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Archive für 21.2.2009

Indien: Sahitya Akademi übersetzt Literatur in 24 Landessprachen

Die FAZ berichtet in einem längeren Artikel über das Übersetzungsprogramm der 1954 in Kalkutta gegründeten Sahitya Akademi. Sie überträgt ausgewählte literarische Werke des Subkontinents in große Landessprachen wie Hindi, Bengalisch, Marathi, Gujarati, Panjabi, Tamil, Malayalam und Kannada, aber auch in kleinere Sprachen wie Konkani und Stammessprachen wie Santhali.

In den Anfangsjahren hat die Akademie viel ins Englische übersetzt. Inzwischen kümmern sich um diese Sprachrichtung mehrere große englischsprachige Verlage, darunter Oxford University Press und Penguin Books.

Der Präsident der Akademie, der bengalische Schriftsteller Sunil Gangopadhyay, erklärt, dass auch eine Reihe von Wörterbüchern in Arbeit sei. Lange Zeit habe es keine ausgebildeten Übersetzer gegeben. Diejenigen, die nebenberuflich übersetzt hätten, seien schlecht bezahlt worden. Bis heute gebe es keine professionelle Übersetzungskultur in Indien.

Ihm missfällt, dass gebildete Inder lieber die Literatur der westlichen Länder lesen. Die Bücher der Sahitya Akademi verkauften sich daher nicht so zahlreich, wie es zu wünschen wäre.

Mini Krishnan leitet das Übersetzungsprogramm des indischen Zweigs von Oxford University Press. Sie weiß die Arbeit der Konkurrenz zu schätzen: „[Die Übersetzungen der Sahitya Akademi] vermittelten uns das Bewusstsein, dass die Literatur in unserer Muttersprache einen Wert besitzt.“

Den genannten Artikel können Sie in der FAZ lesen.

[Text: Richard Schneider. Quelle: FAZ, 2009-02-17. Bild: photocase.de.]

US-Armee: Einwanderer ohne Green Card als Dolmetscher

In seiner verzweifelten Suche nach Dolmetschern senkt das US-Militär die Einstiegsvoraussetzungen. Man will nun auch auf Einwanderer zurückgreifen, die lediglich eine befristete Aufenthaltserlaubnis, also nicht einmal eine Green Card, besitzen. Verlangt wird von den ausländischen Rekruten lediglich, dass sie schon mindestens zwei Jahre in den USA gelebt und in dieser Zeit das Land nicht länger als 90 Tage verlassen haben. Außerdem müssen die Bewerber einen Englischtest absolvieren.

Im ersten Jahr des Programms sollen 1.000 neue Soldaten mit Fremdsprachenkenntnissen gewonnen werden, in den Folgejahren noch mehr. Neben dem Mangel an Dolmetschern soll so auch der Engpass bei Sanitätern gelindert werden.

Es ist das erste Mal seit dem Vietnam-Krieg, dass die Einstiegsvoraussetzungen so stark gesenkt werden. Bislang war für Ausländer die so genannte Green Card, also eine unbefristete Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, die Grundvoraussetzung.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Reuters, 2009-02-15.]

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