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Archive für 14.2.2009

20 Jahre Fatwa gegen Rushdie: Mordanschläge auf drei seiner Übersetzer

Heute vor 20 Jahren, am 14. Februar 1989, verurteilte der iranische Staatschef Ayatollah Khomeini den indisch-britischen Autor Salman Rushdie in einer Fatwa zum Tode. Dessen Buch Satanische Verse verunglimpfe den Islam, den Propheten Mohammed und den Koran. Moslems in aller Welt wurden aufgefordert, das Urteil zu vollstrecken.

Im Gegensatz zu Rushdi stehen seine Übersetzer nicht unter Polizeischutz. Drei von ihnen wurden dadurch zum leichten Ziel von Anschlägen.

  • 03.07.1991: Ettore Capriolo, der italienische Übersetzer der Satanischen Verse, wird in Mailand von einem Iraner niedergestochen. Er überlebt schwer verletzt.
  • 12.07.1991: Hitoshi Igarashi, der japanische Übersetzer und Dozent, wird vor seinem Büro an der Universität Tsukuba tot aufgefunden - von mehreren Unbekannten erstochen.
  • 02.07.1993: Aziz Nesin, der türkische Übersetzer, entging auf einem alevitischen Kulturfestival nur knapp einem Brandanschlag türkischer Islamisten auf das Hotel, in dem er wohnte. 37 unbeteiligte Menschen verloren im Feuer ihr Leben.

“Heute wirkt dieses Todesurteil wie das erste Kapitel einer finsteren Geschichte, die nicht mehr aufhören will”, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Der Fundamentalismus ist stärker denn je, die Islamisierung vieler westlicher Gesellschaften (Großbritannien, Frankreich, Deutschland) schreitet fort.

Dies äußert sich unter anderem darin, dass Islam-kritische Stellungnahmen nicht mehr veröffentlicht oder gar als Volksverhetzung gewertet werden. Selbst für Kabarettisten wie Harald Schmidt und Bruno Jonas, die gerne und oft auf der katholischen Kirche herumhacken, ist das Thema Islam auf der Bühne tabu. Immerhin stehen die beiden zu ihrer Feigheit und bekennen offen und ehrlich, dass ihnen ihr Leben lieber ist als eine gelungene Pointe.

Wer weiß, ob sich heute überhaupt noch Verlage und Übersetzer für Rushdies Satanische Verse finden ließen?

Prokom 2009: Andrä AG präsentiert Typo3-Anbindung an ontram

Andrä AGDie Andrä AG zeigt nächste Woche auf der Prokom in Mainz (”Kongressmesse für erfolgreiche und effiziente Produktkommunikation”) die Integration ihres webbasierten Translation Management Systems ontram mit Typo3. Als derzeit einziger Anbieter ermöglicht die Andrä AG einen vollautomatischen Datenaustausch mit dem bewährten Open Source Content Management System (CMS) sowie eine interaktive Vorschau im Endlayout.

Typo3 hat sich mittlerweile als CMS für die Erstellung umfangreicher, mehrsprachiger Webinhalte etabliert. Bisher erfolgten die zugrundeliegenden Übersetzungsprozesse vor allem im Backend: entweder durch das direkte Arbeiten des Übersetzers im CMS oder durch den manuellen Austausch von XML-Dateien ohne Bezug zum Layout der Webseite. Durch die Weiterentwicklung einer Typo3-Extension ist jetzt die direkte Anbindung an ontram möglich, so dass sich Übersetzungsprozesse effizienter, kostengünstiger und transparenter gestalten lassen.

Die zu übersetzenden Bereiche werden in Typo3 ausgewählt und direkt an ontram übermittelt. Dort wird aus den Inhalten ein Übersetzungsauftrag erzeugt. Nach dem Vergleich mit den im Translation Memory bereits vorliegenden Inhalten werden die ausgewählten Texte übersetzt und den jeweiligen Marktbedingungen angepasst. Während des gesamten Übersetzungs- und Abstimmungsprozesses können alle am Workflow Beteiligten jederzeit eine Vorschau des aktuellen Textstandes generieren.

Durch das Aktivieren der Vorschaufunktion werden die Daten automatisch in einen Vorschaubereich auf dem Typo3-Server übertragen und können dort angesehen werden – im Endlayout und mit sämtlichen Navigationsfunktionen. Dies sorgt für schlanke Prozesse, indem Liegezeiten verkürzt und Korrekturschleifen reduziert werden. Ein ebenfalls neu entwickelter Back-Link bietet die Möglichkeit, aus der Vorschauansicht an die passende Stelle im Übersetzungsauftrag zurück zu wechseln.

Andrä AG
Die Andrä AG mit Stammsitz im schwäbischen Straubenhardt und Niederlassungen in Berlin, Karlsruhe und Darmstadt wurde 1999 gegründet. Seitdem unterstützt die Andrä AG Unternehmen als unabhängiger Dienstleister und Hersteller hochwertiger Softwareprodukte bei der systematischen Optimierung von Übersetzungs- und Abstimmungsprozessen. ontram, das Online Translation Management Framework der Andrä AG, ist derzeit bei mehr als 1.000 Anwendern im Einsatz, die mit der intuitiv bedienbaren Software jährlich über 10.000 Übersetzungsaufträge in sämtlichen Sprachen abwickeln. Durch den vollständig webbasierten Ansatz, offene Schnittstellen und die Integration aller Projektbeteiligten innerhalb eines gemeinsamen Workflows ermöglicht ontram ein effizientes Übersetzungsmanagement und Marktabstimmung in Echtzeit. Zu den aktuellen Referenzkunden zählen unter anderem Daimler AG, Robert Bosch GmbH und Raytheon Professional Services.

www.andrae-ag.de

[Text: Andrä AG. Quelle: Pressemitteilung Andrä AG, 2009-02-09. Bild: Andrä AG.]

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