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Videodokumentation: Daakaka - eine Sprache stirbt aus

Daakaka wird nur noch von rund 600 Bewohnern des Inselstaates Vanuatu im Südpazifik gesprochen. Wissenschaftler vom Berliner Zentrum für allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) versuchen, die vom Aussterben bedrohte Sprache zu dokumentieren und suchen nach Möglichkeiten, sie zu bewahren. Das ZAS ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut des Landes Berlin, das auf das Zentralinstitut für Sprachwissenschaft (ZISW) an der Akademie der Wissenschaften der DDR zurückgeht.

Die Forscher um die Anthropologin Soraya Hosni und die Linguistin Kilu von Prince haben ihre Bemühungen in einem Videotagebuch festgehalten, dessen zehn Kapitel Überschriften tragen wie “Bedrohter Sprachschatz”, “Weibliche Sprachgenies”, “Tor zur Welt der Buchstaben”, “Ein Wörterbuch für Daakie”.

Auf der Website der VolkswagenStiftung, die die Unternehmung gefördert hat, wird das Projekt wie folgt beschrieben:

Mit dem DoBeS-Programm unterstützt die VolkswagenStiftung seit über zehn Jahren weltweit Forscherinnen und Forscher unterschiedlicher Disziplinen bei der Dokumentation bedrohter Sprachen und bei der Entwicklung von Empfehlungen für Sprachdokumentation und Archivierung. Die Sprachen werden mit Tonband, Videokamera, Fotoapparat und Notizblock aufgezeichnet und in einem eigens dafür eingerichteten elektronischen Archiv am Max Planck Institute für Psycholinguistik in Nijmegen aufbewahrt. Im DoBeS-Projektverbund wird auch das Dokumentationsteam um Professor Dr. Manfred Krifka vom Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft in Berlin und der Humboldt-Universität (HU) zu Berlin gefördert.

Die Heimat des Daakaka

Ambrym ist die fünftgrößte Insel des südpazifischen Staates Vanuatu. Etwa 7.000 bis 10.000 Menschen leben auf der knapp 680 Quadratkilometer großen Insel. Geologisch gesehen ist Ambrym ein riesiger Vulkankegel. Im unbewohnten Inneren der Insel liegen zwei aktive Vulkankrater in einer großen, aufgrund der schwefelhaltigen Niederschläge fast vegetationsfreien Caldera (Vulkankessel). Daher lebt die Bevölkerung hauptsächlich an den fruchtbaren Küsten im Norden, Südosten und Südwesten. Untereinander haben diese Regionen nur wenig Kontakt.

Mindestens drei unterschiedliche Sprachen identifizierten die Forscher alleine im abgeschiedenen Südwesten der Insel. Eine davon ist Daakaka, das von weniger als 1.000 der insgesamt rund 3.000 hier lebenden Menschen gesprochen wird. Die Sprachen Südwest-Ambryms sind besonders gefährdet: Die aktiven Vulkane und der saure Regen drohen die Bevölkerung zu vertreiben. Und seit das Mobiltelefon die Insel erreicht hat, setzt sich Bislama, die auf dem Englischen basierende Verkehrssprache Vanuatus, immer stärker durch und verdrängt die lokalen Sprachen.

Daakaka bewahren

Soraya Hosni und ihre Kollegen wollen die Verwendung der Sprachen in vielfältiger Weise dokumentieren. Mit Mikrofon und Kamera nehmen die Forscher zum Beispiel Geschichtenerzähler auf, dokumentieren Sandzeichnungen, Lieder und Spiele oder Gerichtsverhandlungen und enträtseln die Begrifflichkeiten des komplexen Verwandtschaftssystems. Mit Hilfe der Einheimischen werden die Aufzeichnungen sorgfältig übersetzt und analysiert. Mit diesem Material wollen die Wissenschaftler später mehrsprachige, möglichst umfassende Wörterbücher und kleinere Schulbücher in den bedrohten Sprachen produzieren, die sie den Einheimischen zur Verfügung stellen.

Die Zahl der Sprachen nimmt seit Jahrtausenden mit rapide zunehmender Geschwindigkeit ab. Um das Jahr 10.000 v. Chr. gab es rund 20.000 Sprachen, im 15. Jahrhundert n. Chr. waren es rund 7.500, heute sind es ca. 6.000. Es gibt Wissenschaftler, die davon ausgehen, dass um das Jahr 2200 herum nur noch hundert verschiedene Sprachen existieren werden.

Das “Videotagebuch der Wissenschaft” zur Erfassung der aussterbenden Sprache Daakaka können Sie unter anderem auf der Website sciencemovies.de und bei stern.de aufrufen.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Stern, 2012-01-29.]

Hundenamen im Wandel der Zeiten: Benny und Sammy statt Bello und Hasso

HundNicht nur bei der Benennung seiner Kinder, sondern auch bei der Auswahl von Namen für sein liebstes Haustier, den Hund, neigt der Deutsche zu pseudokosmopolitischem Imponiergehabe. So lassen sich die Ergebnisse einer Magisterarbeit interpretieren, die Eva Schaab an der Universität Mainz im Fach Onomastik (Namenskunde) vorgelegt hat. Die Studentin hat Listen mit Hundenamen aus den Jahren 1907 und 1916 ausgewertet und zusätzlich 1.000 heutige Hundebesitzer nach den Namen ihrer Lieblinge gefragt.

Demnach heißen die Vierbeiner schon lange nicht mehr Bello, Waldi, Fifi, Hasso, Nero oder Rex. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind die beliebtesten Namen für Rüden Ben/Benny und Sam/Sammy. Ebenfalls häufig sind Blacky oder Max (Englisch ausgesprochen). Hundedamen werden gerne Gina genannt, Scarletta oder Celine. Oft müssen Markennamen ausländischer Alkoholika wie Brandy, Asti oder Calvados als Namenspaten herhalten, gelegentlich auch Städte der anglo-amerikanischen Leitkultur wie Boston oder Sydney.

Einen ausführlichen Artikel zu den Forschungsergebnissen können Sie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung lesen.

[Text: Richard Schneider. Quelle: FAZ, 2012-01-12. Bild: Fotolia, Eric Isselée.]

“Urkunden übersetzen” in Hamburg - Bereits großes Interesse an den 1. JurANT

ADÜ NordUnter dem Thema »Urkunden übersetzen« organisiert der ADÜ Nord am Freitag und Samstag, 13./14. April 2012, eine umfassende Weiterbildungsveranstaltung speziell für Übersetzer juristischer Dokumente: die »1. Juristischen ADÜ-Nord-Tage«.

Mit dieser zweitägigen Veranstaltung bieten wir Kolleginnen und Kollegen – ob Verbandsmitglied oder nicht – die Möglichkeit, sich im Bereich des Übersetzens von Urkunden weiterzubilden und dabei eigene Schwerpunkte zu setzen. In drei Plenarvorträgen und 15 Workshops beantworten Juristen und erfahrene Kollegen Fragen aus der Praxis, geben Hilfestellungen und nützliche Tipps bei der Übersetzung von juristischen Dokumenten.

Neben allgemeinen Fragen (Richtlinien für Urkundenübersetzung, Beglaubigung und Apostille, Word als Hilfsmittel bei der Gestaltung) wird eine Vielzahl von juristischen Bereichen (von Ausbildungsunterlagen über Erbrecht und Gesellschaftsrecht bis zum Straf- und Zivilrecht) in verschiedenen Sprachgruppen (Englisch, Französisch, Spanisch,
Italienisch, Russisch, Polnisch und Türkisch) behandelt.

Die Teilnehmer können ihre Schwerpunkte nach eigenem Interesse und Bedarf setzen: Aus je fünf vierstündigen Workshops wählen sie bei der Anmeldung drei aus. Bei großem Interesse und auf Nachfrage werden weitere Gruppen eingerichtet.

Die Tagung im Überblick

  • 13. bis 14. April 2012 im NH Hotel Hamburg-Altona
  • Plenarvorträge zu allgemeinen rechtlichen Themen
  • 3 x 5 sprachübergreifende und sprachbezogene Workshops
  • Kompetente Referenten: Juristen und Übersetzer mit langjähriger Berufserfahrung
  • Intensive Arbeit in kleinen Gruppen
  • Zusammenstellung der Workshops individuell nach Fachthemen und Arbeitssprachen

Ausführliche Informationen und das Anmeldeformular für die 1. Juristischen ADÜ-Nord-Tage 2012 in Hamburg im
Internet unter www.adue-nord.de > Konferenz 1. JurANT 2012.

ADÜ Nord
Der ADÜ Nord ist der etablierte Berufsverband für Dolmetscher und Übersetzer mit Schwerpunkt in Norddeutschland. In den Reihen unserer mehr als 350 hochqualifizierten Mitglieder sind über 50 Arbeitssprachen und zahlreiche fachliche Spezialisierungen vertreten.

[Text: Georgia Mais. Quelle: Pressemitteilung ADÜ Nord, 2012-01-18. Bild: ADÜ Nord.]

Podiumsdiskussion der Wirtschaftskammer Wien: Sprachdienstleister und ihre Auftraggeber

Wirtschaftskammer Wien

Extrem vielfältig kann das Ergebnis von Übersetzung sein, diagnostizierte eine hochkarätige Expertenrunde aus dem öffentlichen Bereich und der Privatwirtschaft anlässlich einer Podiumsdiskussion, zu der Mag. Sabine Kern, Vorsitzende der Sprachdienstleister Wiens, im Rahmen der Informationsveranstaltung „Die Sprache als Schlüssel zur Welt. Was sollten Auftragnehmer bei ihrem potenziellen Kunden beachten, um einen Auftrag zu erhalten?“ eingeladen hat. Übereinstimmend wurde betont, dass bei Übersetzungen in Fachgebieten vorherrschende Termini oder Standards stets eingehalten werden müssen, während bei touristischen oder werblichen Themen mehrheitlich Gefühle oder Stimmungen im Vordergrund stehen.

Im Bereich der Sprachdienstleister und Dolmetscher ist der Mitbewerb enorm. Die Berufsgruppe Sprachdienstleister der Wirtschaftskammer Wien (WKW) zählt 550 aktive Mitglieder, allein auf der Website für Wien sind 155 Sprachdienstleister registriert. Viele davon sind Einzelpersonen, sogenannte EPUs, die von zuhause aus Übersetzungen durchführen – mehrheitlich als Einzelunternehmer oder als freier Mitarbeiter von Übersetzungsagenturen. „Die Anforderungen an Übersetzer und Dolmetscher sind äußerst vielfältig. Das Berufsbild hat sich stark gewandelt. Zwischen Studium und Berufswelt liegen Welten, da Kundenanforderungen mit dem idealistischen Bild schöne Texte zu übersetzen oft weit auseinander liegen“, betont Mag. Sabine Kern, Vorsitzende des Berufsgruppenausschusses Sprachdienstleister in der WKW.

Erfolg durch richtige Kommunikation

In der Werbung dominiert bei den Übersetzungen Englisch, immer stärker herrscht aber Denglisch vor, kommentierte Ralf Kober, Geschäftsführer von Springer & Jacoby, und betont: „Erfolg ist auch eine Frage der richtigen Kommunikation. Das macht eine gute Übersetzung für uns so wichtig. Denn die Übertragung in eine andere Sprache kann den Sinn oft verzerren.“ Werbliche Aussagen werden mehrheitlich dahingehend übersetzt, dass sie Gefühle oder bestimmte Stimmungen vermitteln. Dies entspricht auch der Intension der Tourismusbranche, bestätigt Margit Turac, Leiterin des Übersetzungsmanagements von der Österreich Werbung und bekräftigt: „Es ist für uns eine große Herausforderung, für unterschiedliche Länder ein und denselben Slogan derart zu kommunizieren, dass er unsere Zielgruppen gut anspricht und auch das Gefühl, welches wir vermitteln wollen, optimal transportiert wird.“

Weitaus einfacher und standardisierter muss Mag. Anne Ortner, Leiterin der internen Übersetzungsabteilung der Knapp AG, die Übersetzungen handhaben. Sie vertritt die technische Branche, in der das jeweilige Fachwissen notwendig ist. Deshalb ist es aus ihrer Sicht wichtig, dass die Kommunikation zwischen Unternehmen und Übersetzer stets am selben Level ist und ein kontinuierlich aufgebautes Fachvokabular vorherrscht.

Sprachstile, Sprachblüten, Fachwissen – Salzburger Nockerl sind keine Germteigfladen

Generell gilt: Übersetzer müssen zwischen den Zeilen lesen können. Sie müssen sich meist nicht nur einen bestimmten Sprachstil aneignen, sondern sich vor allem dem Stil des jeweiligen Kunden anpassen. Für die Tourismusbranche sollten sich Übersetzer auch mit dem jeweiligen Land oder der Region auseinander setzen. Zuweilen auch mit der Kultur vertraut sein, damit Salzburger Nockerl nicht fälschlich mit Germteigfladen gleichgesetzt werden. Für Spezialbereiche müssen Übersetzer und Dolmetscher zu Wissensmanagern mutieren. Diese Tatsache erschwert vielen EPUs auch die Möglichkeit, außerhalb ihrer angestammten Themenbereiche rasch fremde Bereiche zu bearbeiten, wenn Spezialwissen fehlt und diese von Kundenseite nicht vermittelt werden.

Die Konkurrenz unter den Sprachdienstleistern ist groß und der Erhalt von Aufträgen ist immer härter umkämpft. Für Aufträge ab 100.000 Euro ist eine Ausschreibung Pflicht. Bindeglied zwischen Anbieter und Auftraggeber ist die Bundesbeschaffung.  Mag. Anton Steinringer, Leiter der Bereiche Marketing und Vertrieb bei der Bundesbeschaffung, informiert über das Angebot von Bieterseminaren, die zur Vorbereitung von Ausschreibungen dienen und bestätigt, dass viele Ausschreibungen von der Größenordnung die Kapazität eines Einzelunternehmers voraussichtlich übersteigen könnte, Bietergemeinschaften oder Arbeitsgruppen aber gängig sind.

Fachgruppe Wien der gewerblichen Dienstleister – Berufsgruppe Sprachdienstleister
Die Fachgruppe der gewerblichen Dienstleister ist die gesetzliche Interessenvertretung der rund 700 gewerblichen Übersetzer und Übersetzungsbüros in Wien. Ziel der Berufsgruppe Sprachdienstleister unter Vorsitz von Mag. Sabine Kern ist die Professionalisierung des Berufsstandes. Innerhalb Österreichs umfasst dies die Förderung des Qualitätsbewusstseins und des Nachwuchses, die Durchführung von Aus-, Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen, Networking und die Etablierung von Kooperationstools sowie die Bewusstseinsbildung für die zunehmende Relevanz internationaler und interkulturellen Verständigung. Auf internationaler Ebene zählen die Förderung des Erfahrungsaustauschs mit Übersetzer- und Dolmetscherverbänden in anderen Ländern sowie  der internationalen Zusammenarbeit mit Ausbildungsstätten für Übersetzer und Dolmetscher zu den Zielen der Berufsgruppe. Auf der Homepage der Berufsgruppe sind 155 Sprachdienstleister mit verschiedenen Suchkriterien aufgelistet.

http://wko.at/wien/uebersetzungsbueros

[Text: Dr. Sabine Unterweger. Quelle: Presseinformation der Wirtschaftskammer Wien, Berufsgruppe Sprachdienstleister, 2012-01-26. Bild: Wirtschaftskammer Wien. Von links nach rechts: Margit Turac, Ralf Kober, Anne Ortner, Anton Steinringer, Sabine Kern.]

Co-Working - Das Patentrezept gegen die Vereinsamung des Freiberuflers?

Übersetzer sind kommunikativ und - gemessen am Nachrichtenaufkommen diverser Online-Foren - geradezu geschwätzig, zumindest im Vergleich zu anderen Berufsgruppen wie etwa den technischen Redakteuren. Trotzdem arbeiten die meisten Übersetzer als Freiberufler einsam und allein im stillen Kämmerlein. Allerdings gegen ihren Willen, denn es gibt einfach nicht genügend Angestelltenstellen für Übersetzer, auch wenn deren Zahl seit einigen Jahren wieder zunimmt.

Was sollen diejenigen tun, die gerne Menschen um sich herum haben, mit denen sie zumindest in den Arbeitspausen mal ein Schwätzchen halten können? In Cafés mit W-LAN-Anschluss arbeiten? In Uni-Bibliotheken in die Tasten hauen? Bürogemeinschaften gründen? Oder die neuartigen Co-Working-Angebote nutzen, bei denen man sich tageweise einen Schreibtisch in einem Großraumbüro mieten kann?

Eine Spiegel-Journalistin hat verschiedene Möglichkeiten in Berlin ausprobiert, unter anderem dockboerse.com, coworking.de, betahaus.de und www.co-up.de. Ihren Bericht mit der Überschrift “Heimatlose Freischaffende - Wo soll ich bloß arbeiten?” können Sie unter spiegel.de aufrufen.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Spiegel.de, 2012-01-17.]

technische kommunikation 1/2012 mit Schwerpunkt Kundenaquise

technische kommunikationIm Mittelpunkt von Ausgabe 1/2012 der Fachzeitschrift technische kommunikation steht das Thema Kundenakquise. Gerade am Jahresanfang setzen sich viele Unternehmen damit auseinander. Welche Strategie verspricht eine erfolgreiche Kundengewinnung? Wie führt die so genannte Kaltakquise zum Ziel? Darüber hinaus beschäftigt sich die Ausgabe mit der Gestaltung von Anleitungen mit Hilfe von CAD-Daten, Online-Hilfe, Redaktionssystemen und Einträgen in Diskussionforen, die von Anwendern erstellt worden sind. Was lässt sich daraus für die Technische Kommunikation ableiten?

Kundenakquise

  • Das Stärkste kommt zum Schluss
    Beim Wort Kundenakquise läuft manchem Unternehmer ein Schauer über den Rücken. Zwar ist sie für ein Unternehmen überlebenswichtig, aber niemand kümmert sich gerne darum. Christoph Palmert hat zahlreiche Tipps zusammengestellt, wie ein Akquisegespräch erfolgreich verläuft und ein realistisches Ziel erreicht wird.
  • Akquise in sozialen Medien
    Wie werden Facebook, XING oder LinkedIn richtig genutzt, um Kunden zu gewinnen?

Technische Dokumentation

Werkzeuge

Arbeitspraxis

  • Zwei Wege zur Realisierung
    CAD-Daten eignen sich nicht nur zur Konstruktion eines Produkts, sie lassen sich auch für die Technische Dokumentation weiterverarbeiten. Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen. Thomas Schwarzer erklärt zwei Wege, um aus CAD-Daten Technische Illustrationen zu erstellen.

Sprache

Online-Hilfe

  • Hilfe mit Zukunft
    Die Online-Hilfe galt zwar lange Zeit als innovativ, dennoch konnte sie sich nicht richtig durchsetzen. Wo liegen die Gründe? Und welche Kriterien muss die Hilfe von morgen erfüllen, um Nutzer zu erreichen? Sissi Closs beleuchtet Schwachpunkte und Perspektiven von Online-Hilfen.

Informationsmanagement

  • Sorgenkind Redaktionssystem?
    Viele Redaktionen erhoffen sich durch ein Redaktionssystem große Vorteile: höhere Qualität, weniger Aufwand und sinkende Kosten. Dennoch scheitern Systemeinführungen, weil Anforderungen der Benutzer zu wenig berücksichtig werden oder weil die Erwartungen an das System überzogen sind. Wie solche und weitere Hürden gemeistert werden können, das schildert Peter Ebenhoch.

Usability

  • Neue Medien, neue Sprache – neue Qualität?
    „Mit eurem Tipp konnte ich das Problem schnell lösen“, schreibt ein Softwarenutzer im Internet. Weitergeholfen hat ihm ein Forum von Gleichgesinnten. Was zeichnet ein solches Forum aus? Und lassen sich dessen Eigenheiten auf die Technische Kommunikation übertragen? Andreas Günter geht dieser Frage nach.

[Text: tekom. Quelle: tekom. Bild: tekom.]

AIIC nimmt jetzt auch Gebärdensprach-Konferenzdolmetscher auf

AIICDie Mitgliedschaft im Internationalen Verband der Konferenzdolmetscher (AIIC) steht in Zukunft auch Konferenzdolmetschern für Gebärdensprachen offen. Dies ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit und erfolgreicher Gespräche zwischen AIIC und dem Weltverband sowie dem Europäischen Forum für Gebärdensprachendolmetscher (WASLI und EFSLI).

Die AIIC vertritt weltweit ca. 3.000 Konferenzdolmetscher und unterhält ein eigenes Netzwerk für Gebärdensprachen. Die Verbände WASLI und EFSLI fördern die Berufsinteressen der Gebärdensprachendolmetscher. Alle drei Verbände setzen sich für die gleichen beruflichen Ziele ein, z. B. Berufsethik, Vertretung berufsständischer Interessen, Arbeitsbedingungen, Anerkennung des Berufs, Ausbildung und Weiterbildung.

Die Entscheidung zur Aufnahme von Gebärdensprachen-Konferenzdolmetschern fiel mit überwältigender Mehrheit auf der Generalversammlung der AIIC vom 12. bis 15. Januar 2012 in Buenos Aires. Damit haben Gebärdensprachen in der Welt der Konferenzdolmetscher den gleichen Stellenwert wie gesprochene Sprachen.

[Text: AIIC. Quelle: Pressemitteilung AIIC, 2012-01-17. Bild: AIIC.]

Stadt Straelen will Zuschuss für Europäisches Übersetzer-Kollegium streichen

Die Stadt Straelen muss sparen. Bürgermeister Jörg Langemeyer will deshalb die finanzielle Unterstützung für das in der linksrheinischen Kleinstadt ansässige Europäische Übersetzer-Kollegium (EÜK) in Höhe von jährlich 54.500 Euro in spätestens fünf Jahren auf Null zurückfahren.

Nach Angaben von EÜK-Geschäftsführerin Karin Heinz macht der städtische Zuschuss rund 15 Prozent des EÜK-Etats aus. Sie kenne den Kürzungsvorschlag, wolle diesen aber nicht kommentieren, solange die Verhandlungen liefen. Gegenüber der Rheinischen Post wies Heinz darauf hin, dass das EÜK eine Einrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen sei und das Land für sein Engagement auch einen Beitrag der Stadt erwarte.

www.euk-straelen.de

Mehr zum Europäischen Übersetzer-Kollegium auf uepo.de
2010-08-26: EÜK Straelen: Juli Zeh trifft ihre Übersetzer
2099-05-03: Straelen: Ingo Schulze trifft 19 Übersetzer
2008-02-02: „Optimale Arbeitsbedingungen und Ruhe“ – Das Europäische Übersetzer-Kollegium Straelen wird 30
2005-06-01: „Bewohnbare Bibliothek“ –  taz berichtet über Europäisches Übersetzerkollegium in Straelen
2003-02-28: „Ein Paradies für Übersetzer. Weltweit.“ – Das Europäische Übersetzer-Kollegium in Straelen

[Text: Richard Schneider. Quelle: Rheinische Post, 2011-01-14.]

Technische Dokumentation: Modularisierung mit System(en)

Modulare Dokumentation bringt Vorteile: “Einmal geschrieben, mehrmals verwendet” reduziert nicht nur den Aufwand (Zeit und Kosten), sondern erhöht auch die Sicherheit der Prozesse und die Qualität der Inhalte. Änderungen erfolgen nur einmal an einer zentralen Stelle und nicht mehrmals in vielen Bedienungsanleitungen.

Obwohl bei Redakteuren und Verantwortlichen weitgehend Konsens über den Nutzen einer Modularisierung herrscht, lässt die Umsetzung oft auf sich warten. Das ist kein Wunder, denn diese Umsetzung bedeutet zuerst einmal Aufwand, bis man vom Ergebnis profitiert.

Wie groß soll ein Modul sein? In der Praxis findet man eine große Bandbreite von Modulgrößen: vom einzelnen Kapitel bis zum kleinsten Textabschnitt. Je kleiner das Modul, desto größer der Verwaltungsaufwand. Ein Modul zu erstellen, ist ein Verwaltungsakt. Dieses Modul muss eine Bezeichnung erhalten. Weitere Informationen wie Status, Version, Attribut werden mit eingepflegt. Bei der Wiederverwendung des Moduls steigt tendenziell der Aufwand im umgekehrten Verhältnis zur Modulgröße. Empfehlenswert sind daher Einheiten, die größer als eine Seite (z. B. ab Überschriftsebene 2 oder 3) sind.

Aber Modul ist nicht immer gleich Modul, denn es geht um unterschiedliche Informationstypen und -zwecke, was wiederum die Granularität und den Inhalt der Module beeinflusst. Es gibt zum einen weitgehend produktübergreifende Module mit allgemeinen Informationen, die relativ groß sein können (ein ganzes Kapitel). Beispiele hierfür sind allgemeine Sicherheitshinweise, Hinweise zum Transport oder zur Entsorgung oder in einem Softwarehandbuch ein Abschnitt über die Schreibkonventionen. Auf der anderen Seite gibt es Module, die eine bestimmte Funktion oder eine konkrete Handlung beschreiben. Diese Module sind oft etwas kleiner.

Hat man ein Konzept über die Größe der Module festgelegt, dann muss man noch diese Module erstellen. Aus vorhandenem Material lassen sich wiederverwendbare Teile identifizieren und vereinheitlichen. Komponenten von Maschinenfamilien, Fahrzeugen, Anlagen, Softwareprodukten werden selten komplett neu entwickelt. Auch in der Fertigung gibt es modulare Entwicklungskonzepte. Diese Tatsache kann sich der Redakteur zunutze machen. Aus vorhandenen Dokumentationen kann er folgende Modultypen generieren:

  • Einmalige Module, die nur für eine Anlage gelten.
  • Module allgemeiner Natur wie Sicherheitshinweise, die in allen Dokumentationen eingesetzt werden.
  • Module, die potenziell in mehreren Dokumenten wiederverwendbar sind.

In der letzten Gruppe steckt das größte Potenzial. Die Herausforderung besteht nun darin, aus den vielen unterschiedlichen Formulierungen universell einsetzbare Module zu erstellen. Im Grunde haben wir hier folgende Situationen:

  1. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Varianten sind relativ gering. Sie sind zum Teil rein sprachlich (unterschiedlicher Stil und Terminologie). In solchen Fällen ist die Vereinheitlichung der Versionen zu einem einzigen Modul relativ einfach zu bewältigen.
  2. Es gibt deutliche Informationsunterschiede, obwohl die Funktion oder die Komponente verwandte Aufgaben erfüllen soll. Diese Unterschiede können sein: andere Bezeichnungen oder Maße, zusätzliche Funktionen oder Leistungen bei einer Produktvariante, besondere Bedienhinweise von Fall zu Fall, andere Abbildungen. Hier hat man grundsätzlich die Option, a) entweder zwei Module zu produzieren, wenn die Unterschiede nicht überbrückbar sind, b) mit bedingtem Text zu arbeiten (wenn die eingesetzten Werkzeuge dies unterstützen) oder c) die Varianten klar als Alternative im Modul darzustellen: “Wenn Sie die Maschine ABC123 haben, dann Handlung 1, wenn Sie die Maschine ABC456 haben, dann Handlung 2.”

Zwangsläufig geht das Thema Standardisierung mit dem Thema Modularisierung einher. Wir würden hiermit den Rahmen dieses Artikels sprengen, aber das bedeutet:

  • Es gibt eine standardisierte Terminologie, die alle an der Dokumentation Beteiligten verwenden. In dieser Terminologie werden auch verbotene Benennungen erfasst.
  • Es gibt einen Style Guide mit Anweisungen über Satzlänge, Anzahl der Nebensätze, Formulierung von Befehlen usw. Es gibt zusätzlich Qualitätssicherungsmaßnahmen, um zu gewährleisten, dass unterschiedliche Autoren einheitliche Dokumente produzieren.
  • Es gibt standardisierte Layoutvorlagen.
  • Es gibt einen standardisierten Informationsaufbau, z. B. über die Art und Weise wie Handlungsanweisungen formuliert sind.

Wie soll ein modulares System aussehen? Je nach Investitionsbereitschaft, Beschaffenheit der Dokumentation und Prozessen gibt es unterschiedliche Ansätze. Eine schlichte Lösung besteht in der Verwaltung von Mikro-dokumenten, die einzeln zusammengelegt sind. Zur Ablage und Benennung der Mikrodokumente (ein Dokument = 1 Modul) dient eine Nomenklatur, die Produkte und deren Einsatz widerspiegelt. Größer ausgelegte Lösungen basieren auf Redaktionssystemen, für die es wiederum eine große Bandbreite von Varianten gibt [1] .

Wenn das Konzept einmal steht, ist die Umsetzung die größte Hürde. Bei mangelnden internen Ressourcen kann man immer einen externen Dienstleister mit der Migration der Dokumentation bzw. mit Teilaufgaben beauftragen, was aber nicht ganz ohne interne Ressourcen für die Betreuung geht. Zu empfehlen ist ein Start mit einem überschaubaren und nicht zeitkritischen Pilotprojekt, um zuerst Erfahrungen zu sammeln und das Konzept zu verfeinern.

[1] “Effizientes Informationsmanagement durch spezielle Content-Management-Systeme”, CMS-Studie (2. Auflage), tekom 2008, Prof. Wolfgang Ziegler, Daniela Straub

[D.O.G. Dokumentation ohne Grenzen GmbH. Quelle: D.O.G. news 4/2011, Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung von Dr. François Massion.]

Ein Bild für jedes Wort: Das große Bildwörterbuch von PONS in fünf Sprachen

Das große BildwörterbuchAlltags- und Fachbegriffe in den fünf wichtigsten europäischen Sprachen lernen oder einfach mal schmökern? Gezielt nachschlagen und Wissen erweitern oder detaillierte Bilder anschauen? Im PONS-Verlag ist das große Bildwörterbuch Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch neu bearbeitet erschienen.

Wie heißen Rentiere auf Spanisch? Wie bezeichnet man die einzelnen Teile einer Spiegelreflexkamera oder die verschiedenen Sinnesorgane des Menschen in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch? Wie sieht eine Kopfhöreranschlussbuchse aus und wo genau findet man eine Rollladenschwimmbeckenabdeckung? Was ist die italienische Übersetzung für Sternfrucht, die französische für Tanne und die englische für Skipiste?

Sprachinteressierte und kleine Forscher, Übersetzer und Schüler finden im großen Bildwörterbuch von PONS für jedes Bild ein Wort und für jeden der insgesamt 200.000 Begriffe ein Bild. In 18 thematisch sortierten Kapiteln von Astronomie und Erde über Mensch und Tierreich bis zu Gesellschaft, Sport und Spiele sowie in vielen Unterkapiteln werden rund 40.000 Detailübersetzungen in jeder der fünf Sprachen illustriert. Das große Bildwörterbuch präsentiert sich für die bessere Lesbarkeit in größerem Format und neuem Layout. Das neue farbige Register im Wortschatz, das die einzelnen Themen kennzeichnet und begleitet, und das alphabetische fünfsprachige Register über alle Begriffe im Anhang erleichtern das gezielte Suchen.

Jean-Claude Corbeil, Ariane Archambault: Das große Bildwörterbuch Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch. Über 200.000 Begriffe, pro Sprache rund 40.000 Begriffe. Format: 24,8 x 19,4 cm, 1.272 Seiten, vierfarbig, Hardcover. 49,99 Euro, ISBN 978-3-12-517876-2.

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www.pons.de (Verlags-Website)
www.pons.eu (Sprachenportal mit Online-Wörterbüchern)
http://trainer.pons.eu (Vokabeltrainer)

[Text: Corinna Minten. Quelle: Pressemitteilung PONS, 2012-01-11. Bild: PONS.]