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Archive für Juli 2010

Translation Memories unter der Lupe

Im letzten Quartal hatte D.O.G. den D.O.G.news-Lesern eine kostenlose Auswertung ihrer Translation Memories angeboten. Viele Unternehmen haben sich an dieser Aktion beteiligt und uns ihre Translation Memories unterschiedlicher Größen von einigen Tausend bis zu 440.000 Segmenten zugeschickt. Aufgrund der großen Menge an Veranschaulichungsmaterial war diese Aktion sehr interessant. Sie machte auf Probleme und Möglichkeiten aufmerksam, die sicherlich auch auf eine große Mehrheit von Firmen oder Übersetzungsdienstleistern übertragen werden können. Die gewonnenen Erkenntnisse betreffen sowohl die technische als auch die sprachliche Qualität der Daten.

Translation Memories speichern alle Übersetzungen, die Übersetzer während ihrer Arbeit erzeugen. Diese Übersetzungen sind in der Regel segmentweise (ein Segment ist meistens ein Satz) in der Ausgangs- und Zielsprache gespeichert. Dazu kommen noch verschiedene Informationen und Attribute für die Verwaltung der Datensätze. Für die Dokumentations- und Übersetzungsbranche sind Translation Memories unverzichtbar, um Dokumentationen in mehreren Sprachen “industriell” zu produzieren.

Die ersten Erkenntnisse unserer Aktion betreffen die Struktur der Daten. Zusätzlich zu den bilingualen Segmenten und den üblichen Verwaltungsdaten wie Erfasser und Erfassungsdatum sind weitere Informationen möglich und oft sinnvoll. Nicht alle Benutzer von Translation Memories machen davon Gebrauch bzw. ziehen aus der Analyse dieser Daten Rückschlüsse für ihre Arbeitspraxis.

Welche Informationen lassen sich beispielsweise aus dem Änderungsattribut gewinnen? Abgesehen vom nachträglichen Bereinigen von übersetzten Dokumenten in einem Memory erhalten Segmente ein solches Attribut, wenn der Übersetzer vorgeschlagene Übersetzungen ändert. Wenn der Anteil der geänderten Sätze am Memory größer als 3-4% ist, dann kann dies ein Zeichen für ein Optimierungspotential sein, denn Matches sollte man im Regelfall nicht überarbeiten. Die Ursachen hierfür können sehr unterschiedlich sein: Häufiger Lieferantenwechsel, mangelhafte Memories, häufige Terminologieanpassungen…

Ein weiteres Attribut bildet der Verwendungszähler. Er zählt, wie oft ein Segment aus dem Translation Memory eingesetzt wird. Daraus entsteht eine nützliche Statistik für Übersetzer aber auch für Autoren. Bei der Pflege der Memories kann man sich in erster Linie auf regelmäßig verwendete Sätze konzentrieren. Je nach Publikationstyp und Thema ist es interessant sich zu fragen, warum Übersetzer manche Sätze nicht wiederverwenden. Liegt hier eventuell ein Optimierungspotential brach? Etwa weil es viele Formulierungsvarianten gibt oder weil die Sätze zu lang sind? In der technischen Dokumentation ist es ja das Ziel, eine möglichst hohe Wiederverwendungsrate zu erreichen.

Besonders bei umfangreichen Translation Memories sind weitere Attribute über die Herkunft und über den Einsatzbereich der Segmente sinnvoll. Hiermit kann man Aktionen wie beispielsweise die Aktualisierung von Terminologie auf bestimmte Segmentmengen einschränken und diese damit besser und schneller umsetzen. Weitere Attribute wie eine Projektnummer helfen, bei Rückfragen die genaue Herkunft einer Übersetzung festzustellen.

Schließlich darf ein Attribut wie “Status” nicht fehlen. Ein solches Attribut kann an einen Qualitätsworkflow gebunden sein und festhalten, welches Stadium der Qualitätssicherung die Übersetzung erreicht hat.

Aus sprachlicher Sicht lieferten die analysierten Memories interessante Informationen. Sie wiesen leichte bis schwerwiegende Fehler auf. Zum einen kamen durch die Übersetzung Probleme in den Ausgangstexten zum Vorschein: Ausgangssätze waren nicht immer einheitlich formuliert und kleinere Unterschiede im Satzbau, etwa bei der Interpunktion oder bei der Terminologie führten dazu, dass dieselbe Aussage in verschiedenen Varianten gespeichert war. Neben dem reinen Kostenfaktor (ein überflüssiger Satz in 20-30 Sprachen kostet Geld) muss man dabei auch das Risiko unterschiedlicher bzw. falscher Übersetzungen für solche Satzvarianten bedenken.

Ferner enthielten Memories Ausgangssätze, die aufgrund von Absatzmarken o. ä. falsch segmentiert waren und denen dadurch eine unpassende Übersetzung zugewiesen wurde. Näheres zum übersetzungsgerechten Schreiben ist in der D.O.G.news-Ausgabe 02/2010 nachzulesen.

Auch die Übersetzungen wiesen vergleichbare Schwächen auf. Häufig verwendete Begriffe wurden immer wieder unterschiedlich übersetzt. Das liegt daran, dass zum einen Translation Memories nicht an einem einzigen Tag entstehen, sondern vielmehr über Jahre und durch die Arbeit mehrerer Übersetzer. Ohne Terminologiepolitik ist es dann nicht verwunderlich, dass ein Begriff mehrere Übersetzungen erhält.

Neben Inkonsistenzen in den Formulierungen haben sich auch echte zum Teil gravierende Fehler in den analysierten Memories eingeschlichen. Dabei gab es nicht selten Zahlenfehler und auch richtige inhaltliche Fehler (wie z. B. “links” statt “rechts”), die bei der Bedienung eines Geräts, einer Maschine oder einer Software folgenschwere Fehler verursachen können. Solche Falschübersetzungen findet man immer wieder, wenn ein Übersetzer einen Vorschlag aus dem Translation Memory (ein sog. “Fuzzy-Match”) zu schnell oder ungeprüft übernimmt. Wenn der Übersetzer einmal die fehlerhafte Übersetzung als korrekt bestätigt, pflanzen sich solche Fehler unbemerkt fort.

Die Bewertungsaktion hat die Notwendigkeit einer regelmäßigen Pflege von Translation Memories bestätigt. Vermeintliche Kostenvorteile durch “günstige” Übersetzer sind spätestens bei der Reparatur von Translation Memories relativiert. Wer nicht auf einer tickenden Zeitbombe sitzen will, braucht ein Qualitätssicherungskonzept für Memories. Es soll folgende Fragen beantworten: Wer ist für die Qualität der Translation Memories zuständig, was wird geprüft, welche Methoden und Werkzeuge (z. B. ErrorSpy) werden bei der Qualitätssicherung eingesetzt?

[Text: D.O.G. GmbH. Quelle: D.O.G. news 3/2010, mit freundlicher Genehmigung von Dr. François Massion.]

Ein Buch muss so schmecken wie das Original

Ulrike Seeberger ist “Übersetzerin aus Leidenschaft”. Was sie an dem Beruf so mag? Man lernt nie aus. Was sie an dem Beruf nicht mag? Die schlechte Bezahlung. Und das zu Recht.  Pro Buchseite einer literarischen Übersetzung bekommt man etwa 16 Euro. Zum Vergleich: Für die Übersetzung einer Seite Fachtext wird mindestens das Doppelte bezahlt. Doch ihr macht die Arbeit Spaß. Und das ist ja das Wichtigste. Alastair Gray, der Autor des Buches, das sie gerade übersetzt, gab ihr einen guten Rat: “Das Buch muss so ähnlich schmecken wie das Original.”

Das vollständige Interview können Sie auf der Website der Hilpoltsteiner Zeitung lesen.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: Hilpoltsteiner Zeitung, 29.07.2010.]

Migranten hadern mit deutschem Gesundheitssystem

Ein Allgemeinmediziner mit türkischen Wurzeln hat in Berlin-Kreuzberg eine Praxis und beschreibt folgendes Phänomen: „Deutsche fragen: ‚Was habe ich?’, Türken fragen hingegen: ‚Warum habe ich das?’“ Aufgrund dieser Mentalitätsunterschiede kommt es nicht selten zu Problemen. „Wenn der türkische Patient keine befriedigende Antwort auf seine Warum-Frage erhält, verliert er das Vertrauen in den Arzt.“ Dann geht er zum nächsten Arzt und holt sich dessen Meinung ein. Balimuhac nennt das „Doktor-Hopping“, bei dem die Migranten meist nicht zu selten, sondern vielmehr zu oft eine Praxis aufsuchen.

Der  Mediziner sagt außerdem: „Migranten haben im Alltag fast doppelt so viele Unfallverletzungen wie Deutsche.“ Das ist natürlich hauptsächlich auf die fehlenden Deutschkenntnisse und somit darauf zurückzuführen, dass sie nicht richtig an den Maschinen eingewiesen werden (können).
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie diese Missverständnisse und Unfälle vermieden werden können. Die Antwort liegt in Dolmetscherdiensten. Der Gemeindedolmetschdienst Berlin (GDD) beispielsweise verfügt über 115 Dolmetscher, die 47 Sprachen abdecken.                      

Wenn Patienten wegen der Sprachbarrieren ihre Beschwerden nicht klar ausdrücken können und somit unnötiger diagnostischer Aufwand entsteht oder wenn sie Medikamente nicht richtig einnehmen, da sie den Beipackzettel nicht verstehen, kommt der medizinisch-soziale Dolmetscherdienst zum Einsatz. Dieser kann die Kosten erheblich senken und vor allem ermöglicht er eine korrekte medizinische Behandlung der Patienten.

In der Welt ist unter der Überschrift „Migranten hadern mit dem deutschen Gesundheitssystem“ ein ausführlicher Artikel zu diesem Thema erschienen. Dieser unterstreicht die Wichtigkeit der sprachlichen Kenntnisse auf der einen Seite und die der Arbeit der Sprachmittler auf der anderen Seite.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: Die Welt, 28.07.2010.]

START-AWARD Niedersachsen 2010 geht an ProLinguo

Anna Kaleta

Bei der Auftaktveranstaltung zur START-Messe in Hannover wurde Anna Kaleta (Bild), Gründerin und Geschäftsführerin des Übersetzungsbüros ProLinguo GmbH, als eine von drei Unternehmern mit dem „START-AWARD Niedersachsen 2010“ in der Kategorie „Erfolgreiche UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund“ ausgezeichnet. Sie belegte den zweiten Platz.

Überreicht wurde die Auszeichnung und ein Scheck in Höhe von 1.000 Euro von Jörg Gusmag, Bereichsleiter gewerbliche Kunden der Sparkasse Hannover. „Ich bin stolz und überglücklich über die Auszeichnung. Sie bestätigt meine Mitarbeiter und mich darin, dass wir auf dem richtigen Weg waren und sind“, sagte Anna Kaleta im Anschluss an die Veranstaltung. „Wir haben mit unserer Arbeit von Anfang an auf Gewissenhaftigkeit und Qualität gesetzt und so früh das Vertrauen unserer Kunden gewinnen können. Der Weg war nicht immer leicht, aber heute wissen wir, dass er sich gelohnt hat“, fügte sie hinzu. In seiner Laudatio lobte Jörg Gusmag das unternehmerische Engagement der gebürtigen Polin, das gleichzeitig ein wichtiger Treiber interkultureller Entwicklungen in der Gesellschaft ist.

Der START-AWARD ist der Unternehmenspreis der START-Messereihe, die außer in Niedersachsen auch in Bayern und Nordrhein-Westfahlen stattfindet. Ausgezeichnet werden Unternehmen, die sich mit Mut, Ideenreichtum und Innovationskraft im Wettbewerb behauptet haben und dabei besonders erfolgreich sind. Schirmherrin der Veranstaltung ist die Integrationsbeauftragte des Landes Niedersachsen, Honey Deihimi.

ProLinguo wurde 2005 von Anna Kaleta als Einzelunternehmen gegründet. Seitdem ist das Unternehmen stetig gewachsen und wurde Ende 2007 in eine GmbH umgewandelt. Heute arbeitet ProLinguo mit über 100 Mitarbeitern in aller Welt zusammen, wobei das Projektmanagement von festangestellten Mitarbeitern am Firmensitz in Hannover ausgeübt wird. Frau Kaleta zählt zu den Migranten, die hierzulande erfolgreiche Unternehmen gründen und viele Jobs schaffen. „Lieber selbstständig als arbeitslos“ ist deren Motto. Laut dem Migrationsbericht der Bundesregierung stieg die Zahl der Unternehmens-Neugründungen durch Ausländer von 2003 bis 2008 von rund 76. 000 auf etwa 131. 000 pro Jahr. Die langen vier Jahre ohne Urlaub haben sich für Anna Kaleta gelohnt: In diesem Jahr wurde ProLinguo schließlich mit dem Unternehmenspreis Start-Award Niedersachsen ausgezeichnet.

[Text: ProLinguo GmbH. Quelle: Pressemitteilung ProLinguo GmbH, 10.06.2010; start-messe.de; franchise-net.de 08.06.2010; Nordwest Zeitung. Bild: asfc gmbh/agentur marks.]

Expolingua Berlin 2010 - 23. Internationale Messe für Sprachen und Kulturen

expolinguaRund fünfzig Sprachen können Besucher der Expolingua Berlin vom 19. bis 21. November kennen lernen. Auf Deutschlands einziger internationaler Messe für Sprachen und Kulturen stellen in diesem Jahr 200 Aussteller aus 30 Ländern ihre Angebote zum Fremdsprachenlernen und -lehren vor. Neben Weltsprachen wie Englisch, Chinesisch und Spanisch sind auch zahlreiche exotische Sprachen wie Finnisch, Esperanto oder Bulgarisch vertreten. Veranstaltungsort ist das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin-Mitte.

Aussteller der Expolingua Berlin sind hauptsächlich Sprachschulen aus dem In- und Ausland, Sprachreiseveranstalter und Austauschorganisationen sowie Botschaften, Kulturinstitute und Verlage. Diesmal aber stellen auch u.a. der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V., Arabterm (Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH) und der Verein Deutsche Sprache e.V. aus.  Das umfangreiche Vortragsprogramm steht allen Besuchern offen. Experten informieren hier zu Sprachtests, Sprachunterricht, Lernmethoden, Austauschprogrammen, Studienmöglichkeiten sowie Fremdsprachenberufen. Zudem werden Mini-Sprachkurse angeboten. Im Kulturprogramm der Messe gibt es fremdsprachige Filme, Theater und Musik.

Die Messe richtet sich an Schüler, Studenten, Auszubildende und Berufstätige mit Interesse an sprachlicher Weiterbildung sowie Lehrer, Dozenten, Dolmetscher, Übersetzer und alle anderen Sprach- und Kulturinteressierten.

Weitere Informationen zur Expolingua Berlin gibt es im Internet unter:
www.expolingua.com

[Text: ICWE GmbH (Veranstalter). Quelle: Pressemitteilung ICWE GmbH, 08.07.2010.]

Qualitätssicherung: CLS erhält ISO-Zertifizierung

Die Schweizer CLS Communication AG erfüllt die Anforderungen der Norm ISO 9001:2008 über Qualitätsmanagementsysteme. Dies ergab die Überprüfung durch die Société Générale de Surveillance (SGS) Switzerland, die der weltweit größten Prüf- und Zertifizierungsgesellschaft SGS Group angehört.

Die Zertifizierung nach ISO 9001:2008 zeigt, wie viel Wert CLS Communication auf die Produkt- und Dienstleistungsqualität, die Kundenzufriedenheit und die ständige Verbesserung ihrer Qualitätsmanagementsysteme legt. Ein von einem Zertifizierungspartner wie der SGS erteiltes Zertifikat nach ISO 9001:2008  belegt, dass CLS Communication qualitativ erstklassige Dienstleistungen erbringt und die strengsten international anerkannten Grundsätze des Qualitätsmanagements befolgt.

Im Bericht der SGS heißt es: ”Das Qualitätsmanagementsystem von CLS Communication ist tief im Unternehmen verwurzelt und wird wirksam umgesetzt. Das System wird sowohl von der Geschäftsleitung als auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen, wodurch es höchst effektiv ist. Die Kooperation innerhalb des Unternehmens ist sehr beeindruckend (engagierte Teams, gute Zusammenarbeit und gutes Verhalten sowie gegenseitiger Respekt).”

Über CLS Communication
CLS Communication AG ist ein internationaler Sprach- und Technologiedienstleister für mehrsprachige Kommunikation in den Bereichen Bank- und Finanzwesen, Versicherungen, Telekommunikation, Life Science und Recht. Ihr Kundenstamm besteht aus rund 1000 internationalen Unternehmen. In Europa, Nordamerika und Asien arbeiten mehrere Hundert interne Sprachspezialisten für CLS Communication. Sie werden durch ein Netz von mehr als 2400 externen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der ganzen Welt unterstützt.

www.cls-communication.com

[Text: CLS. Quelle: Pressemitteilung CLS, 20.07.2010.]

“Kleine Reise in verschiedene Welten” - Transline verlängert Kooperation mit Grundschule

Wolfgang SturzKinder für die wachsende Bedeutung der Mehrsprachigkeit begeistern und ihnen spielerisch das vielfältige Berufsfeld eines Übersetzers näher bringen – unter diesem Anspruch wurde die Kooperation des Übersetzungsdienstleisters Transline mit einer Reutlinger Grundschule ins Leben gerufen. Diese Zusammenarbeit ist eines von über 200 Projekten, die im Rahmen der IHK-Initiative „Wirtschaft macht Schule“ zwischen Unternehmen und Bildungseinrichtungen auf verschiedenen Ebenen abgeschlossen wurden. „In Zeiten einer immer weiter zusammenwachsenden Welt wollen wir bereits den Jüngeren zeigen, wie wichtig ein gegenseitiges Verständnis verschiedener Länder und Kulturen ist. Die Motivation geht nur über die Sprache“, beschreibt Carmela Damato, die das Projekt auf Seite von Transline betreut. Im Jahr 2009 unterzeichneten Angelika Mehnert, Schulleiterin der Reutlinger Hohbuchschule, und der Geschäftsführer der Transline Deutschland GmbH, Dr.-Ing. Wolfgang Sturz (Bild), den Kooperationsvertrag, der erstmals die Partnerschaft eines Unternehmens mit einer Grundschule in der Region festschrieb.

Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt im vergangenen Jahr fand im Juli 2010 nun zum zweiten Mal ein Besuch der Hohbuch-Grundschüler in den Geschäftsräumen von Transline statt. An zwei verschiedenen Tagen konnten insgesamt ca. 80 Schulkinder der dritten und vierten Klassenstufe an dem aufregenden Projekt teilnehmen und die Arbeit eines Übersetzungsdienstleisters kennen lernen. „Es ist immer eine wunderbare Erfahrung, wie Kinder unterschiedlichster Herkunft und mit verschiedensten Muttersprachen spielerisch miteinander kommunizieren können und voneinander lernen“, so Carmela Damato. „Da können auch wir als Übersetzungsdienstleister uns ein Beispiel nehmen.“

Der Besuch bei Transline sah für die Schülerinnen und Schüler verschiedene Stationen vor, an denen sie die Arbeit im Unternehmen kennen lernen konnten und ihr eigenes Wissen und Sprachverständnis testen durften. Jede der vier Stationen wurde von Auszubildenden der Firma Transline betreut. Zu Beginn erhielten die Kinder jeweils ein Namensschild und einen Reisepass, auf dem alle besuchten Stationen abgestempelt werden konnten. „Meine kleine Reise in verschiedene Welten“ begann gleich mit einem Übersetzungseinsatz, wobei die Teilnehmer anhand vorbereiteter Sätze eine Dolmetschsituation nachspielen sollten. Ein Schüler durfte dabei nur deutsch sprechen, ein anderer nur die jeweilige Fremdsprache, während ein dritter beide Sprachen verwenden musste. Weiter ging es zur Station „Fähnchen-Rallye“, bei der die Schüler ihr Wissen über die Flaggen verschiedener Länder testen konnten und diese den entsprechenden Ländern auf der Weltkarte zuordnen mussten. Die dritte Station war das bei den Kindern sehr beliebte Sprachenraten, wobei diese die vorgespielte Sprache nicht nur erraten, sondern auch nachsprechen mussten. Abschließend wurden die auch im Übersetzungsbusiness wichtigen kulturellen Aspekte einbezogen: Die Schüler sollten Gegenstände, landestypische Spezialitäten und Kleidungen sowie berühmte Gebäude und Statuen dem entsprechenden Land zuordnen, was für alle Beteiligten mehrfach höchst amüsante Ergebnisse zutage brachte.

Für die Kinder der Hohbuchschule war der Besuch bei Transline wie schon im vergangenen Jahr ein absolutes Highlight. Viele der Dritt- und Viertklässler äußerten den Wunsch, wiederkommen zu dürfen, und auch für die betreuenden Transline-Mitarbeiter waren die zwei Vormittage sehr unterhaltsam und lehrreich zugleich.

www.transline.de

[Text: Holger Simon. Quelle: Pressemitteilung Transline, 15.07.2010. Bild: Transline.]

Weiterer PR-Erfolg für Tolingo

TolingoDem Hamburger Internet-Start-up Tolingo ist es erneut gelungen, den eigenen Namen in einem redaktionellen Beitrag einer überregionalen Tageszeitung unterzubringen. Erst vor wenigen Monaten konnten die PR-Verantwortlichen der aufstrebenden Hamburger ihre Werbebotschaft in der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau platzieren.

Jetzt berichtet Die Welt unter der Überschrift “Die richtigen Helfer für die Expansion ins Ausland”, Untertitel “Beim Einstieg in Exportmärkte brauchen Firmen meistens Unterstützung von spezialisierten Dienstleistern”, dass die Immobilienmakler-Kette Engel & Völkers vor Neueröffnungen im Ausland so genannte “Muttersprachler” einsetze, “also Übersetzer, die in dem jeweiligen Land aufgewachsen sind”. Gleiches gelte für das Marktforschungsinstitut Harris Interactive. Dessen Marketing-Managerin arbeite mit dem “Hamburger Internet-Übersetzungsnetzwerk Tolingo” zusammen:

[…] für das rund 5000 Sprachfachleute rund um den Globus aktiv sind. Geschäftsführer Hanno von der Decken verspricht “Übersetzungen durch Experten in 35 Fachkategorien und über 220 Sprachkombinationen zu jeder Tages- und Nachtzeit”. So könne man für Windkraftunternehmen technische Handbücher ins Portugiesische übersetzen, aber auch für Anlagenbauer Vertragsentwürfe ins Russische oder Japanische. Tolingo arbeitet sowohl für Konzerne wie Unilever als auch für viele kleine Hamburger Betriebe. Die einzelnen Auftragssummen pro Übersetzung liegen zwischen fünf Euro und mehr als 75 000 Euro. Der Auftraggeber bekommt seinen Text bis zu 40 Prozent günstiger als bei üblichen Übersetzungsbüros.

Um die bisherige PR-Königin Nelly Kostadinova von der Lingua-World in Köln, die sogar im Mittelpunkt einer Fernsehsendung stand, ist es in den letzten Monaten etwas still geworden. Dafür beherrscht Tolingo das Spiel mit den Medien immer besser. Den genannten Artikel können Sie auf der Website der Welt in voller Länge lesen.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Die Welt, 2010-07-21. Bild: Tolingo.]

Irak: Mord an Dolmetscher

Auf Geheiß einer Terrorgruppe hat im Irak der den Aufständischen nahe stehende Abdulhalim Ahmed (32) seinen eigenen Vater erschossen. Dieser hatte für die US-Truppen lange als Dolmetscher gearbeitet und wurde als Verräter betrachtet. Das berichtet die irakische Nachrichtenagentur Peyamner unter Berufung auf Angehörige.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Der Standard, 2010-07-21.]

4.000 Euro Grundgehalt: EU startet Auswahlverfahren für deutschsprachige Übersetzer

EUDas Europäische Amt für Personalauswahl (EPSO) sucht derzeit unter anderem „Übersetzer für die deutsche Sprache“.

Die Einstufung erfolgt in die Besoldungsgruppe AD 5, was einem Grundgehalt von rund 4.000 Euro entspricht. Nach zehn Jahren beziehen EU-Übersetzer in der Regel das doppelte Einstiegsgehalt, also rund 8.000 Euro. Führungskräfte bringen es auf bis zu 12.000 Euro. Hinzu kommt eine Vielzahl von Zulagen. Zu beachten ist außerdem, dass die steuerliche Belastung der EU-Bediensteten sehr gering und die Altersversorgung fürstlich ist.

Das Auswahlverfahren wurde am 13.07.2010 gestartet. Interessenten können sich noch bis zum 12.08.2010 bewerben.

Alle weiteren Informationen hier: http://europa.eu/epso/apply/today/tra_de.htm