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März 2009
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Archive für März 2009

IVSW-Tagung Genf: Die Welt in der Krise - und die Sprachenindustrie?

Die Internationale Vereinigung Sprache und Wirtschaft (IVSW) lädt zu ihrer 34. Jahrestagung ein, die unter dem Thema “Die Welt in der Krise – und die Sprachenindustrie?” steht. Das Treffen findet vom 13.-14.11.2009 in Genf in der Schweiz statt.

Erste Ankündigung und Aufforderung zur Einreichung von Beiträgen

Die Ende 2008 ausgebrochene Finanzkrise hat sich zu einer globalen Wirtschaftskrise ausgeweitet, die die Produktionsbereiche und die Dienstleistungen gleichermaßen ergriffen hat. Die Konferenz soll untersuchen, inwieweit sich diese Krise auf die Sprachenindustrie, insbesondere auf die Translation und verwandte Bereiche, darunter Ausbildung, Terminologie, Sprachressourcen, auswirkt und wie die Sprachenberufe ihr begegnen können.

Die Konferenz wird gemeinsam mit dem Schweizerischen Übersetzer-, Terminologen- und Dolmetscher-Verband (ASTTI) unter der Schirmherrschaft von FIT Europe veranstaltet.

Themen

  • Befindet sich die Sprachenindustrie in einer Krise?
  • Die Sprache der (Wirtschafts-) Krise
  • Wirtschaftsübersetzung heute
  • Wirtschaft im Umbruch – Gilt das auch für die Sprachenindustrie?
  • Optimierung sprachlicher Ressourcen

Zielgruppen

  • Kommunikationsfachleute aus der Wirtschaft, der Sprachenindustrie und des Sprach- und Translationsmanagements
  • Wissenschaftler verschiedener Disziplinen wie Wirtschaftswissenschaft, Marketing
  • Translationswissenschaft, Sprach- und Kulturwissenschaft
  • Ausbilder in Sprachen und Fachkommunikation
  • Technische Redakteure, Übersetzer/Dolmetscher, Terminologen
  • Interessierte Fachkollegen

Die Anmeldungen für Ihre Beiträge erbitten wir mit einem kurzen Resumée (max. eine Standardseite) und einer Kurzdarstellung Ihrer Person bis zum 31. Mai 2009, einschließlich der Kontaktdaten an:

Manfred Schmitz, Geschäftsführer der IVSW
c/o Intertext Fremdsprachendienst e.G.
Greifswalder Straße 5
10405 Berlin
Deutschland
E-mail: manfred.schmitz@intertext.de
Fax: +49 30 42101702

[Text: IVSW. Quelle: Pressemitteilung IVSW, 2009-03-31.]

Andrä AG belegt 2. Platz bei Markt-und-Mittelstand-Awards 2009

Mit den MuM-Awards zeichnet das Fachmagazin Markt und Mittelstand herausragende wirtschaftliche Leistungen mittelständischer Unternehmen aus. Die Andrä AG belegte mit ihrem webbasierten Translation Management System ontram bei der diesjährigen Verleihung Platz 2 in der Kategorie “ITK Innovation für den Mittelstand”. Kriterien für die Preisvergabe waren unter anderem der Innovationsgrad und die Praxistauglichkeit der eingereichten Lösung sowie die Relevanz der Innovation für andere
Unternehmen.

Als vollständig browserbasierte Software für das Management von Übersetzungsprozessen erschließt ontram erhebliche Einsparpotenziale in der Unternehmens- und Produktkommunikation. Die intuitiv bedienbare Lösung ermöglicht einen systemübergreifenden Austausch von Inhalten, Daten und Workflowinformationen sowie einen Echtzeit-Zugriff auf den aktuellen Datenbestand. So können Unternehmen Übersetzungs- und Abstimmungsprozesse effizienter, transparenter und kostengünstiger gestalten.

“Wir sehen gerade im Mittelstand und bei exportierenden Industrieunternehmen einen großen Bedarf an innovativen Lösungen, die schnelle Time-to-Market-Zeiten ermöglichen. ontram hat uns als webbasierte Lösung hier überzeugt”, äußert sich Michael Dörfler, Technologie-Redakteur bei Markt und Mittelstand, über die Lösung der Andrä AG.

“Wir freuen uns sehr über die Platzierung bei den Markt und Mittelstand Awards”, so Sven Christian Andrä, Gründer und Vorstand der Andrä AG. “Die wachsende Nachfrage nach TMS-Lösungen und das positive Kundenfeedback bestätigen die Einschätzung der Jury. Wir glauben, dass Übersetzungsmanagement 2009 ein wichtiges Thema für den Mittelstand werden wird.”

TOP 3 bei Innovationspreis-IT 

Auch die Initiative Mittelstand bescheinigt dem Translation Management System ontram Innovationspotenzial. Unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zeichnete die Initiative auf der diesjährigen CeBIT die Sieger des Innovationspreis-IT aus. Geehrt wurden die am besten für den Mittelstand geeigneten IT-Lösungen. Die Andrä AG erreichte mit ihrer Software ontram den 3. Platz in der Kategorie Content Management.

Über die Andrä AG
Die Andrä AG mit Stammsitz im schwäbischen Straubenhardt und Niederlassungen in Berlin, Karlsruhe und Darmstadt wurde 1999 gegründet. Seitdem unterstützt die Andrä AG Unternehmen als unabhängiger Dienstleister und Hersteller hochwertiger Softwareprodukte bei der systematischen Optimierung von Übersetzungs- und Abstimmungsprozessen. ontram, das Online Translation Management Framework der Andrä AG, ist derzeit bei mehr als 1.000 Anwendern im Einsatz, die mit der intuitiv bedienbaren Software jährlich über 10.000 Übersetzungsaufträge in sämtlichen Sprachen abwickeln. Durch den vollständig webbasierten Ansatz, offene Schnittstellen und die Integration aller Projektbeteiligten innerhalb eines gemeinsamen Workflows ermöglicht ontram ein effizientes Übersetzungsmanagement und Marktabstimmung in Echtzeit. Zu den aktuellen Referenzkunden zählen unter anderem Daimler AG, Robert Bosch GmbH und Raytheon Professional Services.

http://www.andrae-ag.de/

[Text: Andrä AG. Quelle: Pressemitteilung Andrä AG, 2009-04-01. Bild: Andrä AG.]

MJV ADÜ Nord 2009: Natascha Dalügge-Momme bleibt Chefin der Nordlichter

Auf der ordentlichen Mitgliederjahresversammlung des Berufsverbands „Assoziierte Dolmetscher und Übersetzer in Norddeutschland e. V.“ (ADÜ Nord) am 28. März 2009 wurden die erste Vorsitzende und der Schatzmeister in ihrem Amt bestätigt und eine neue Referentin gewählt. Außerdem wurden die aktualisierte Beitragsordnung sowie die überarbeitete Berufs- und Ehrenordnung vorgestellt und verabschiedet.

Die Mitgliederjahresversammlung in Hamburg-Harburg war trotz Ferienbeginn in Niedersachsen mit 31 von 347 Mitgliedern recht gut besucht. Weitere 30 abwesende Mitglieder hatten ihre Stimme per Vollmacht übertragen, sodass sich eine Stimmenpräsenz von 61 (17,5 Prozent der Mitglieder) ergab.

Vorstandswahlen

Turnusgemäß wurden die 1. Vorsitzende, der Schatzmeister und die Referentin neu gewählt. Zur Wahl standen die amtierende 1. Vorsitzende Natascha Dalügge-Momme und der amtierende Schatzmeister Michael Friebel. Die Referentin Giannina Gindler trat nach zwei Amtszeiten nicht nochmals an. Zur Wahl stellte sich Anne-Marie Molitor, langjähriges Mitglied und vereidigte Diplom-Übersetzerin aus Kiel. Es gab keine Gegenkandidaten, und alle Kandidaten wurden mit großer Mehrheit gewählt.


Der aktuelle Vorstand von links nach rechts im Bild: Schatzmeister Michael Friebel, Schriftführerin Silke Voigt, 1. Vorsitzende Natascha Dalügge-Momme, 2. Vorsitzende Helke Heino, Referentin Anne Molitor.

Neufassung der Beitragsordnung

Der Vorstand hatte beantragt, in Absatz 7 den 31. März als Zahlungsfrist für den jährlichen Mitgliedsbeitrag sowie in den Absätzen 8 und 9 präzisere Säumnisregelungen festzuschreiben. Dieser Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen.

Berufs- und Ehrenordnung

Im Juli hatte sich eine Arbeitsgruppe aus fünf ADÜ-Nord-Mitgliedern zur Überarbeitung der Berufs- und Ehrenordnung gebildet. Erklärtes Ziel der AG BEO war es, die vorhandene Berufs- und Ehrenordnung, die noch aus Vor-ADÜ-Nord-Zeiten stammte, zu modernisieren und zu verschlanken. So wurden aus zwanzig etwas willkürlich aneinandergereihten Paragrafen sechs thematisch sortierte Punkte, die ganz grundlegende Anforderungen an Sprachmittler bezüglich Auftragsabwicklung, Verschwiegenheit, Wettbewerb, kollegialen Verhalten und Streitigkeiten formulieren. Offensichtlich hat die AG BEO hiermit genau die Bedürfnisse der Mitglieder getroffen, denn die neue Berufs- und Ehrenordnung wurde allgemein begrüßt und ohne weitere Diskussionen mit großer Mehrheit verabschiedet. Sie steht unter www.adue-nord.de > „Mitgliedschaft“ > „Regularien“ als PDF-Datei im Internet zur Verfügung.

[Text: ADÜ Nord. Quelle: Mitteilung ADÜ Nord, 2009-03-29. Bild: ADÜ Nord.]

Europatag: EU-Dolmetscher Gerald Dichtl stellt Schülern Berufspraxis vor

Wegen des von der Bundesregierung ausgerufenen Europatages an allen deutschen Schulen lud das Deutschherren-Gymnasium in Aichach den EU-Dolmetscher Gerald Dichtl und einen Europaabgeordneten ein.

Dichtl war früher selbst Schüler des Aichacher Gymnasiums und studierte anschließend am Sprachen- und Dolmetscherinstitut (SDI) in München Französisch, Italienisch und Spanisch. Heute beherrscht er sechs Sprachen und arbeitet als Simultandolmetscher bei der Europäischen Kommission in Brüssel.

Er beschrieb den Schülern sein Arbeitsumfeld mit 67 fest angestellten Dolmetschern, die 23 Sprachen bearbeiten, erklärte, was „Simultan-“ und „Relaisdolmetschen“ bedeutet, warum Dolmetscher stets zu zweit in der Kabine sitzen und mindestens drei Sprachen beherrschen müssen. Außerdem beschrieb er die Einstellungsvoraussetzungen bei der EU.

Die Berufsaussichten für Dolmetscher bei der EU sind nach Angaben von Dichtl gut. Im vergangenen Jahr seien allein an seiner Arbeitsstelle für die deutschsprachige Kabine drei neue Dolmetscher eingestellt worden und der Bedarf werde in den nächsten fünf Jahren wachsen.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Augsburger Allgemeine, 2009-03-10.]

technische kommunikation 2/2009 mit Schwerpunkt Softwarelokalisierung

Ausgabe 2 der Fachzeitschrift technische kommunikation ist vor Kurzem erschienen. Im Mittelpunkt dieser Ausgabe steht das Thema “Softwarelokalisierung”. Darüber hinaus finden Sie im Heft aktuelle Fachbeiträge über Usability sowie über die neue Studie der tekom über Content-Management-Systeme.

Schwerpunkt: Softwarelokalisierung

Lokalisieren nach Drehbuch
Die Lokalisierung gilt als letzter Arbeitsschritt zur Globalisierung eines Produkts. Wolfgang Zenk stellt Grundlagen, Arbeitsschritte und Werkzeuge dar, damit die Lokalisierung einer Software erfolgreich funktioniert.
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Standards im Abseits?
Die großen Softwarehersteller geben den Takt für die Softwarelokalisierung vor. Von ihren Entwicklungsumgebungen hängt ab, ob sich eine Anwendung leicht oder schwer bearbeiten lässt. Florian Sachse zeigt, was derzeit technologischer Stand ist und wie es um die Zukunft der Lokalisierung bestellt ist.

Näher am Anwender
Insgesamt 7,5 Millionen Wörter mussten für Online-Hilfe und Software von Microsoft Office 2007 neu übersetzt werden. Etwa 15 Monate dauerte die Lokalisierung, für die erstmals auch die Maschinelle Übersetzung zum Einsatz kam. Leif Sonstenes stellt das Lokalisierungsprojekt vor.
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Technische Dokumentation

Werkzeuge: Praxistipps Word: Besser als sein Ruf?
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Arbeitspraxis: Schneller Informationsgewinn
Software für das Enterprise Ressource Planning zählt sicherlich nicht zu den Leichtgewichten, mit denen es ein Anwender zu tun hat. Umso wichtiger ist es, dass ihn die Online-Hilfe umfassend unterstützt. Heike Raab erklärt, welchen Weg die proALPHA AG gegangen ist und warum am Ende der tekom-Dokupreis stand.

Sprache: Praxistipps Sprache: Was die Welt im Innersten zusammenhält

Online-Hilfe: Wer die Wahl hat
Für die Redakteure von Online-Hilfen und Softwarehandbüchern bietet der Markt eine Reihe von Autorenwerkzeugen an. Juliane Dittrich und Birgit Horn erklären, worauf es bei der Auswahl ankommt. Außerdem haben sie sich die aktuellen Versionen von Doc-To-Help und RoboHelp näher angesehen.

Gesetze, Normen, Richtlinien: Umsetzung neue EG-Maschinenrichtlinie

Informationsmanagement: Der Markt bleibt in Bewegung
624 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen äußern sich in einer neuen tekom-Studie detailliert über Content-Management-Systeme. Daniela Straub und Wolfgang Ziegler fassen wesentliche Ergebnisse zusammen.

Usability: Usability im Blindflug?
Ob Marketingstrategen, Politiker oder auch Journalisten – sie alle nutzen verschiedene Methoden, um den Bedürfnissen von Zielgruppen auf die Schliche zu kommen. Auch die Technische Redaktion sollte wissen, welche Anforderungen Leser an eine Anleitung stellen. Markus Nickl macht deutlich, wie sich diese Methoden nutzen lassen und wo im Unternehmen bereits Wissensquellen sprudeln.

[Text: tekom. Quelle: tekom-Website.]

Johann J. Amkreutz als BDÜ-Präsident wiedergewählt

Der Vorstandsvorsitzende Johann J. Amkreutz (Bild) wurde  auf der Jahresmitgliederversammlung des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) am 21. – 22. März 2009 in Köln einstimmig für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. „Viele meiner Absichten und Zielsetzungen habe ich bereits mit tatkräftiger Unterstützung des Bundesvorstandes in den vergangenen vier Jahren meiner Amtszeit erreicht“, erklärte der alte und neue BDÜ-Präsident. „Doch gibt es immer noch einiges zu tun. Insbesondere freue ich mich darauf, der internationalen BDÜ-Konferenz im September 2009 zum Erfolg zu verhelfen.“

Als Erstes hatte sich der  Präsident vorgenommen, aus dem Bundesvorstand einschließlich der Bundesreferenten und Mitarbeiterinnen der Bundesgeschäftsstelle ein schlagkräftiges Team zu bilden. Jedes Teammitglied betreut sein Ressort eigenverantwortlich und informiert den Präsidenten über alle Vorgänge mündlich und schriftlich. Dieses Ziel ist heute bereits erreicht,  das BDÜ-Team pflegt eine effektive Kommunikation und agiert gemeinsam im Interesse des Verbands.

Weitere Meilensteine während der vier Jahre Präsidentschaft waren: erfolgreiche Verhandlungen mit DIN CERTCO, eine Konformitätserklärung mit der DIN EN 15038 anzubieten, Vereinbarung mit der Across Systems GmbH, BDÜ-Mitgliedern eine kostenlose Freiberufler-Version des Programm zur Verfügung zu stellen, Vertretung der Interessen des BDÜ innerhalb der internationalen Dachorganisation von Übersetzerverbänden FIT (Fédération Internationale des Traducteurs), Förderung der Öffentlichkeitsarbeit des BDÜ durch Berufung der Pressesprecherin Birgit Golms, Neuregelung der Kooperation mit dem Versicherungsmakler Boss-Assekuranz mit Spezialtarifen für Übersetzer und Dolmetscher, Kooperation mit dem BVMW (Bundesverband mittelständische Wirtschaft).

Auf der Jahresmitgliederversammlung in Köln wurden aus sechs Kandidaten der Präsident und vier Bundesvorstandsmitglieder, zwei Mitglieder mehr als bisher, gewählt. Karl-Heinz Trojanus, der u.a. für die Fachzeitschrift MDÜ zuständig ist, wurde wiedergewählt. Neu hinzu kam André Lindemann (Bild rechts), Dolmetscher und Übersetzer für Polnisch und Russisch bei der Polizei des Landes Brandenburg und  bis Anfang 2009 dreizehn Jahre im Vorstand des Mitgliedsverbands Berlin-Brandenburg aktiv. Ferner wurde Norma Keßler gewählt, Sachbuchübersetzerin in den Bereichen Architektur, Kunst und Design aus Aschaffenburg, die seit 2006 Mitglied im Vorstand des Mitgliedsverbands Bayern ist. Weiterhin erhielt Alice Rollny den Zuschlag, technische Übersetzerin für Spanisch aus Langenargen, die sich bereits als Bodensee-Regionalgruppenleiterin engagiert und seit 5 Jahren Schatzmeisterin für den Mitgliedsverband Baden-Württemberg ist. Die Verteilung der Ressorts wird auf der konstituierenden Sitzung des BDÜ-Vorstands festgelegt.

Zusammensetzung des Vorstands

Der Bundesvorstand setzt sich nun aus folgenden acht Mitgliedern zusammen: Johann J. Amkreutz (Vorsitzender), Ingrid Nøkleby-Braun (Schatzmeisterin), Wolfram Baur (Bild rechts), Susanne Fülle-Delbarre, Norma Keßler, André Lindemann, Alice Rollny und Karl-Heinz Trojanus.

Antje Kopp, die sich nicht wieder für ein Amt im Bundesvorstand zur Verfügung gestellt hatte, wurde für ihr langjähriges Engagement und Ihre Verdienste, insbesondere im Bereich der beeidigten Übersetzer und Dolmetscher auf regionaler Ebene (Mitgliedsverband Bayern) und auf Bundesebene, mit der goldenen Ehrennadel des BDÜ ausgezeichnet. „Über diese Ehre freue ich mich sehr. Damit habe ich nicht gerechnet“, sagte Antje Kopp gerührt.

Gäste der Jahresmitgliederversammlung waren u.a. Hans-Wolfgang Roth vom Bundessprachenamt, außerordentliches Mitglied des BDÜ und einer der Schirmherren der BDÜ-Konferenz vom 11.-13. September 2009, sowie Barbara Bonrath-Kaster, verantwortlich für die Außenwirtschaftsabteilung Asien/Westeuropa/Amerika beim BVMW.  Inhaltlich wurde auf der Mitgliederversammlung diskutiert über die Mobilisierung von Teilnehmern der BDÜ-Konferenz 2009, Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Kommunaldolmetschen, Aufnahmerichtlinien und Fortbildungspflicht für Mitglieder.

[Text: Jutta Witzel, Chefredakteurin MDÜ. Quelle: Mitteilung Jutta Witzel, 2009-03-24. Bild: BDÜ.]

Bozen veröffentlicht Glossar Grundbuch/Kataster (de, it)

Das Blättern hat ein Ende: Wer in Zukunft Fachtermini aus den Bereichen Grundbuch und Kataster übersetzen möchte, wird im Südtiroler Bürgernetz fündig. Die zuständige Landesabteilung stellt dort in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Sprachenangelegenheiten ein Glossar mit den entsprechenden Begriffen samt der Übersetzung in die jeweils andere Landessprache zur Verfügung.

Wer weiß, wie man “dingliche Rechte” ins Italienische übersetzt? Und was ist ein “meridiano marginale” auf Deutsch? Gemeinsam mit Petra Veneri Dallago vom Landesamt für Sprachangelegenheiten hat die “Landesabteilung Grundbuch, Grund- und Gebäudekataster” die Fachtermini aus ihrem Bereich gesammelt, übersetzt und sie über ihre Homepage im Bürgernetz allen Interessierten zugänglich gemacht.

“Das Glossar ist ein wertvolles Hilfsmittel für alle Interessierten, die sich dadurch langes Suchen und Nachschlagen sparen können”, so Landesrat Hans Berger, der zudem eine zweite Aufgabe des Glossars unterstreicht: “Verwenden alle Beteiligten die Begriffe und Übersetzungen aus unserem Glossar, schaffen wir eine standardisierte Fachsprache in diesem besonderen Bereich und sorgen so für mehr Verständlichkeit”, so Berger.

Unter folgender Adresse und der Rubrik “Glossar” finden sich - alphabetisch geordnet - alle wichtigen Begriffe in Deutsch und Italienisch: www.provinz.bz.it/kataster-grundbuch

[Text: Presseamt Autonome Provinz Bozen. Quelle: Pressemitteilung Autonome Provinz Bozen, 2009-03-23.]

Kanton Bern stellt Terminologiedatenbank Lingua-PC ins Netz

Ein Mausklick - ein Fachwort: Der Kanton Bern bietet seine elektronische Terminologiedatenbank “Lingua-PC” ab sofort auch im Internet an. Lingua-PC erklärt in deutscher und französischer Sprache knapp 8′000 Fachausdrücke der bernischen Rechts- und Verwaltungssprache. Bisher stand das elektronische Fachwörterbuch ausschliesslich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der kantonalen Verwaltung zur Verfügung.

Seit 1989 betreibt der Zentrale Terminologiedienst der Staatskanzlei des Kantons Bern die Terminologiedatenbank Lingua-PC. Sie enthält Tausende von Begriffen der bernischen Rechts- und Verwaltungssprache in deutscher und französischer Sprache. Zu fast allen Fachwörtern liefert Lingua-PC eine kurze Begriffserklärung. Die Terminologiedatenbank wird laufend aktualisiert und erweitert. Mit der Einführung von Lingua-PC kommt dem Kanton Bern eine Pionierrolle zu: Nach wie vor ist er der einzige Kanton, der über eine eigene Terminologiedatenbank verfügt.

Zunächst wurde Lingua-PC ausschliesslich von Übersetzern genutzt. Seit 1999 steht das elektronische Wörterbuch allen Mitarbeitern der Kantonsverwaltung zur Verfügung. In der Verwaltung ist Lingua-PC längst zu einem wertvollen Arbeitsinstrument geworden.

Ab Ende März 2009 bietet der Kanton Bern seine Terminologiedatenbank nun auch im Internet an. Die Online-Version von Lingua-PC enthält knapp 8′000 zweisprachige, deutsch-französische Einträge und Definitionen von Fachwörtern, die in der Bernischen Systematischen Gesetzessammlung zu finden sind. Enthalten sind auch Benennungen von bernischen Organisationseinheiten, Gremien und Institutionen.

Die öffentlich zugängliche Version von Lingua-PC soll Übersetzern, Journalisten, Juristen, Studenten, Grossräten, Gemeindepolitikern und Lehrern ihre Arbeit erleichtern. Das elektronische Fachwörterbuch steht aber auch allen anderen interessierten Bürgern zur Verfügung, die sich mit dem Kanton Bern befassen.

Lingua-PC ist abrufbar unter www.be.ch/lingua-pc

[Text: Kanton Bern. Quelle: Medienmitteilung Kanton Bern, 2009-03-24. Bild: Archiv.]

Brüssel: Konferenz zu Master-Studiengängen “Übersetzen”

Die Schaffung eines Netzes europäischer Master-Studiengänge “Übersetzen” (EMT) ist das zentrale Thema einer internationalen Konferenz, die die Europäische Kommission derzeit in Brüssel abhält. Dabei wollen Vertreter von über 100 Hochschulen und anderen an der Übersetzerausbildung beteiligten Institutionen einheitliche Kriterien festlegen, denen Studiengänge genügen müssen, um das “EMT-Gütesiegel” zu erhalten.

Leonard Orban“Wenn Hochschulen in ganz Europa hochwertige und attraktive Ausbildungsprogramme für Übersetzerinnen und Übersetzer haben, trägt dies dazu bei, dass der Kommission und den übrigen EU-Institutionen – aber auch den sonstigen Übersetzungsmärkten – stets ein ausreichendes Angebot an Fachkräften zur Verfügung steht”, sagte der für Mehrsprachigkeit zuständige EU-Kommissar Leonard Orban (Bild).

Mit dem EMT-Gütesiegel sollen Master-Studiengänge ausgezeichnet werden, in denen ganz bestimmte Kompetenzen vermittelt werden. Das Vorhaben begann 2005 auf Initiative der Generaldirektion Übersetzung der Europäischen Kommission und ist seitdem in enger Zusammenarbeit mit anerkannten Hochschulexperten weiterentwickelt worden.

Auf den ersten beiden EMT-Konferenzen im Oktober 2006 und im März 2008 wurde ein Paket mit den wichtigsten während des Studiengangs zu vermittelnden Standardkompetenzen geschnürt und damit die Grundlage für eine Zusammenarbeit geschaffen. Alle Hochschulen, die Übersetzer ausbilden und sich dem EMT-Netz anschließen möchten, können diese Standardkompetenzen in ihre Lehrpläne aufnehmen. Hierbei ist die Kommission lediglich beratend tätig; für die Ausgestaltung der Studiengänge bleiben allein die Hochschulen zuständig. Die Schaffung des Netzes wird der krönende Abschluss des seit vier Jahren laufenden EMT-Vorhabens sein, zu dem die Generaldirektion Übersetzung der Kommission den Anstoß gegeben hatte.

Das Netz soll den Austausch bewährter Verfahren zwischen den beteiligten Hochschulen fördern und auf Dauer zu einer höherwertigen und stärker berufsorientierten Ausbildung sowie zur Schaffung eines wirklich europäischen Pools an qualifizierten Übersetzern führen.

Der potenzielle Übersetzerengpass in einigen Sprachen, der kürzlich Gegenstand einer Kommissionsverlautbarung war, bestätigt die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Ausbildung von Übersetzungsprofis.

Schwerpunkte der EMT-Konferenz 2009 werden sein:

  • Die von künftigen Übersetzerinnen und Übersetzern verlangten Schlüsselkompetenzen.
  • Die universitäre Ausbildung und die Berufsaussichten. Ziel ist hier eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Hochschulen in verschiedenen Ländern.
  • Die Kriterien für die Aufnahme in das EMT-Netz.
  • Die Vorteile einer Mitgliedschaft im Netz sowie die Pflichten von Bewerbern und Mitgliedern.
  • Die künftigen Tätigkeiten und der organisatorische Aufbau des Netzes.

Die Teilnahme an der Konferenz ist nur auf Einladung möglich; die Veranstaltung kann jedoch auch
im Livestream mitverfolgt werden. Bewerbungsschluss für Hochschulen, die an einer Aufnahme in das EMT-Netz interessiert sind ist der 30. April 2009.

[Text: Redaktion/pm bildungsklick.de. Quelle: bildungsklick.de. Bild: EU.]

MDÜ: Übersetzen und Dolmetschen in seltene Sprachen

Aus deutscher Sicht zählen Sprachen wie Afghanisch, Fidschi, Kurdisch, Ladinisch zu den seltenen Sprachen, d.h. Sprachen, für die es in Deutschland nur wenig Sprecher gibt. Sie sind das Thema der Fachzeitschrift für Dolmetscher und Übersetzer MDÜ 1/2009, die mit neuem, vierfarbigem Layout am 17. März 2009 erschienen ist. Zu diesen Sprachen, die oft auch „exotisch” genannt werden, gehört auch die Gebärdensprache. Weltweit betrachtet sind einige dieser Sprachen jedoch alles andere als selten: Sechseinhalb Millionen Menschen weltweit sind gehörlos, und Kurdisch wird von acht bis zehn Millionen Menschen gesprochen.

Können Übersetzer und Dolmetscher für seltene Sprachen von Ihrem Beruf leben? Die Antworten im MDÜ 1/2009 fallen differenziert aus: Der Übersetzungsmarkt für Kurdisch ist in Deutschland zurückgegangen, da sich viele Kurden in die Gesellschaft integriert haben und Deutsch beherrschen. Doch gibt es neue Betätigungsfelder in den Autonomiegebieten im Irak und bei elektronischen Medien. Für die Gebärdensprachdolmetscher gilt, dass die Zahl professioneller Dolmetscher zunimmt, da das Bewusstsein für die Notwendigkeit dieser Leistung bei Behörden und in der Gesellschaft steigt und gute Ausbildungsangebote an Hochschulen bestehen. In Neuseeland sind qualifizierte Sprachmittler für Māori gefragte Auftragnehmer im kommunalen, industriellen sowie wissenschaftlichen Bereich, da Māori zu den Amtssprachen des Landes zählt und vielseitig gefördert wird.

Weitere Themen im aktuellen Heft:

  • Andrea Fuchs und Jutta Witzel: Schutzmaßnahmen gegen das Aussterben seltener Sprachen: Wie exotisch ist eine Sprache?
  • Patrick King: Maori und die Entwicklung der Übersetzung in Neuseeland: Maori zwischen Tradition und Moderne
  • Kahraman Evsen und Ahmad Mamkalo: Zwei Kurdisch-Dolmetscher über Ihre Arbeit in Deutschland: Dolmetschen als Berufung
  • Simone Scholl: Arbeitsfelder und Selbstverständnis von Gebärdensprachdolmetschern: Kuck mal, wer da spricht
  • Elke Schenkmann: Wie Dolmetscherinnen Beruf und Familie vereinbaren: Kinder, Küche und Kabine?
  • Stefan Freisler: Testerstellung mit Redaktions- und Content-Management-Systemen: Kontextinformationen bei Schnipselübersetzungen
  • Dr. Nicole Keller: Einsatzmöglichkeiten der Across Personal Edition für Freiberufler: Nutzerfreundlich und flexibel
  • Judith S. Farwick: Dolmetschen mit Personenführungsanlagen: Mit der Kabine im Koffer
  • Virginie Viallon: Der Übersetzer und Dolmetscher als Kulturvermittler: Über das Dolmetschen des implizit Gesagten
  • Corinna Schlüter-Ellner: Häufige Fragen zum Urkundenübersetzen: Beglaubigungsformel und Stempel

[Text: Jutta Witzel. Quelle: BDÜ-Website. Bild: MDÜ.]