.

The conference brought together 250 participants from universities running translator training programmes and some representatives of international organisations. The academic participants came from all the EU countries and from a number of countries outside the EU, such as Croatia, Russia, Turkey, China, Canada, Ghana, Cameroon and Egypt.

The EMT is a network of university-run translation programmes set up in 2009 in response to a growing shortage of properly qualified translators in the job market. To date, 54 European universities have successfully applied to join the network. Moreover, EMT is a recognised quality label — any translator training course carrying the EMT label is recognised as being one of the best in the field.

Several speakers highlighted how machine translation is shaping the life of translators today, and especially how it will do so in the future. Rytis Martikonis, the head of the European Commission’s Directorate-General for Translation, reported that machine translation is one of the key areas in his department’s work at the moment. The DG for Translation is developing a new system which is now being trialled by in-house translators. When fully developed, the system will be made available to all Commission officials and to authorities in the EU countries.

Mikel Forcada of the University of Alicante concentrated on rule-based and statistical machine translation, describing how challenging it is to encode professional knowledge in these crude models. In the panel debate, Sharon O’Brian from Dublin City University foresaw a high percentage of translation work being automated and post-edited. This meant, she said, that making the source language text ready for machine translation would gain in importance.

Jaap van der Meer from Translation Automation User Society (TAUS) insisted that human translation had a future, though it was likely to undergo profound changes. In his view, there will be a major split in the market, and machines will account for the great bulk of translation work of lesser quality but performed in real time, while human translators will be responsible for hyperlocalised translations of high quality in more languages.

Apart from machine translation, another hot topic in the translation profession is source and target languages. Reiner Arntz of Hildesheim University talked about the growing importance of less commonly used languages for the translation market and how to make use of intercomprehension and bilingualism in translation programmes, adapting the training to the social phenomena of immigration and increased mobility of today’s students. Nicolas Ostler outlined the historical perspective of how the world’s dominant languages tend to be linked to conquests or commercial activities, indicating that English may be the last language to perform the role of lingua franca as we know it.

The Commission’s Directorate-General for Translation provides administrative support to the EMT network and acts as a hub for the exchange of information and good practices. The Commission has allocated some € 300 000 to cover the cost of its administrative support and the network’s annual conference in 2011.
It does not provide direct financial support to the training courses or students.

Further information:

The proceedings and the full report of the conference will soon be published on the EMT website:
http://ec.europa.eu/dgs/translation/programmes/emt/index_en.htm

Universities in the EMT network:
http://ec.europa.eu/dgs/translation/programmes/emt/universities/index_en.htm

[Text: Directorate-General for Translation. Quelle: Pressemitteilung Directorate-General for Translation, 2011-12-20.]

Dolmetschen und Übersetzen für Gerichte und Behörden: Magdeburg-Stendal verlängert Anmeldefrist

Hochschule Magdeburg-StendalDie Anmeldefrist für das neue berufsbegleitende Teilzeitstudienprogramm „Dolmetschen und Übersetzen für Gerichte und Behörden“ an der Hochschule Magdeburg-Stendal wurde bis zum 15. Januar 2012 verlängert.

Die Zertifikatsweiterbildung wurde für Dolmetscher, Übersetzer und Juristen mit Zweitsprachkompetenz entwickelt, die die Qualifikation erwerben möchten, für Gerichte und Behörden als Dolmetscher und Übersetzer zu arbeiten. Die dafür notwendigen Qualifikationen, wie Dolmetsch- und Übersetzungstechniken, juristische Terminologie und relevante juristische Sachkenntnisse, werden im Rahmen des Programms vermittelt. Das Abschlusszertifikat ermöglicht die Beeidigung durch das Kultusministerium Sachsen-Anhalt, welche deutschlandweit gültig ist. Darüber hinaus dient das Programm bereits tätigen Dolmetschern und Übersetzern auch als Fortbildung.

Das Programm startet im März 2012 und endet mit der letzten Prüfung im Oktober 2012.

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzung für die Teilnahme sind:

  • einwandfreie Deutschkenntnisse
  • eine Hochschulzugangsberechtigung
  • eine mindestens zweijährige berufspraktische Tätigkeit als Dolmetscher oder Übersetzer.

Bewerbung

  • ausgefülltes Anmeldeformular
  • schriftliche Begründung des Teilnahmewunsches
  • tabellarischer Lebenslauf mit Foto
  • Nachweis der beruflichen Tätigkeit und des Spracherwerbs
  • Zeugniskopien (Ausbildung/Studium)

Studiendauer

  • 2 Semester (Februar bis Oktober)
  • insgesamt 100 Unterrichtsstunden
  • berufsbegleitendes Teilzeitstudium

Präsenzphasen

  • 11 Wochenendblöcke
  • die beiden letzten Blöcke (2. schriftliche Prüfung und mündliche Prüfung) sind eintägig

Organisation

  • Die Einteilung der Teilnehmer erfolgt entsprechend der Bewerbungen für eine Sprache mit mindestens fünf Teilnehmern.
  • Die Referenten sind einerseits beeidigte Dolmetscher und Sprachdozenten und zum anderen Richter und Praktiker aus Behörden, Polizei und Notariat.
  • Die Veranstaltungen finden auf dem Hochschulcampus (Haus 4, Raum 2.14) statt.

Teilnahmegebühren

Die Teilnahmegebühren sind vor Kursbeginn zu entrichten. Die Teilnahme an der Prüfung ist nicht obligatorisch.

  • Teilnahmegebühr (vorbehaltlich einer ggf. notwendigen Neukalkulation): 1.990 Euro
  • Prüfungsgebühren (vorbehaltlich einer ggf. notwendigen Neukalkulation): 400 Euro

Weitere Informationen unter: www.hs-magdeburg.de

[Text: Nina Neumann. Quelle: Website Hochschule Magdeburg-Stendal.  Bild: Hochschule Magdeburg-Stendal.]

FTSK Germersheim: Erstmals zweiwöchiger MA-Schnupperkurs Übersetzen

FTSK Germersheim

Die Internationale Sommerschule Germersheim des Vereins für Sprache und Kultur e. V. am Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim führt während der vorlesungsfreien Zeit erstmalig einen zweiwöchigen Master-Schnupperkurs mit dem Schwerpunkt Übersetzen durch. Der Kurs richtet sich an Studierende, die sich überlegen, – eventuell am FTSK Germersheim – einen Masterstudiengang im Bereich Translation in Angriff zu nehmen. Die Teilnehmer können in dem zweiwöchigen Kurs Ihre Eignung, Neigung und ihr Talent für das Übersetzen testen. In kompakter Form erhalten sie einen Einblick in Inhalte des Studiengangs. Rechtzeitig vor Bewerbungsschluss für das folgende Wintersemester können sie nach Besuch des Kurses genau beurteilen, ob ein solches Studium ihren Fähigkeiten und Wünschen entspricht. Dabei ergibt sich natürlich auch die Gelegenheit, den möglichen zukünftigen Studienort, die Umgebung und zukünftige Kommilitonen und Dozenten kennenzulernen.

Termine
Anreise: Sonntag, 26.02.2012
Kursbeginn: Montag, 27.02.2012
Kursende: Freitag, 09.03.2012
Abreise: Samstag, 10.03.2012

Teilnehmerkreis
Fortgeschrittene Bachelor-Studierende, Bachelor-Absolventen der Anglistik, Romanistik (FR, IT, ES) oder andere Studierende mit sehr guten Kenntnissen der englischen, französischen, italienischen oder spanischen Sprache und Deutsch als Muttersprache

Teilnehmerzahl
Maximal 50 Teilnehmer, 15 pro Sprachgruppe

Anmeldeschluss
27.01.2012 oder bei Erreichen der Teilnehmerzahl

Kursgebühren
300 Euro (Unterricht, Exkursionen, Eintritte)

Unterrichtsprogramm    
Übersetzen
(32 Unterrichtseinheiten (UE) а 45 Minuten)

  • Vorlesungen Methodik, Übersetzungstheorie (8 UE)
  • Allgemeinsprachliche Übersetzungsübungen (14 UE)
  • Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch <> Deutsch
  • Fachübersetzungen Wirtschaft, Recht (10 UE)
  • Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch <> Deutsch

Seminare
(12 Unterrichtseinheiten а 45 Minuten)
Auswahl aus verschiedenen Seminaren a 6 UE, z. B.
- Software für Übersetzer
- Untertitelung
- Interkulturelle Kommunikation
- Kulturwissenschaftliches Seminar

Sprachpraktische Übungen Niveau C1/C2 (EN/FR/IT/ES)
(12 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten)
- Translationsrelevanter Wortschatz
- Verständnisübungen zu TV-Sendungen
- Textarbeit/Zeitungslektüre

Rahmenprogramm      

  • Ausflüge:
    Heidelberg
    Speyer
    Weinstraße mit Weinprobe
  • Filmabende
  • Museumsbesuche
  • Kneipen- und Diskoabende
  • Abschlussfeier

Betreuung
Die Kursteilnehmer werden von studentischen Tutoren verschiedener Nationalitäten betreut.

Unterkunft      
Auf Wunsch werden Privatzimmer (meist in Wohngemeinschaften mit 2-3 anderen Studierenden) oder Wohnheimzimmer vermittelt. Hier kostet ein Platz im Einzelzimmer zwischen 110 Euro und 140 Euro, im Einzelappartement 140-160 Euro. Bettwäsche ist in allen Zimmern vorhanden, Handtücher nicht. Die Zimmer können am Sonntag, den 26.02.2012 , bezogen werden. Beim Einzug wird eine Kaution in Höhe von 30 Euro erhoben. Diese kann nur zurückerstattet werden, wenn das Zimmer am Abreisetag sauber und in ordnungsgemäßem Zustand hinterlassen wird. Mit der Anmeldebestätigung nach Zahlung der Kursgebühr wird Ihnen automatisch ein Zimmer reserviert, wenn Sie auf dem Anmeldeformular einen Zimmerwunsch geäußert haben. Die Zahlung der Miete erfolgt bar am Tag Ihrer Ankunft in Germersheim.

Anmeldung      
Wenn Sie sich für den Kurs anmelden möchten, können Sie das auf der ISG-Website online tun. Falls Sie bei der Anmeldung kein Bild hochladen, nehmen Sie bitte bei Ihrer Anreise nach Germershein unbedingt ein Passfoto mit.

Zahlung des Kursentgelts
Wenn Sie die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen und wenn noch Plätze frei sind, erhalten Sie (per Mail) eine Reservierungsbestätigung. Sobald die Mindestteilnehmerzahl Ihrer Sprachgruppe erreicht ist, senden wir Ihnen eine Aufforderung mit der Bitte um Zahlung des Kursentgelts in Höhe von 300 Euro. Die Unterkunft muss erst bei Ihrer Ankunft in Germersheim bar bezahlt werden. Die Kursgebühr ist bis zum 27.01.2012 zu entrichten. Die Reservierung ist erst dann eine feste Anmeldung, wenn die Zahlung eingegangen ist! Nach Eingang der Kursgebühr erhalten Sie eine Anmeldebestätigung mit näheren Informationen zu Ihrer Anreise, Unterbringung, Verlauf des Kurses. Wenn die Zahlung zu diesem Termin nicht bei uns eingegangen ist, behalten wir uns vor, Ihren Platz an einen anderen Bewerber zu vergeben.

Rücktritt
Sie können Ihre Anmeldung bis zum 27.01.2012 wieder rückgängig machen; eventuell geleistete Zahlungen werden erstattet. Wenn Sie nach dem 27.01.2012 zurücktreten, wird eine Bearbeitungs- sowie Zimmerreservierungsgebühr in Höhe von insgesamt 150 Euro einbehalten.

www.isg-uni-mainz.de

[Text: ISG Germersheim. Quelle: ISG Germersheim. Bild: FTSK Germersheim.]

Neu: Germersheim bietet Online-Kurse für Übersetzer und Dolmetscher

Die Internationale Sommerschule Germersheim bietet unter dem Namen ISO - Internationale Sommerschule Online - eine Vielzahl der aus den Präsenzkursen bekannten Unterrichtsstunden im Wintertrimester auch über das Internet an. Für die Organisation und Durchführung ist Wini Kern (Bild) verantwortlich. Zum Lehrangebot gehören sowohl Kurse für graduierte Dolmetscher als auch Kurse für Übersetzer und Studierende aus Deutschland und dem Ausland, welche die Techniken des Dolmetschens erlernen oder verbessern möchten. Alle Kurse finden jeweils 8 Wochen lang an einem bestimmten Wochentag und in Form 60-minütiger Sitzungen (z. B. Simultandolmetschen Deutsch-Italienisch) statt.

Als Lehrkräfte werden nur diplomierte, erfahrene Experten im Übersetzungs- bzw. Dolmetschbereich eingesetzt, meist Dozenten des renommierten Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim. Online-Prüfungen und ein Zertifikat, das übersetzerische oder dolmetscherische Kompetenz bescheinigt, wird es jedoch nicht geben. Unsere Kurse können keine universitäre Dolmetschausbildung ersetzen, sondern als Ergänzung oder Vorbereitung angesehen werden.

Die technischen Voraussetzungen zum Besuch der Kurse sind gering, meist reichen ein Computer mit Internetanschluss sowie ein Kopfhörer mit Mikrofon. Jeder Teilnehmer erhält kurz vor Beginn der Kurse eine kleine individuelle Online-Einführung durch unsere Mitarbeiter.

Kursprogramm

Spracherwerb für Übersetzer / Dolmetscher

  • TV Sendungen (Deutsch)
  • TV Sendungen (Englisch)
  • Wortschatzübungen I (Deutsch)
  • Wortschatzübungen II (Deutsch)
  • Wortschatzübungen (Englisch)

Übungskurse speziell für graduierte DolmetscherInnen

  • Konsekutivdolmetschen (Aus dem Deutschen ins IT/FR/PL/RU/ES/EN/Andere Sprachen)
  • Konsekutivdolmetschen (Aus dem IT/FR/PL/RU/ES/EN ins Deutsche)
  • Simultandolmetschen (Aus dem Deutschen ins IT/FR/PL/RU/ES/EN/Andere Sprachen)
  • Simultandolmetschen (Aus dem IT/FR/PL/RU/ES/EN ins Deutsche)
  • Einführungskurse ins Dolmetschen
  • Einführung ins Dolmetschen (Gruppe I) (Flüster-, Verhandlungs-, Simultan-, Konsekutivdolmetschen usw.)
  • Notizentechnik I
  • Notizentechnik II
  • Konsekutivdolmetschen (Aus dem Deutschen ins IT/FR/PL/RU/ES/EN/Andere Sprachen)
  • Simultandolmetschen (Aus dem Deutschen ins IT/FR/PL/RU/ES/EN/Andere Sprachen)
  • Simultandolmetschen (Aus dem IT/FR/PL/RU/ES/EN ins Deutsche)
  • Konsekutivdolmetschen (Aus dem IT/FR/PL/RU/ES/EN ins Deutsche)
  • Dolmetschen in Eigenregie (Eine praktische Anleitung zum Selbststudium)

Übersetzungskurse speziell für Studierende mit Deutsch als A-Sprache

  • Übersetzungsübungen (Aus IT/FR/PL/RU/ES/EN/Andere Sprachen ins Deutsche)
  • Übersetzungsübungen (Aus dem Deutschen ins IT/FR/PL/RU/ES/EN/Andere Sprachen)

Übersetzungskurse speziell für Studierende mit Deutsch als B- oder C-Sprache

  • Übersetzungsübungen (Aus dem Deutschen ins IT/FR/PL/RU/ES/EN/Andere Sprachen)
  • Übersetzungsübungen (Aus IT/FR/PL/RU/ES/EN/Andere Sprachen ins Deutsche)
  • ÜbersetzungsübungenZurück
  • Aus IT/FR/PL/RU/ES/EN/Andere Sprachen ins Deutsche

Teilnehmerkreis
Studierende der Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft, Germanistik.
Sprachliche Voraussetzungen: sehr gute Deutschkenntnisse.

Termine
Der Kurs beginnt in der Woche vom 9. bis zum 13.01.2012. Die darauf folgenden Termine finden jeweils am selben Wochentag um die selbe Uhrzeit statt. Die letzte Sitzung ist in der Woche vom 27.02. bis zum 02.03.2012. Alle Kurse finden abends statt. Wochentag und Uhrzeit des Kurses werden nach Erreichen der Teilnehmerzahl durch eine Online-Umfrage unter den Teilnehmern ermittelt.
Evtl. ausfallende Veranstaltungen werden in den Wochen nach Kursablauf am selben Wochentag zur selben Uhrzeit nachgeholt.

Teilnehmerzahl
5 bis 12 Teilnehmer

Anmeldeschluss
01.01.2012 oder bei Erreichen der Teilnehmerzahl.

Kursgebühren
80 Euro (Einführung in die Technik, Unterricht, Kursmaterialien in E-Form)

Dozent
Herr Wini Kern

Zahlung des Kursentgelts
Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie (per E-Mail) eine Reservierungsbestätigung. Sobald die Mindestteilnehmerzahl erreicht ist, senden wir Ihnen eine Aufforderung mit der Bitte um Zahlung des Kursentgelts in Höhe von 80 Euro. Die Kursgebühr ist bis zum 01.01.2012 zu entrichten. Die Reservierung ist erst dann eine feste Anmeldung, wenn die Zahlung eingegangen ist! Nach Eingang der Kursgebühr erhalten Sie eine Anmeldebestätigung mit näheren Informationen zum Kursablauf und Terminvorschlägen für eine kurze technische Einweisung (ca. 20 Minuten).

Veranstaltungsausfall und Änderungen
Für das Zustandekommen der Kurse ist eine in den Kursinformationen genannte Mindestteilnehmerzahl für jede Sprachgruppe erforderlich. Sollte diese Zahl nicht erreicht werden, behält sich die IS-Online vor, den Kurs abzusagen. Im Falle einer Absage durch IS-Online erfolgt die volle Rückerstattung der Teilnahmegebühr. Weitergehende Ansprüche an den Veranstalter bestehen nicht. In Ausnahmefällen wird eine Änderung des Veranstaltungsablaufs (Dozent, Nachholtermine usw.) vorbehalten. Änderungen dieser Art berechtigen weder zum Rücktritt noch zur Minderung der Kursgebühr.
Sollte aufgrund der Verhinderung eines Dozierenden, technischer Schwierigkeiten der IS-Online oder der Unterrichtssoftware oder anderer von der IS-Online zu verantwortender Probleme Unterrichtsstunden erheblich erschwert oder verhindert werden, so werden diese in der Woche nach Kursablauf am selben Wochentag zur selben Uhrzeit nachgeholt. In Absprache mit dem Dozierenden ist auch ein Nachholtermin in der Woche des Ausfalls möglich. Die Entscheidung über den Nachholtermin trifft der Dozierende in Absprache mit der IS-Online. Ist durch oben genannte Schwierigkeiten eine Fortführung des Kurses insgesamt nicht möglich, behält sich IS-Online das Recht vor, den Kurs abzubrechen oder zu verschieben. Geleistete Zahlungen werden abzüglich der regulär geleisteten Unterrichtstunden anteilig zurückerstattet.
Datenspeicherung
Der Teilnehmende erklärt sich durch die Anmeldung mit der Speicherung seiner Daten zu veranstaltungsorganisatorischen Zwecken bzw. zur weiteren Information einverstanden.

Rücktritt
Sie können Ihre Anmeldung bis zum 01.01.2012 wieder rückgängig machen; eventuell geleistete Zahlungen werden abzüglich anfallender Bankgebühren erstattet. Wenn Sie nach dem 01.01.2012 zurücktreten, wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von insgesamt 50 Euro einbehalten. Nach Kursbeginn werden die gesamten Kursgebühren einbehalten.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website www.isg-uni-mainz.de.

[Text: ISG Germersheim. Quelle: Website der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Bild: Kern.]

Uni Hamburg: Weiterbildung “Simultandolmetschen an Gerichten”

HamburgFür professionelle Dolmetscher in den Sprachen Englisch, Französisch, Portugiesisch und Spanisch bietet die Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) der Universität Hamburg  in den Monaten Januar bis März 2012 ein neues Aufbauseminar im Simultandolmetschen an Gerichten an. Vermittelt und trainiert werden juristische Inhalte, dolmetschen in die B-Sprache und Vom-Blatt-Dolmetschen. Das Angebot wendet sich an Absolventen des weiterbildenden Studiums „Dolmetschen und Übersetzen an Gerichten und Behörden“ und an professionelle Dolmetscher.

Die Ausbildung erfolgt in neuen Dolmetschkabinen und durch audiovisuelle Medien in der Arbeitstelle für wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Hamburg. Für beide Studienangebote kann man sich ab sofort bewerben. Im Zuge von Globalisierung und EU-Erweiterung steigt der Bedarf nach professionellen Sprachmittlern rasant. Im Bereich Dolmetschen an Gerichten und Behörden bieten sich ausgebildeten Dolmetschern sowie ausländischen Muttersprachlern mit exzellenten Deutschkenntnissen sehr gute berufliche Perspektiven.

Hintergrund

Durch Internationalisierung und ständige Erweiterung der EU halten neue, effiziente technische Medien nicht nur in die internationalen, sondern auch in die nationalen Gerichte verstärkt Einzug. Diese neuen Techniken sollen dazu beitragen, dass für alle Beteiligte die Kommunikation auf höchstem, professionellem Niveau stattfinden kann und die Dolmetscher in ihrer anspruchs- und verantwortungsvollen Tätigkeit unterstüzt werden.

Ziele

Im Aufbauseminar „Simultandolmetschen an Gerichten“ sollen vereidigte bzw. beeidigte Dolmetscherinnen und Dolmetscher ihre bereits vorhandenen Erfahrungen mit dem Simultandolmetschen mit Dolmetschanlage (Kabinen) und Flüsteranlage trainieren und vertiefen. Es wird in Kleingruppen praxisorientiert gearbeitet. Ein professionelles Lehrteam aus Dolmetschdozenten, Sprachsachverständigen und Juristen aus der Praxis wird sie dabei unterstützen und begleiten. Das Seminar wird für die Sprachen Englisch, Französisch, Portugiesisch und Spanisch angeboten.

Inhalte und Didaktik

Folgende drei Schwerpunkte sollen berücksichtigt werden: Nach der Auffrischungs- und ersten Vertiefungsphase (Modul I), konzentriert sich das Modul II auf das Dolmetschen in die Arbeitssprache (B-Sprache). Der Schwerpunkt von Modul III liegt auf der Technik des Vom-Blatt-Dolmetschens.

Modul I: Auffrischung und Vertiefung: In diesem Modul wird zunächst mit Vorträgen interkulturellen und leichteren juristischen Inhalts geübt. Vorrangiges Ziel ist die Perfektionierung der Simultandolmetschtechnik auch Flüster- und Relaisdolmetschen).
Modul II: Dolmetschen in die B-Sprache: Juristische Vorträge mittleren Schwierigkeitsgrades werden in die aktive Arbeitssprache gedolmetscht. Dolmetschdozenten, Sprachsachverständige und Juristen begutachten die Klarheit und sprachliche Korrektheit der Leistungen im Team.
Modul III: Schwerpunkt Vom-Blatt-Dolmetschen: Bei den Gerichten üblicherweise verlesene Texte werden von Juristen aus der Praxis (Richter, Anwälte) vorgetragen und von den Teilnehmenden gedolmetscht. Es werden die Reaktionsgeschwindigkeit, die Korrektheit der Sprache und der Termini sowie Rhythmus und Vollständigkeit begutachtet.

Alle im jeweiligen Schwerpunkt geübten Techniken werden in jedem Modul wieder aufgenommen.

Teilnahmevoraussetzungen

Das Aufbauseminar wendet sich vorrangig an

  • Absolventen der weiterbildenden Studien „Dolmetschen und Übersetzen an Gerichten und Behörden“ der Universität Hamburg und der Hochschule Magdeburg-Stendal (oder mit äquivalenten Abschlüssen),
  • vereidigte/beeidigte Dolmetscher oder Bewerber mit vergleichbaren Qualifikationen.

mit den Sprachen Englisch, Französisch, Portugiesisch oder Spanisch.

Studienorganisation

  • modularisiert, 39 Unterrichtsstunden Präsenzzeit aufgeteilt in 3 Module jeweils
  • samstags: 10–17 Uhr und sonntags 9.30–14.30 Uhr
  • ca. 40 Stunden Selbststudienzeit für Vorbereitung und Vertiefung
  • Arbeit in Kleingruppen

Lehrinfrastruktur:

  • drei Dolmetschkabinen
  • Personenführungsanlage („Flüsteranlage“)
  • audiovisuelle Medien

Termine/Ort

Modul I: Sa/So, 28./29.01.2012
Modul II: Sa/So, 11./12.02.2012
Modul III: Sa/So, 10./11.03.2012
Veranstaltungsort: Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) der Universität Hamburg, Campus Hamburg-Stellingen, Vogt-Kölln-Str. 30, Haus E, 22527 Hamburg

Abschluss

Bei mind. 80 % Anwesenheit wird eine Teilnahmebescheinigung der Universität Hamburg ausgestellt. Diese enthält detaillierte Angaben zu Zielen, Inhalten, Umfang und Arbeitsweise.

Kosten

Das Entgelt beträgt pro Modul 500,00 Euro (inkl. Unterrichtsmaterialien, Getränke, Catering). Bei Erteilung einer Einzugsermächtigung ist Ratenzahlung möglich.

Die Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) in Kürze

Seit über drei Jahrzehnten steht die Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) der Universität Hamburg für Weiterbildung auf höchstem Niveau: für Berufstätige, die wissenschaftlich fundiertes Wissen und Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen benötigen, und auch für alle anderen, die vom universitären Wissensschatz profitieren möchten und auf Qualität Wert legen.

Die AWW wurde 1975 gegründet und gehört heute zu den renommiertesten und größten Einrichtungen der Hochschul-Weiterbildung in Deutschland mit

  • 14 festen und ebenso vielen studentischen Mitarbeitern
  • ca. 4.500 Teilnehmern pro Semester
  • rund 120 Dozenten

Angebot der AWW

  • berufsbezogene Weiterbildungsangebote
  • E-Learning-Kurse
  • Kontaktstudium für ältere Erwachsene
  • öffentliche Vorträge (Allgemeines Vorlesungswesen)
  • Zugang zur britischen Open University
  • eine Internetdatenbank zur wissenschaftlichen Weiterbildung (www.wisswb-portal.de)

und für Partner aus Einrichtungen und Unternehmen

  • Inhouse-Schulungen
  • gemeinsame Projekte
  • Entwicklung von Weiterbildungsangeboten in Kooperation

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. Christiane Driesen, Hamburg/Paris

Lehrende

Prof. Dr. Christiane Driesen (Seminarleitung); Dolmetschdozenten und Sprachsachverständige aus der Universität Hamburg und anderen Hochschulen sowie Juristen aus der
Praxis (u. a. von Hamburger Gerichten).

Bewerbung und Zulassung

Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung an u. g. Adresse (auch per E-Mail möglich) mit folgenden Unterlagen

  • Begründungsschreiben und Kurzvita
  • Kopien von einschlägigen Zeugnissen/Zertifikaten/Urkunden

Es stehen für die genannten vier Sprachen max. 16 Plätze zur Verfügung. Bei mehr geeigneten Bewerbungen als Plätzen entscheidet das Los.

Bewerbungsschluss: 15.12.2011 (Posteingang)

Sie werden bis zum 10.01.2012 informiert, ob Sie einen Platz erhalten haben. Das Seminar wird ab einer Mindestteilnehmerzahl von 12 durchgeführt.

Kontakt und Beratung

Marlis Adjanor, Dipl.-Phil.
Universität Hamburg
Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung
Vogt-Kölln-Str. 30, Haus E,
22527 Hamburg
Tel.: (040) 42883-2641/-2499
E-Mail: wb@aww.uni-hamburg.de
www.aww.uni-hamburg.de

[Text: AWW. Quelle: Pressemitteilung AWW, 2011-11-21. Uepo.de hat den Text lediglich von der an Universitäten zwingend vorgeschriebenen feministischen Sprachverhunzung mit Binnen-I und Schrägstrichen befreit. Bild: Harald Bolten / Fotolia.de.]

Köln: Infotag Türkisch für Berufsausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer

Infotag TürkischDie Türkei zählt zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands. Während die Eurozone schwächelt, legt die Türkei mit Wachstumsraten rekordverdächtig zu. Der Bedarf an gut qualifizierten Fremdsprachenkorrespondenten und Übersetzern für Türkisch ist daher groß. Die Übersetzer- und Dolmetscherschule Köln am Rheinischen Bildungszentrum Köln (RBZ) lädt am Donnerstag, dem 1. Dezember 2011 um 17 Uhr zu einem Informationsnachmittag über die schulische Berufsausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer und Dolmetscher und zum geprüften Fremdsprachenkorrespondenten IHK für die türkische Sprache ein. Die Veranstaltung findet statt in der Übersetzer- und Dolmetscherschule, Weißhausstraße 24 (Eingang bei „Real“) in 50939 Köln. Die Schulleitung stellt Schülern und ihren Eltern das berufsbildende Angebot vor und beantwortet Fragen.

Das neue Semester startet am 19. März 2012. Vor Beginn des Semesters wird vom 13. Februar bis zum 9. März ein Intensivkurs Türkisch zur Vorbereitung auf die Ausbildung angeboten.

Angesprochen sind sprachtalentierte Schülerinnen und Schüler mit Abitur, Fachhochschul- oder Fachoberschulreife mit guten Kenntnissen der türkischen und deutschen Sprache. Die an der Übersetzer- und Dolmetscherschule angebotene Ausbildungsform mit IHK-Prüfung bzw. mit staatlicher Prüfung ist für Türkisch in Deutschland in dieser Form einmalig. Die Prüfungsleistungen beinhalten sowohl die Wirtschaftssprache als auch den Nachweis über fundierte Kenntnisse im allgemeinsprachlichen Übersetzen. Die Ausbildung ist modular aufgebaut. Wer die „kurze“ Variante wählt, kann innerhalb von nur einem Ausbildungsjahr den IHK-Berufsabschluss zum geprüften Fremdsprachenkorrespondenten ablegen. Nach erfolgreichem Abschluss der ersten Prüfung können sich die Schüler für die Fortsetzung und damit für die „längere“ Variante (zweijährige Form) entscheiden. Sie absolvieren dann nach einem weiteren Jahr die staatliche Prüfung zum Übersetzer- und/oder Dolmetscher. Die Vollzeitausbildung kann auf Antrag mit BAföG gefördert werden.

In Köln und Umgebung leben viele sprachtalentierte junge Menschen mit deutsch-türkischem Hintergrund, die in zwei Kulturen zu Hause sind und diese zwei Sprachen sicher beherrschen. Sie verfügen über das wertvolle Kapital der Mehrsprachigkeit, auf das sie bei der Berufswahl aufbauen können.

Anmeldungen zum Infoabend nimmt das Schulsekretariat per Mail kontakt@dolmetscherschule-koeln.de oder telefonisch unter 0221/ 22 20 60 83 entgegen.

www.dolmetscherschule-koeln.de

Rheinisches Bildungszentrum Köln (RBZ)
Die Übersetzer- und Dolmetscherschule am RBZ bietet die ein- oder zweijährige Ausbildung in staatlich anerkannten Fremdsprachenberufen in Englisch, Spanisch, Türkisch, Russisch und Französisch an. Das RBZ Köln ist seit über 40 Jahren im Bereich Ausbildung und Studium tätig und engagiert sich als gemeinnützige Institution im Verbund der Rheinischen Stiftung für Bildung, Wissenschaft und berufliche Integration. Zu den Bildungspartnern gehören unter anderem die Rheinische Akademie Köln und Rheinische Fachhochschule Köln.

[Text: Beatrix Polgar-Stüwe. Quelle: Pressemitteilung RBZ, 2011-11-23. Bild: RBZ.]

Germersheim-Dekan Prof. Gipper über Bachelor und Master, die Verschulung des Studiums und Sparzwänge

Panorama

Der Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim (FTSK Germersheim) ist eine der ältesten und weltweit die größte Ausbildungsstätte für Übersetzer und Dolmetscher. Das Institut genießt einen ausgezeichneten Ruf und ist nach Ansicht vieler Branchenkenner im deutschsprachigen Raum nicht nur hinsichtlich der Absolventenzahlen die Nummer 1 unter den Anbietern von Studiengängen für angehende Übersetzer und Dolmetscher.

Wie wirken sich dort die doppelt so großen Abiturjahrgänge (Stichwort G8) auf die Studierendenzahlen aus? Welche Erfahrung hat man in Germersheim mit der Umstellung der Diplom-Studiengänge auf Bachelor- und Master-Abschlüsse gemacht? Hat das Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt? Und welche Pläne gibt es für die Weiterentwicklung der renommierten Kaderschmiede?

Fragen über Fragen, die Jessica Antosik, uepo.de-Mitarbeiterin und Master-Studentin am FTSK Germersheim, am 18. Oktober 2011 dem Dekan des Fachbereichs stellte. Univ.-Prof. Dr. Andreas Gipper (Bild rechts) gab bereitwillig Auskunft. Gipper wurde im Jahr 2003 als Professor für Französische und Italienische Kulturwissenschaft nach Germersheim berufen. Seit Mai 2011 ist er Dekan des Fachbereichs.

Antosik: Die ersten G8-Absolventen strömen in die Vorlesungssäle. Rüstet sich der Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaften in Germersheim auf den Ansturm der doppelten Abiturjahrgänge? Ist bereits ein Anstieg der Studierendenzahlen zu verzeichnen?

Gipper: Wir haben bisher von dem G8-Schub eigentlich nichts mitbekommen. Ich kann Ihnen ehrlich gesagt nicht sagen, woran das liegt. Darüber habe ich keine Aufschlüsse. Die Studentenzahlen des Wintersemesters 2011/12 bewegen sich im Rahmen des letzten Wintersemesters, das bedeutet also rund 2000. Auch innerhalb der Fächer hat sich nicht viel geändert. Die einzige Sache, die sich geändert hat, ist, dass das Fach Deutsch die Einschreibezahlen nach Ländern gedeckelt hat. Dort sind die Einschreibezahlen insgesamt ein bisschen zurückgegangen. Das ist aber vom Fachbereich gewollt, weil das etwas explodiert war.

Nachfolgend eine Tabelle mit Angaben zur Gesamtstudierendenzahl im Wintersemester 2011/12, Zahlen über Neu- und Wiederimmatrikulierte im WiSe 2011/12, Austauschstudierende, Beurlaubte sowie Zahlen zu den B-, C- und D-Sprachen der Studierenden.

Wie haben sich die Studierendenzahlen in den letzten Jahren insgesamt entwickelt? Schreiben sich im Vergleich zum Diplom mehr/weniger Studenten für den Bachelor (BA) bzw. Master (MA) ein?

Die Frage ist durchaus interessant. Es ist im Moment so, dass die Einschreibezahlen im Bachelor denen des Diploms entsprechen. Das heißt, da haben wir keine Veränderungen. Das Einzige ist, dass die Studierenden im Bachelor natürlich früher aufhören. Das bedeutet, die Studierenden sind nach sechs, sieben oder acht Semestern fertig. Und wir haben tatsächlich ein strukturelles Problem, denn wir haben bislang zu wenige Einschreibungen im Master. Und das hat sicherlich unterschiedliche Gründe.

NeubauAus meiner Sicht gibt es zwei Hauptgründe. Der eine Grund ist, glaube ich, dass wir ein strukturelles Problem haben: Unsere eigenen Studierenden, die hier sechs, sieben Semester studiert und den Bachelor gemacht haben, möchten einfach etwas anderes sehen als Germersheim. Und deshalb gehen auch leider gute Studenten nach dem Bachelor weg. Und die Leute, die von außerhalb kommen, kompensieren das nicht vollständig. Wir haben also nach dem Bachelor einen Studierendenverlust, der dazu führt, dass unsere Gesamtstudierendenzahl gesunken ist. Wir hatten früher Gesamtstudierendenzahlen von 2300, manchmal auch 2400. Jetzt sind es nur noch 2000. Das liegt vor allem auch daran, dass die Einschreibezahlen im Master noch nicht so sind, wie wir uns das vorstellen.

Der zweite Grund ist wahrscheinlich ein bisschen hausgemacht. Das liegt aber auch daran, dass es kein einfacher Prozess war, die neuen Studiengänge einzuführen. Das ist letztlich „learning by doing“. Aus meiner Sicht hatte der Master bislang nicht genug Profil. Und das hoffen wir jetzt mit der Reform von Bachelor und Master zu verbessern. Das heißt also, der Bachelor wird verschlankt und dadurch wird es so sein, dass wir erstens Ressourcen für den Master gewinnen und zweitens auch klar ist, wer im Grunde Dolmetschen will. Wir wollen das Profil des Masters stärken. Es muss klar sein, dass man nicht nur, wenn man Dolmetscher, sondern auch, wenn man Fachübersetzer werden will, den Master braucht. Wenn man einen einsprachigen Bachelor im Englischen macht, dann kann man damit zum Teil tatsächlich auch nach sechs Semestern etwas am Markt machen. Aber in den meisten anderen Fächern ist das meiner Überzeugung nach nicht der Fall. Das bedeutet, in 80–90 Prozent der Fälle muss man den Master machen, wenn man da auch beruflich etwas mit anfangen will.

Das ist auch ein großes Kommunikationsproblem, weil die Politik sagt: „Der Bachelor soll der erste berufsqualifizierende Abschluss sein.“ Und die Studierenden fragen uns: „Wozu qualifiziert uns der Bachelor?“ Da müssen wir ihnen sagen: „Das wissen wir im Grunde auch nicht.“ Ich weiß nicht, wozu der BA qualifiziert, was nicht heißt, dass es nicht Einzelne gibt, die dann einen Job finden. Aber es ist relativ diffus, wo sie beschäftigt werden.

Dolmetschübungsanlage
Die größte Dolmetschübungsanlage Europas steht wo? Natürlich in Germersheim

Wie Sie bereits erwähnten, gehen viele Studenten, die in Germersheim den Bachelor gemacht haben, an andere Universitäten oder suchen sofort einen Job. Wissen Sie, wie viele genau weggehen?

Wir haben leider auch da, das lässt das System einfach nicht zu, keine belastbaren Zahlen. Wir sind ja gerade im Prozess der Reakredditierung und das Zentrum für Qualitätssicherung in Mainz hätte auch gerne Zahlen darüber gehabt, weil das Teil dieses Antrags ist. Diese Zahlen gibt es aber nicht. Jogustine [Studieninformationsnetz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz] gibt uns keine Zahlen darüber. Man kann das aber ungefähr errechnen. Wenn Sie sehen, dass wir früher Studierendenzahlen um die 2300 hatten und jetzt liegt die Zahl bei 2000, dann bedeutet das, dass ungefähr 300 weggehen. Das ist aus meiner Sicht die einzige Erklärung.

Ich glaube auch, dass die allermeisten davon weiterstudieren. Das ist mein Eindruck. Immer, wenn ich mit Leuten rede, und sie frage „Was machen Sie nach dem BA?“, dann sagen sie mir nicht „Ich suche mir jetzt einen Job“, sondern entweder „Ich mache hier den Master weiter“, „Ich gehe nach Leipzig“, „Ich gehe nach Berlin“ oder … Ich bin davon überzeugt, dass der Großteil den Master noch draufsetzt, nur halt nicht bei uns. Aber über Zahlen, was sie machen, verfügen wir leider nicht. Die hätten wir auch sehr gerne. Das wäre für uns schließlich auch eine wichtige Information.

Altbau vom Campus aus gesehen
Der Altbau, eine ehemalige Kaserne, vom Campus aus gesehen

Aus welchen Gründen wurde der Diplom-Studiengang „Übersetzen“ in BA bzw. MA „Sprache Kultur, Translation“ (MA SKT) umbenannt?

Das ist eine ganz lange Diskussion gewesen, die auch sehr emotional und kontrovers geführt worden ist. Fakt ist zunächst einmal, dass der Fachbereich auch Fachbereich für Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft heißt. Unser Studium hat drei Säulen: Translationswissenschaft, Sprachwissenschaft und Kulturwissenschaft. Das spiegelt sich im Spektrum der Professoren entsprechend wider. Natürlich möchten die Kollegen, die eine der Säulen vertreten, dass sich dies auch in der Denomination der Studiengänge widerspiegelt. Das ist aus meiner Sicht ein völlig legitimes Anliegen, umso mehr, als man ja an unserem Fachbereich in der Amerikanistik, Romanistik etc. promovieren kann. Dann promoviert man nicht in Translation, sondern in einem klassischen Studienfach. Und die zweite Sache ist natürlich, und das ist ein etwas heikler Punkt: Wir sind ein Fachbereich für die Ausbildung von Dolmetschern und Übersetzern. Aber gerade in den kleinen Fächern ist es nicht so, dass alle Studenten Fachübersetzer werden wollen. Wenn ich in mein Fach gucke, im Italienischen, dann frage ich in meinen Seminaren von Zeit zu Zeit mal am Ende des Semesters „Was wollen Sie denn machen?“. Bei zwölf Studenten, die Kurse in den kleinen Sprachen sind ja immer klein, habe ich meistens einen, der dezidiert sagt „Ich möchte Fachübersetzer werden.“, und dann gibt es neun andere, die sagen: „Ich weiß es noch nicht so genau, aber ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen, von morgens bis abends in der Agentur zu sitzen und zu übersetzen. Ich will übersetzen, aber das soll nur ein Bestandteil der beruflichen Tätigkeit sein.“

Manche sagen sogar „Ich will lieber im pädagogischen Bereich arbeiten. Ich könnte mir vorstellen, Italienischunterricht zu geben.“ usw. Unser Studiengang ist natürlich zentriert auf das Dolmetschen und Übersetzen, aber die Realität ist schon auch die, dass nicht alle, die bei uns einen Abschluss machen, wirklich Fachübersetzer werden wollen. Und da hat man dann gesagt, das soll sich vielleicht auch in der Bezeichnung des Studiengangs widerspiegeln. Für den reformierten Master gibt es den Beschluss, dass der Master wieder Master „Translation“ heißen soll. Mehrere Kollegen sind damit eigentlich nicht so glücklich, weil die sagen: „Der Master soll ein wissenschaftliches Studium sein und die Translation legt nah, dass es doch primär ein praktische Tätigkeit ist.“ Sie würden sich eher einen wissenschaftlichen Namen wünschen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das ist ein sehr schwierige Debatte, bei der man sehr unterschiedliche Aspekte im Auge haben muss. Und wenn man in die Republik guckt, dann sieht man, die Bezeichnungen sind ganz unterschiedlich. An anderen Unis heißt der Master „Translationswissenschaft“. Da bin ich persönlich auch nicht ganz glücklich mit. Das ist hier auch diskutiert worden. Fakt ist, dass diejenigen, die bei uns den Master machen, nicht Translationswissenschaftler, sondern Übersetzer werden wollen. Deshalb fand ich persönlich den alten Namen „Sprache, Kultur, Translation“ eigentlich nicht schlecht. In dem Dreiklang. Dann gab es viele, die haben gesagt: „Das Label von Germersheim ist Übersetzen.“

Bibliothek
Ein Arbeitsraum in der Bibliothek des Fachbereichs

Gibt es Erfahrungsberichte darüber, wo Germersheimer Absolventen beschäftigt werden?

Auch das ist leider eine Baustelle, die wir haben und an der wir seit langer Zeit auch rumlaborieren. Wir würden natürlich gerne viel belastbarere Daten darüber haben, was aus den Absolventen wird. Da arbeiten wir auch daran. Wir wollen die Alumni-Arbeit stärken, sodass man den Kontakt hält. Die ersten Erfolge haben wir da auch. Das setzt auch voraus, dass die Studierenden eine Adresse und möglichst eine E-Mail-Adresse hinterlegen, wenn sie sich exmatrikulieren, sodass man sie erreichen kann. Das war bisher ein großes Problem. Die Daten sind weiterhin nicht sehr belastbar.

Was wir vor allem sehen, ist, dass die Situation von Fach zu Fach sehr unterschiedlich ist. Frau Hagemann hat vor einigen Jahren eine Untersuchung gemacht, die aber auf das Fach Englisch zentriert war. Und im Fach Englisch sieht man schon, dass die Leute im Bereich Übersetzen/Fachübersetzen arbeiten. Ich bin aber davon überzeugt, und alle Daten, die wir haben, legen das auch nah, dass das in den anderen Sprachen anders ist. Insbesondere in den kleineren Sprachen wie Italienisch, Spanisch oder Polnisch ist der Markt für Übersetzungsleistungen relativ klein. Und die Studierenden tun gut daran, sich breit aufzustellen und das ist, glaube ich, normal, dass sie in anderen Bereichen landen. Und sie landen auch.

Die Zahlen, die wir haben, zeigen uns, dass die Leute hinterher nicht arbeitslos werden. Sie finden einen Job. Aber da gibt es ein breites Feld. Ich weiß zum Beispiel, dass es im Spanischen eine ganze Reihe von Studierenden gab, die DAAD-Lektoren im Ausland geworden sind. Also anspruchsvollen Tätigkeiten im akademischen Bereich nachgehen, wo das Übersetzen weiter eine Rolle spielt. Die machen auch Übersetzungsübungen, sind aber keine Übersetzer. Herr Perl hat es im Spanischen immer verfolgt: Da gab es eine ganze Reihe seiner Studenten, die wirklich in der freien Wirtschaft gelandet sind wie beispielsweise im Management von Air Berlin. Das ist ein breites und relativ diffuses Feld, wo die landen. Und deshalb ist es natürlich auch schwer, das aufzubereiten, da wirklich Perspektiven rauszuziehen und den Studierenden zu sagen: „Da könntet ihr landen, da könnt ihr landen.“

Und das scheidet unsere Studiengänge im Übrigen natürlich nicht von anderen Studiengängen. Also wenn Sie zum Beispiel Spanisch oder Polnisch in Mainz studieren, dann ist die Situation natürlich die gleiche und noch extremer, weil wir zumindest ein klares Berufsbild haben, was jemand, der in Mainz Polnisch studiert, nicht hat. Aber darüber hinaus ist das Spektrum genauso groß wie das von Absolventen eines normalen Polnisch-Studiengangs.

Park auf dem Campus
Die großzügige Parkanlage auf dem Germersheimer Campus

Im Bachelor sind die Module fast alle vorgegeben. Die Studierenden haben wenige Wahlpflichtmodule. Im Master dagegen hat man mehr Wahlmöglichkeiten. Wird sich das verschulte Studium noch ändern?

Dem verschulten Studium kann man schlechterdings nicht widersprechen. Das Studium ist verschulter als früher. Das ist auch gewollt gewesen. Die Unis haben sich jahrelang mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, aber da war einfach der politische Wille, zu dieser größeren Verschulung zu kommen, groß, weil man gesagt hat, es kann nicht sein, dass gerade in unseren Fächern, in den geisteswissenschaftlichen Fächern ist das ein echtes Problem, 80 Prozent der Studierenden, die sich für einen Studiengang immatrikulieren, im Laufe des Studiums abspringen.

Es war tatsächlich so, dass nur 20 Prozent in all unseren Fächern, einen Abschluss gemacht haben. Dieser Hintergrund wird manchmal vergessen. Und da hat man gesagt: „Das kann nicht sein, dass man so viele Steuergelder da reinpumpt und am Ende nur 20 Prozent auch zum Examen gebracht werden.“ Und um das zu ändern, hat man sich entschlossen, das Studium anders zu organisieren und einen Abschluss einzuführen, der früher ist.

Ich habe selber an der Universität Bochum habilitiert und da gab es das sog. Reformmodell. Das war der Vorläufer der gestuften Studiengänge, in denen das ausprobiert werden sollte. Da war die Idee, man will sozusagen ein Ausstiegsmodell haben, für all diejenigen, die sonst keinen Abschluss machen und nach sechs Semestern zumindest etwas in der Hand haben. Wenn man es ganz böse sagen will, dann es war es ein Modell für potentielle Studienabbrecher. Man wollte nicht, dass sie auf der Straße stehen. Und dann hat man gesagt: „Im Master wird dann richtig studiert …“ Das stellt sich mittlerweile etwas anders dar, aber im Grunde ist das aus meiner Sicht ein ganz wesentlicher Punkt, der oft vergessen wird.

Und tatsächlich ist es so, dass die Abbrecherzahl gesunken ist. Am Anfang waren die Ergebnisse gut, jetzt ist die Zahl wieder gestiegen. Man weiß auch nicht so genau, was man da für Schlüsse draus ziehen muss. Aber ein Ziel ist erst einmal erreicht worden, nämlich die Abbrecherzahl zu senken. Und deshalb wird sich an der Verschulung nicht viel ändern.

Was wir nun im reformierten BA gemacht haben, ist eine Sache, die aus meiner Sicht tatsächlich ganz richtig und wichtig ist, nämlich, dass wir die Präsenzstundenzahl gesenkt haben. Und zwar erheblich, um bis zu 30–40 Stunden. Das ist schon eine ganze Menge. Das sind vier Module weniger, von 19 auf 14. Das schafft einfach mehr Freiräume. Die Studenten müssen eben nicht von morgens bis abends wie in der Schule die Schulbank drücken, sondern haben mehr Zeit zum selbstgesteuerten Lernen. Das ist wieder ein bisschen ein Rückrudern, sodass man mehr Freiheitsräume für das freie Lernen schafft. Und aus meiner Sicht ist das auch wirklich dringend nötig. Die Studierenden müssen die Zeit haben, zu Hause ein Buch lesen zu können. Von daher haben wir die Verschulung in dem Bereich schon etwas zurückgedreht. Aber richtig ist im Grunde, was die Module angeht, die sind natürlich ein gutes Stück weit vorgegeben. Und da ist auch nichts dran zu ändern.

Was die Wahlmöglichkeiten angeht, so muss ich sagen, richtig, das Studium ist verschult, aber andererseits sind die Wahlmöglichkeiten bei uns, wenn man das mit anderen Studiengängen vergleicht, eigentlich relativ hoch. Wenn man in den großen Fächern das Angebot an Wahlpflichtmodulen zusammenzählt, dann können die Studierenden ihre vier Wahlpflichtmodule aus 60 Modulen wählen. Das ist eigentlich schon eine sehr große Wahlmöglichkeit, die man nicht unterschätzen sollte. Richtig ist aber, dass der Wahlbereich nur ein Teil des Studiums ist.

Mensa
Die Mensa des Fachbereichs Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft

Welche Vorteile sehen Sie in der Umstellung auf den Bachelor und Master für die Studierenden und den Fachbereich?

Der Fachbereich hat natürlich im Moment aus den genannten Gründen ein bisschen mit den Nachteilen zu kämpfen. Das, was für die Studierenden ein Vorteil ist, ist, dass sie in der Mitte des Studiums schon einmal einen Abschluss haben und sich dann auch neu orientieren und überlegen können „Ist es das wirklich für mich?“. Das sind ja schon große Vorteile.

Das erweist sich für uns im Moment ein bisschen als Nachteil, weil es eben mit dem Standortnachteil korreliert. Ansonsten würde ich persönlich sagen, es gab sehr viel Widerstand an den Unis. Viele Kollegen waren überhaupt nicht begeistert davon, das Diplom aufzugeben und die neuen Studiengänge einzuführen. Am Ende ist natürlich vieles davon abhängig, wie man es ausgestaltet. Ich glaube, dass wir in vieler Hinsicht aus unseren Fehlern gelernt haben. Und ich sage „von unseren Fehlern“. Klar, es sind unsere Fehler, aber die sind überall in der Republik gemacht worden. Das ist einfach ein globaler Lernprozess. Ich glaube, dass die reformierten BA-/MA-Studiengänge ausgereifter sind.

Ein großer Nachteil, nicht nur ein Nachteil von uns, ist, dass die Studierendenmobilität eigentlich zurückgegangen ist, also was das Auslandsstudium angeht. Und das haben wir auch versucht zu ändern, indem wir die Möglichkeit geschaffen haben, dass zwei Wahlpflichtmodule pauschal für das Auslandssemester angerechnet werden können. Die Studierenden müssen dann nicht die einzelnen Veranstaltungen nachweisen. Das macht es einfach attraktiver ins Ausland zu gehen, das macht die Anrechnung leichter. Das verhindert auch, dass sich das Auslandsstudium studienverlängernd auswirkt. Und ich hoffe eben, dass jetzt die Zahlen der Erasmus-Studierenden wieder steigen. Das wurde neu eingeführt und das führt natürlich dazu, dass die Gefahr, dass die Studierenden länger studieren müssen, geringer ist.

Deshalb finde ich das eigentlich eine sehr gute Regelung, denn meiner Meinung nach kann man hier eigentlich nicht studieren ohne im Ausland studiert zu haben. Das gehört einfach dazu. Das ist eine ganz wesentliche Qualifikation, die sie einfach mitbringen, auch für zukünftige Arbeitgeber. Und deshalb finde ich das sehr schade, dass der Schuss so nach hinten losgegangen ist, denn man wollte ja gerade durch die gestuften Studiengänge die Auslandsmobilität erhöhen.

Unterricht im Freien 1949
Unterricht im Freien 1949. Zwei Jahre zuvor war das Institut durch eine Verfügung des Oberkommandos der französischen Besatzungszone gegründet worden. Ende 1949 wurde es als Auslands- und Dolmetscherinstitut (ADI) der mehr als 100 Kilometer entfernten Universität Mainz eingegliedert  

Welche Folgen hat die BA-/MA-Umstellung für den Arbeitsmarkt?

Ich glaube, dass die Konsequenzen für den Arbeitsmarkt eigentlich relativ gering sind. Die großen Institutionen, auch die EU, haben, als die neuen Studiengänge eingeführt wurden, zunächst einmal gesagt: „Ja, wir erkennen den BA als ersten berufsqualifizierenden Abschluss an.“ Das hat aus meiner Sicht leider im Grunde aber nur einen Negativeffekt gehabt, weil sie nämlich ihre Eingangsgehälter erst einmal runtergesetzt haben. Sie waren der Ansicht, dass jemand, der drei Jahre studiert hat, nicht soviel verdienen darf wie jemand, der fünf Jahre studiert hat. Aber faktisch hatten die Leute bei den Einstufungsverfahren der EU keine Chance. Kaum einer hat es nach dem Bachelor geschafft, dort Fuß zu fassen. Das heißt, der Master ist an die Stelle des Diploms getreten. Ich sehe somit keine großen Konsequenzen für den Arbeitsmarkt.

War die Bachelor- und Master-Einführung Ihrer Meinung nach sinnvoll und hat sie, verglichen mit dem Diplom, mehr Vor- oder Nachteile?

Das ist natürlich eine ganz schwierige Frage. Die kann man nicht mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten. Auch da gibt es ein ganz gemischtes Bild. Ich glaube, es gibt weiterhin viele Kollegen, die wären lieber beim Diplom geblieben. Aber das nutzt alles nichts. Wir werden in dieser Hinsicht die Uhr nicht zurückdrehen. Deshalb würde ich sagen, es gibt ein gemischtes Bild. Ich glaube, dass ein gewisses Maß an Verschulung eigentlich notwendig war. Das war in gewisser Hinsicht überfällig, denn man kann die gigantischen Studierendenzahlen, wie wir sie haben, und auch die Steigerungsraten um bis zu 100 Prozent seit den 90er-Jahren nicht mit dem gleichen Personal bewältigen, ohne das Studium anders zu organisieren. Und es ist ja so, dass das Personal praktisch nicht gestiegen ist. Von daher führte im Zeitalter der Massenuniversität kein Weg an einer gewissen Verschulung vorbei, ob einem das gefällt oder nicht.

Ich persönlich bedauere, dass das so ist, aber ich kann das eben auch nicht ändern. Deshalb finde ich, am Ende ist die Frage, wie gut man das ausgestaltet. Ich habe den Eindruck, wir haben das jetzt mit den reformierten Studiengängen ein bisschen besser hingekriegt, sodass auch die Freiräume im Master größer sind und sodass das dann auch wieder ein „richtiges“ Studium ist – mit einer stückweiten Rückeroberung alter Freiräume. Und dann kann man auch mit dem Master etwas Gutes erreichen. Das ist die Antwort auf veränderte Rahmenbedingungen.

Cafeteria
Für den kleinen Hunger zwischendurch: die Cafeteria des FTSK

Viele Studierende studieren in ihrer Heimatregion. Woher stammen die Studierenden in Germersheim?

Das ist bei uns im Prinzip auch so. Die große Masse der Studierenden kommt aus dem südwestdeutschen Raum, wobei es ja so ist, dass die Universitäten, die vergleichbare Abschlüsse anbieten, auch vor allem im südwestdeutschen Raum angesiedelt sind (z. B. Heidelberg, Saarbrücken). In Norddeutschland gibt es relativ wenige Möglichkeiten, was schon dazu führt, dass wir Studierende aus Hamburg oder Mecklenburg-Vorpommern haben. Aber es gibt einen generellen Trend dazu, nicht zu weit wegzugehen. Es studieren immer mehr Studierende, die vielleicht etwas weniger beweglich sind wie früher. Da unterscheiden wir uns aber nicht von anderen Unis, wenn man jetzt von den ganz großen Unis absieht wie Berlin oder München, die einfach durch das kulturelle Leben eine große Anziehungskraft ausüben. Aber ansonsten sind wir da wie andere Unis. Wir speisen uns hauptsächlich aus der Umgebung.

Wie stehen Sie zu dem Satz „Germersheim ist eine Anstalt“?

Da müsste man jetzt wissen, was damit gemeint ist … Also ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass am Fachbereich Germersheim mehr Verrückte rumlaufen als an anderen Fachbereichen in dieser Republik. Es ist natürlich so: Germersheim ist ein Biotop der besonderen Art, weil es einfach so klein ist. Man bewegt sich auf einem kleinen Raum. Das schafft mehr Nähe. Und die Nähe ist auch oft hilfreich. Es schafft aber auch vielleicht manchmal Konflikte, die entstehen, wenn man in einer zu kleinen Wohnung wohnt. Diese Konflikte haben die anderen Fachbereiche, wo es ein bisschen anonymer zugeht, vielleicht nicht. Das sind Vor- und Nachteile.

Ich kann sagen, als ich hierhergekommen bin, da habe ich den Eindruck gehabt, es gab sehr viele Konflikte am Fachbereich. Ich persönlich denke nun, das hat sich eigentlich gebessert. Von daher würde ich das so nicht unterschreiben. Richtig ist, es ist ein besonderes Biotop mit besonderen Bedingungen, die nicht mit anderen Fachbereichen vergleichbar sind. Als ich hierhergekommen bin, habe ich in der ersten Woche öfter mit Kollegen mittaggegessen als in Bochum in Jahren. Das war dort einfach nicht üblich, während das hier selbstverständlich ist und zu den Praktiken der Soziabilität gehört. Und das hat ja auch eine sehr gute und angenehme Seite. Ich glaube auch, dass das für die Studierenden letztlich ähnlich ist. Sie begegnen sich in den Straßen natürlich viel leichter als wenn sie sich in Berlin verabreden müssen. Das ist schon ein echter Trumpf.

Sprachlabor
Das Sprachlabor kann auch außerhalb des Unterrichts genutzt werden

Welche Neuerungen kann der Fachbereich von Ihnen erwarten? Haben Sie schon große Veränderungen geplant?

Nein, ich habe keine großen Veränderungen geplant. Ich glaube auch, dass das genau das ist, was wir im Moment nicht wollen, denn wir haben in den letzten sechs Jahren einen Nonstop-Reformprozess durchlaufen. Und die Umwälzungen waren wahrhaftig groß. Der Bologna-Prozess hat die Unis so umgestaltet wie keine Reform in 100 Jahren vorher. Ich glaube, da ist der Bedarf an großen Veränderungen gering. Sie dürfen auch nicht vergessen, wie viel Arbeit und wie viele Ressourcen das verschlingt, neue Studiengänge zu machen. Das ist ja wirklich unglaublich, wie viel Zeit und wie viel Kraft daran gebunden ist. Ich gehe mein Dekanat pragmatisch an. Es gibt praktische Aufgaben, die wir lösen müssen und die groß genug sind. Das Eine ist eben, die reformierten BA-/MA-Studiengänge in Gang zu setzen. Da sind wir, glaube ich, auf einem ganz guten Weg.

Wir haben den reformierten BA im letzten Semester im Fachbereichsrat verabschiedet. Wir wollen den reformierten MA, sowohl im MA KD [Master Konferenzdolmetschen], da gibt es ganz wenige Änderungen, als auch im MA SKT bzw. MA Translation im nächsten Semester im Fachbereichsrat verabschieden. Das ist viel Arbeit, so eine Prüfungsordnung zu machen. Das kann man sich, glaube ich, als Student gar nicht so richtig vorstellen, was alles berücksichtigt werden muss, wie viele Instanzen mit reinreden. Wir haben ein großes Stück Arbeit, aber ich bin ganz zuversichtlich, dass wir das hinkriegen. Das ist die erste große Aufgabe, die ich mir in meinem Dekanat gestellt habe.

Das Zweite ist: Wir müssen reakkreditiert werden. Gestern haben wir den Reakkreditierungsantrag eingereicht. Das Verfahren wird sich über das Semester hinwegziehen. Das ist eine ganz wichtige Aufgabe. Und die dritte große Aufgabe, die ich mir gestellt habe, ist, das Defizit des Fachbereichs zu reduzieren. Wir haben eine Million Euro Schulden. Das ist ein Riesenproblem. Selbst wenn wir 100.000 Euro pro Jahr sparen, was viel ist, sind wir immer noch zehn Jahre damit beschäftigt. Da sind wir auch dran. Wenn ich am Ende meines Dekanats sagen kann, wir haben unsere Schulden um 200.000 Euro, oder sogar noch ein bisschen mehr, reduziert, dann bin ich zufrieden. Denn das ist natürlich immer schwierig. Sparen tut allen weh und da macht man sich keine Freude mit.

Meine letzte Frage lautet: Was bedeutet es für Sie persönlich, Dekan dieses Fachbereichs zu sein?

Es ist auch eine Ehre, aber vor allem viel Arbeit.

Ich bedanke mich recht herzlich dafür, dass Sie sich für das Gespräch bereit erklärt haben und wünsche Ihnen alles Gute für Ihre Zeit als Dekan.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: Interview vom 18.10.2011. Bild: FTSK Germersheim, Natalie Bärtges.]

1967: Dr. Paul Schmidt nimmt Abschied vom SDI München - “Es hat sich gelohnt”

Dr. Paul Schmidt 1949Die Wochenzeitung Die Zeit digitalisiert ihr Archiv und stellt es online zur Verfügung. In diesem Fundus befindet sich auch ein Artikel vom 24.02.1967 mit der Überschrift „Der Dolmetscher am Katheder. Ein vielgerühmtes Lehrsystem – Leiter der ‚Schmidt-Schule‘ nimmt Abschied“. Darin heißt es über den scheidenden Direktor des Sprachen- und Dolmetscher-Instituts München (SDI):

Dr. Paul Schmidt, Gesandter a. D. war, von 1923 bis 1945 Chefdolmetscher deutscher Reichsregierungen. Er selbst bezeichnete sich rückblickend als „Statist auf diplomatischer Bühne“. Ausländische Staatsmänner verzichteten auf eigene Dolmetscher, wenn Paul Schmidt dabei war. Bei der Münchner Konferenz 1938 war er der einzige Dolmetscher - Statist und zugleich Vermittler. 1952 holte ihn das gerade gegründete Münchner „Sprachen- und Dolmetscher Institut“ als Direktor. In diesen Tagen nun scheidet Paul Schmidt aus dem Amt. […]

Das Blatt beschreibt die Besonderheiten des SDI München:

Das Dolmetscherinstitut gehört einem privaten eingetragenen Verein, bekommt keine Zuschüsse und war in der Anlage eine Sprachenschule wie andere auch, ohne Aussicht, sich mit Universitätsinstituten wie Saarbrücken, Heidelberg oder Germersheim/Mainz messen zu können. Heute heißt es im Volksmund „Schmidt-Schule“ und wird, im Gegensatz etwa zu den städtischen Sprachenschulen mit den Hochschulen in einem Atemzug genannt. […] Die Anforderungen sind hochgeschraubt; die Übungen sind schwerer als die Prüfungen, die Prüfungen schwerer als die Praxis. […]

Dass sich das SDI einen ausgezeichneten Ruf erarbeiten konnte, lag maßgeblich an Schmidt und dessen „bedächtigem Sendungsbewußtsein“. Er setzte auf ein praxisorientiertes Lernen, sprach von „Sprach-Sacherlernung“ und einem Prinzip der „Entphilologisierung des Sprachenlernens“. Dabei profitierte Schmidt von seinen guten internationalen Kontakten:

Korrespondenten aus den Hauptstädten der Welt schicken ihm die neuesten Tonbänder von den Pressekonferenzen und Reden der Staatsmänner. Noch vor den Presseberichten sind die Texte abgezogen und liegen den Schülern vor. Die Aktualität zahlt sich aus: Das Interesse der damit Konfrontierten ist frisch, der Lehrstoff findet Interesse.

Den vollständigen Artikel können sie auf der Website der Zeit lesen und auch im Original-Layout als PDF-Datei abrufen.

Dr. Paul Schmidt 1941
Dr. Paul Schmidt am 28.03.1941 als Dolmetscher bei einem Besuch des japanischen Außenministers Matsuoka Yosuke.

War Schmidt ein Nazi?

Es gibt zahllose Fotos, die Schmidt als Dolmetscher Hitlers zeigen. Aus den zehn Jahren davor, als Schmidt für demokratische Reichsregierungen und unter anderem für den deutschen Außenminister und Friedensnobelpreisträger Gustav Stresemann dolmetschte, existiert hingegen (zumindest im Internet) kein einziges Foto. Und auch aus der Nachkriegszeit konnten wir nur das oben rechts abgebildete Foto aus dem Spiegel vom 01.12.1949 aufspüren.

Durch dieses Ungleichgewicht der historischen Bilddokumente könnte der Eindruck entstehen, Schmidt sei ein überzeugter Nazi gewesen. Dies scheint jedoch nicht der Fall gewesen zu sein, obwohl er die traumhaften beruflichen Möglichkeiten, die das neue Regime ihm als Dolmetscher bot, begeistert aufgriff. Schmidt stand an der Seite seiner Auftraggeber mehr als 10 Jahre lang im Mittelpunkt weltgeschichtlicher Ereignisse. Eine Position, der er sich intellektuell gewachsen fühlte und die ihn beruflich erfüllte. Für viele Besprechungen auf höchster Ebene war er nach dem Krieg der einzige verbliebene Zeuge. Entsprechend gefragt waren seine Aussagen im Rahmen der Nürnberger Prozesse. Auf YouTube gibt es ein kurzes Video, das ihn im Zeugenstand zeigt.

Schmidt wurde 1945 von den Amerikanern verhaftet und war bis 1948 interniert. 1950 wurde er von der Spruchkammer Miesbach als „entlastet“ eingestuft.

Die Nazi-Assoziationen mögen ein Grund dafür sein, dass das SDI München zunehmend auf Distanz zu seinem Gründervater zu gehen scheint. Auf der SDI-Website kommt der Name Dr. Paul Schmidt jedenfalls nicht vor. Und auch in den Festreden zur Eröffnung des neuen Campus im Jahr 2011 wurde er nur beiläufig erwähnt. Obwohl auch der heutigen SDI-Leitung klar sein dürfte, dass das Münchner Institut ohne das engagierte Wirken von Schmidt eine gewöhnliche Sprachschule geblieben wäre, wie es sie in jeder größeren Stadt gibt.

Mehr zu Schmidt können Sie in dessen Wikipedia-Eintrag lesen. Die Autoren versuchen bemüht, Schmidt Nazi-Verfehlungen nachzuweisen. Sein Wirken als Dolmetscher und Dozent wird hingegen in einem Nebensatz abgehandelt: „Sachkenntnis [ist] für das Dolmetschen wichtiger […] als die Sprachbeherrschung“.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Die Zeit, 1967-02-24. Bild: Spiegel; Bundesarchiv.]

Studie: Immer mehr deutsche Masterstudierende an ausländischen Hochschulen

Seit seiner Gründung im Jahr 1925 hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) mehr als 1,5 Millionen Akademiker im In- und Ausland unterstützt. Das Angebot reicht vom Auslandssemester für junge Studierende bis zum Promotionsstudium, vom Praktikum bis zur Gastdozentur, vom Informationsbesuch bis zum Aufbau von Hochschulen im Ausland.

Bereits zum elften Mal veröffentlicht der DAAD in Zusammenarbeit mit der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) die Studie “Wissenschaft weltoffen”. Dabei handelt es sich um einen Datenreport zur Internationalität von Studium und Forschung in Deutschland.

Nachfolgend die wichtigsten Eckpunkte aus dem Report:

  • Mit über 250 Programmen hat der DAAD allein im Jahr 2010 mehr als 73.000 Deutsche und Ausländer rund um den Globus gefördert.
  • Die Zahl der ausländischen Studierenden ist an den deutschen Hochschulen im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um rund 5.600 auf 244.775 gestiegen.
  • Die wichtigsten Gastländer für internationale Studierende sind die USA, Großbritannien, Australien, Deutschland und Frankreich. In Australien steigt deren Zahl stark an, sodass sich Australien jetzt auf Platz 3 der Rangfolge – noch vor Deutschland – einordnet.
  • Im Jahr 2008 sind 102.800 deutsche Studierende an einer ausländischen Hochschule eingeschrieben. Das sind 14% mehr als im Vorjahr. Von 1.000 deutschen Studierenden studieren 58 im Ausland. Besonders hohes Interesse gilt dabei den westeuropäischen Hochschulen. In der Länderliste stehen Österreich, die Niederlande, Großbritannien, die Schweiz und die USA an der Spitze.
  • 28.854 deutsche Studierende haben sich 2009/10 am ERASMUS-Programm beteiligt. Die Zahl an Auslandspraktika hat sich dabei um 8% und die der Studienaufenthalte um 3% erhöht. Besonders häufig haben sich die deutschen ERASMUS-Teilnehmer in Spanien, Frankreich und Großbritannien aufgehalten.
  • Für das Jahr 2008 vermeldet die amtliche Hochschulstatistik 102.800 deutsche Studierende, die an ausländischen Hochschulen eingeschrieben sind.
  • In Bezug auf die Staaten mit einer entsprechenden Statistik streben 56% der deutschen Studierenden im Ausland einen Bachelor- und 18% einen Masterabschluss an. 11% von ihnen wollen die Promotion erwerben und 15% einen anderen Abschluss, z. B. einen Abschluss als Mediziner.
  • Der hohe Anteil an Bachelorabsolventen der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in einem ausländischen Masterstudium ergibt sich vor allem aus den starken Auslandsorientierungen in den Wirtschaftswissenschaften. Hier vor allem ist das Interesse an einem Masterstudium im Ausland außergewöhnlich hoch.
  • Fast ein Viertel aller Studierenden strebt an Hochschulen in Großbritannien den Master an. Große Bedeutung in dieser Hinsicht haben auch Österreich, Frankreich, die Niederlande und die Schweiz. Insgesamt studieren 85% der deutschen Masterstudierenden im Ausland in diesen fünf Ländern.
  • Die Entscheidung für ein Masterstudium im Ausland wird vor allem damit begründet, dass den Bachelorabsolventen an ihrer bisherigen Hochschule das gesuchte Masterangebot nicht zur Verfügung steht. Viele Studierende streben ein solches Auslandsstudium auch in der Erwartung hoher Studienqualität an.

Die Studie “Wissenschaft weltoffen 2011 – Daten und Fakten zur Internationalität von Studium und Forschung” in Deutschland mit dem Schwerpunktthema “Zum Master ins Ausland” ist hier kostenlos als PDF-Datei abrufbar.

Zur Publikation
“Wissenschaft weltoffen 2011 – Daten und Fakten zur Internationalität von Studium und Forschung in Deutschland”
Herausgeber: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Bielefeld 2011
100 Seiten
ISBN 978-3-7639-4874-1
Best.-Nr. 7004002h
29,90 Euro

[Textzusammenstellung: Jessica Antosik. Quelle: wissenschaft-weltoffen.de. Bild: wissenschaft-weltoffen.de.]