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“Wirtschaft macht Schule”: transline kooperiert mit Reutlinger Grundschule

Sturz und Mehnert bei der Vertragsunterzeichnung

Mehr als 200 Partnerschaften zwischen Unternehmen, Schulen und Ausbildungseinrichtungen wurden bereits im Rahmen der Initiative “Wirtschaft macht Schule” der Industrie- und Handelskammer (IHK) abgeschlossen. Erstmals wurde jetzt auch die Zusammenarbeit mit einer Grundschule vereinbart. Die transline Deutschland Dr. Ing. Sturz GmbH will den Kindern der Hohbuchschule spielerisch Einblicke in die Berufswelt der Übersetzer und Dolmetscher vermitteln. „Die Kooperation zeigt den Kindern mit Migrationshintergrund, welchen Vorteil sie durch ihre Zweisprachigkeit haben und dass sie es schätzen können, Vorfahren aus anderen Ländern zu haben“, so Nadine Nobile, Projektmanagerin bei der IHK Reutlingen. Gleichzeitig werde ihnen klar, dass es Unternehmen gibt, die sich für die Verständigung von Völkern einsetzen.

transline kooperiert schon seit Längerem mit zwei Gymnasien. „Kinder sollen die Berufsbilder, die wir in unserem Unternehmen haben, in ihren Katalog aufnehmen. Das kann nicht früh genug sein“, so Dr.-Ing. Wolfgang Sturz. Deshalb wendet er sich jetzt gezielt an die Grundschüler der Hohbuchschule und lädt sie in sein Unternehmen ein. Schulleiterin Angelika Mehnert ist begeistert: „Wir haben einen hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund und es treffen viele verschiedene Kulturen in unserer Schule aufeinander.“ Der Besuch beim Sprachendienstleister helfe, die Hemmschwellen der Kinder abzubauen und ihnen zu verdeutlichen, dass unterschiedliche Nationalitäten und verschiedene Sprachen eine Bereicherung sind. Mehr als zwei Drittel der Hohbuchschüler sind Kinder von Einwanderern und müssen mit mindestens zwei Sprachen umgehen.

Carmela Damato hat bei transline die Projektleitung inne und war schon vor der Vertragsunterzeichnung aktiv: Die Viertklässler der Hohbuchschule durften im Reutlinger Unternehmen bereits schnuppern. Sie begaben sich auf Weltreise durch das Unternehmen, lernten Flaggen und Sprachen aus aller Herren Länder kennen und versuchten sich im Übersetzen. Das gelang natürlich den Kindern mit ausländischer Muttersprache am besten. Souverän wechselten sie zwischen zwei Sprachen hin und her.

„Am Besten fand ich das Dolmetschen.“ - „Das Sprachenraten war richtig lustig.“ - „Es war sehr, sehr super.“ Das waren nur einige der vielen Kommentare der Dritt- und Viertklässler, die einen Vormittag im Reutlinger Übersetzungsunternehmen verbringen durften. Aber auch den transline-Mitarbeitern hat der Vormittag, an dem Dutzende wissbegieriger Schüler durch die Büroräume wuselten, Spaß gemacht.

Carmela Damato meint dazu: „Wir wollten Wissen vermitteln, dabei aber unbedingt auch selber lernen“. Deshalb hat sie in Abstimmung mit der Ausbildungsabteilung ein Projekt ins Leben gerufen, an dem alle neun Transline-Auszubildenden beteiligt waren. Vielleicht lag es daran, dass die jungen Leute sich noch so gut an ihre eigene Schulzeit erinnern konnten – jedenfalls hat das Projektteam in vielen Brainstormings insgesamt fünf Stationen konzipiert, die den Schülern einen interessanten Einblick in die Arbeit eines Übersetzungsbüros, aber auch in fremde Sprachen und Kulturen vermitteln sollten.

Schnuppertag bei Transline

Schnuppertag bei translineEs fing an in der EDV-Abteilung, in der den Schülern gezeigt und erklärt wurde, wie die Computer, mit denen die Übersetzer bei Transline arbeiten, von innen aussehen. An der nächsten Station ging es dann um die Geografie. Dort durften die Schüler in einem Quiz Flaggen der verschiedenen Länder einer Weltkarte zuordnen. Da unter den Schülern selber vom Iran über Russland bis zu den USA viele Nationen vertreten waren, gab es natürlich ganz oft den Ausruf „… und da komme ich her“. In einer weiteren Station durften die Kinder diesen Ländern dann Fotos mit landespezifischen Besonderheiten zuordnen. Die Transline-Azubis hatten bei der Foto-Auswahl besonders viel Wert auf lustige Bilder gelegt – entsprechend heiter war die Stimmung bei dieser Station.

Beim Sprachenraten war das Fremdsprachengefühl gefordert. Auch hier waren die Kinder sich in den kleinen Teams immer erstaunlich schnell darüber einig, ob ihnen gerade russische, türkische, griechische oder andere Sprachaufnahmen vorgespielt wurden.

Eine richtige Herausforderung war dann das Dolmetschen, bei der die recht große Anzahl der mehrsprachig aufwachsenden Kinder glänzen durften. Zusammen mit den Übersetzern und Lektoren von Transline wurden 3er-Gruppen gebildet: Ein Deutscher sollte sich mit einem Fremden unterhalten – dolmetschen durfte dann der Schüler. Da haben sogar die Transliner gestaunt als sie erleben konnten, wie perfekt die jungen Leute zwischen den verschiedenen Sprachwelten hin- und herspringen konnten.
Zum Schluss gab es für jeden Teilnehmer neben einer Brezel mit Orangensaft natürlich eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme an „Eine Reise in verschiedene Welten“. Und mehr als einmal wurde der Wunsch geäußert: „Dürfen wir auch wiederkommen?“

Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

Um die Zusammenarbeit von Transline und der Hohbuchschule langfristig zu sichern, unterzeichneten Geschäftsführer Dr.-Ing. Wolfgang Sturz und Schulleiterin Angelika Mehnert jetzt eine Kooperationsvereinbarung. Sturz erklärte: “Wir haben eine Verantwortung gegenüber jungen Leuten, denn der Staat mit seinen geringen Bildungsbudgets bringt da zu wenig.” Außer dem Schnuppertag sollen bald weitere Aktivitäten folgen.

transline
Die transline-Gruppe ist führender Anbieter intelligenter Dienstleistungen für die Globalisierung. Mit transline Deutschland GmbH, den Tochtergesellschaften in einer Reihe europäischer Länder sowie der doculine Verlags-GmbH deckt die Gruppe die gesamte Prozesskette der globalen Kommunikation ab – von der technischen Dokumentation über die sprachliche Übersetzung und kulturelle Adaption bis zur druckfertigen Fremdsprachen-Publikation oder dem mehrsprachigen Internetauftritt. In der doculine Verlags-GmbH erscheinen Fachbücher und Publikationen zu diesem Themenkreis. Zur transline-Gruppe gehört auch das Steinbeis Transferzentrums Wissensmanagement und Kommunikation, das in der Unternehmensgruppe den Bereich Beratung, Schulung und Coaching abdeckt.

IHK-Projekt „Wirtschaft macht Schule“
Das IHK-Projekt „Wirtschaft macht Schule“ startete im Jahr 2004 und vermittelte erst Kontakte zwischen Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien. Seit circa einem Jahr spricht die IHK Reutlingen auch gezielt Grund- und Förderschulen an. Das Ziel: Kinder und Jugendliche sollen Betriebe in ihrer Umgebung kennenlernen. Möglichkeiten gibt es viele: von Betriebsbesichtigungen bis hin zu Tagespraktika in höheren Klassen. Für die Vertragspartner gibt es keine Vorschriften: Sie können die Kooperationen nach ihren eigenen Möglichkeiten gestalten.

[Text: IHK, transline, Richard Schneider. Quelle: Pressemitteilungen IHK, 2009-11-28; transline, 2009-06-15; Südwest Presse, 2009-11-19. Bild: IHK Reutlingen, transline.]

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Rentnerlücke: EU sucht händeringend Dolmetscher

Dolmetscher im Europäischen Parlament

Bei der Generaldirektion Dolmetschen der Europäischen Kommission läuten die Alarmglocken: In den nächsten fünf bis zehn Jahren gehen viele Konferenzdolmetscher in den Ruhestand. Deshalb sind die Dolmetschdienste der Europäischen Institutionen auf der Suche nach hochqualifizierten Konferenzdolmetschern mit Muttersprache Deutsch, die bei den Sitzungen in Brüssel, Luxemburg und Straßburg dafür sorgen, dass die Kommunikation reibungslos verläuft.

Ein Video-Clip, der heute online geht, soll jungen Menschen in allen deutschsprachigen Ländern Einblick e in die Arbeit der EU-Dolmetscher geben und ihnen Lust auf diesen Beruf machen: “Dolmetschen für Europa – ins Deutsche.”

Warum ist die Lage wie sie ist?

Die Generaldirektion Dolmetschen steht vor einem Generationenwechsel. Ab Mitte der siebziger Jahre– nach dem Beitritt Großbritanniens, Irlands und Dänemarks und nach dem Beitritt Griechenlands 1981 – wurden viele Dolmetscher eingestellt, um den gestiegenen Bedarf zu decken. Diese Generation geht jetzt langsam in den Ruhestand. Damit es bei der Verdolmetschung hochrangiger politischer und technischer Sitzungen in den EU-Institutionen zu keinen Engpässen kommt, muss diese Lücke so rasch wie möglich geschlossen werden.

Warum ist es schwierig, Nachwuchs zu finden?

Wir leben im Zeitalter des Internets, die junge Generation bloggt, chattet und twittert. Briefe schreiben? Bücher lesen? Das ist “out”! Für den Dolmetscherberuf hat das sicht- und hörbare Folgen, denn das Wichtigste ist die Beherrschung der Muttersprache in all ihren Facetten. Doch nicht nur die umfassende Beherrschung der eigenen Sprache wird immer mehr zum Problem: Beim Fremdsprachenlernen dominiert Englisch. Sprachen, die einmal Weltsprachen waren (wie das Französische), haben ihren Status eingebüßt, andere, wie z. B. osteuropäische Sprachen, gelten als schwierig oder exotisch. Dabei sind gerade die vielen verschiedenen Sprachen ein typisches Merkmal der EU und die Förderung dieser Vielfalt ein fester Bestandteil der EU-Politik. Für die GD Dolmetschen der Europäischen Kommission und die Dolmetschdienste der anderen EU-Institutionen bedeutet das, dass es einen Bedarf an allen EU-Amtssprachen gibt.

Dolmetschen für die EU: hervorragende Berufsaussichten

Konferenzdolmetscher sorgen dafür, dass Parlamentarier, Minister, Sachverständige und Delegierte aus allen EU-Mitgliedsländern ohne Sprachbarrieren miteinander kommunizieren können. Sie sind Mittler zwischen verschiedenen Kulturen und Sprachen. Die europäischen Institutionen beschäftigen festangestellte Dolmetscher mit sicherem Arbeitsplatz und guten Karriereaussichten, sowie. Freiberufler, die selbst entscheiden, wann und wo sie für die EU arbeiten.

Gesucht werden junge, motivierte, gut ausgebildete Konferenzdolmetscher die ihre Muttersprache perfekt beherrschen und darüber hinaus noch ausgezeichnete Kenntnisse in mindestens zwei Fremdsprachen (Englisch und eine weitere EU-Sprache) mitbringen, die Interesse an fremden Kulturen und Menschen haben und das Weltgeschehen mit Neugier verfolgen.

Weiterführende Links und Informationen

Generaldirektion Dolmetschen der EU-Kommission
Anwerbeseite auf Facebook
Anwerbeseite auf Twitter
Liste mit europäischen Universitäten und Fachhochschulen, die Simultandolmetscher ausbilden

[Text: EU. Quelle: Pressemitteilung, 2009-11-20. Bild: EU.]

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BDÜ Kooperationspartner der Expolingua Berlin 2009

BDÜDer Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) ist in diesem Jahr Kooperationspartner der Expolingua Berlin 2009. Schwerpunkt der 22. Internationalen Messe für Sprachen und Kulturen ist diesmal das Thema „Dolmetschen und Übersetzen“. Wer sich für die beiden Sprachenberufe interessiert, der erhält auf der Sprachenmesse vom 20. bis 22. November Informationen rund um das Berufsbild, die Ausbildung und Karrieremöglichkeiten.

Der BDÜ, Deutschlands größter Verband für Dolmetscher und Übersetzer, berät Interessenten an seinem Messestand und gibt in vier Vorträgen einen Einblick in die
Berufspraxis. Vorab geben Experten im Expolingua-Weblog unter www.expolingua.blogspot.com nützliche Hinweise zu den beiden beliebten Berufen – darunter sind auch einige Beiträge des BDÜ.

Viele junge Menschen möchten ihre Liebe zu Fremdsprachen zum Beruf machen“, weiß BDÜ-Präsident Johann J. Amkreutz. „Wir freuen uns, Interessenten über die anspruchsvolle Tätigkeit des Übersetzens und Dolmetschens zu informieren.“ Neben ausgezeichneten Sprachkenntnissen gelte es unter anderem, das
Handwerk der „Translation“ zu erlernen.

Insgesamt gibt es etwa 200 Aussteller aus 30 Ländern auf der Expolingua 2009, darunter viele Sprachschulen aus dem In- und Ausland und in diesem Jahr auch die Generaldirektionen Dolmetschen und Übersetzen der Europäischen Kommission. Die Generaldirektion Dolmetschen stellt im Rahmen der Expolingua
die EU-Kampagne: „Dolmetschen für Europa … auf Deutsch“ vor.

www.expolingua.com

[Text: Birgit Golms. Quelle: Pressemitteilung BDÜ, 2009-11-03.]

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Drogenbande schüchtert Dolmetscherin ein: Amt niedergelegt

Das Ulmer Landgericht verhandelt zurzeit gegen vier osteuropäische Heroinhändler. Am zweiten Verhandlungstag hatten diese auffallend viele Landsleute in den Zuschauerreihen platziert. Eine Drohkulisse, die ihre Wirkung nicht verfehlte:

Der Kronzeuge weigerte sich, in Anwesenheit der vier Angeklagten eine Aussage zu machen und die Russisch-Dolmetscherin legte ihr Amt nieder. Die Augsburger Allgemeine schreibt:

In der Mittagspause hat sich einer der Zuhörer an die Dolmetscherin für Russisch rangemacht und sie zum Kaffee eingeladen. Die Frau hat Angst und will deshalb in dieser Sache nicht mehr als Übersetzerin tätig sein. Deshalb muss das Gericht einen neuen Dolmetscher bestellen.

Justizangestellte hatten beobachtet, dass Zuschauer Zeichen zur Anklagebank gaben. Zudem konnte nicht ausgeschlossen werden, dass einer der Zuhörer fotografiert oder über sein Handy Botschaften nach draußen geschickt hat. Vor dem Justizgebäude parkte ein auffälliger Kastenwagen, so dass sogar eine geplante Gefangenenbefreiung befürchtet wurde.

Das Gericht vertagte daraufhin die Verhandlung. Beim nächsten Termin werden die Zuschauer strengen Personenkontrollen unterzogen und der Kronzeuge wird seine Aussage an einem sicheren Ort mit direkter Videoübertragung in den Gerichtssaal machen.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Augsburger Allgemeine, 2009-11-15.]

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Dolmetscher in groß angelegten Rezeptbetrug verwickelt

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat Anklage gegen einen Arzt, einen Apotheker und einen Dolmetscher erhoben. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Rezepte ausgestellt und gegenüber den Krankenkassen abgerechnet zu haben, ohne dass Medikamente ausliefert wurden.

Der Dolmetscher diente dabei als Kontaktmann zu ausländischen Versicherten, die zum Teil eingeweiht gewesen sein sollen. Als Gegenleistung für das „Ausleihen“ der Versichertenkarte sollen diese Belohnungen erhalten haben.

Insgesamt soll sich das Trio auf diese Weise 230.000 Euro ergaunert haben. Die Anklage lautet auf banden- und gewerbsmäßigen Betrug.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, Münsterländische Volkszeitung, ddp, 2009-11-12.]

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Jacquy Neff: Dolmetschwissenschaftliche Studie zu Deutsch als Konferenzsprache

Deutsch als KonferenzspracheDie Stellung des Deutschen als internationale Konferenzsprache ist in der interkulturellen Germanistik und der deutschen Soziolinguistik eine noch weitgehend unerforschte Domäne. Auch die Dolmetschwissenschaft als Teilbereich der noch relativ jungen Translationswissenschaft hat dieses Forschungsfeld noch nicht bestellt.

Jacquy Neff, Dozent am FTSK Germersheim, möchte diese doppelte Lücke schließen und beschäftigt sich mit Stand und Entwicklungsperspektive der deutschen Sprache als Konferenzsprache an der Schwelle des 21. Jahrhunderts im Untersuchungsgebiet der Europäischen Union vor der letzten Erweiterung.

Neff benutzt den neuartigen Ansatz der kontrastiven ökoskopischen Betrachtung der Nachfrage nach Deutsch und des Angebotes an Dolmetscherdienstleistungen mit Deutsch im europäischen Konferenzgeschehen. Anhand einer Untersuchungsreihe von 1998 bis 2003 bei über 19.000 Veranstaltern von Konferenzen und 3.300 Konferenzdolmetscher analysiert der Autor wichtige Indikatoren zur Standortbestimmung des Deutschen relativ zu anderen Konferenzsprachen.

Zu diesen Indikatoren gehören konferenztypische Parameter (Art und Dauer von Veranstaltungen, Sprach- und Fachgebietsangebote, Dolmetschmodi), marktrelevante Daten (Stratifizierung und Typologisierung von Konferenzveranstalter, Markteinteilung, Auftragspotenzial für Konferenzdolmetscher mit Deutsch), sprachspezifische Aspekte (Sprachenangebot in Aktiv- und Passivsprachen, Sprachkombinationen) sowie dolmetscherbezogene Daten (Zusammensetzung der beruflichen Tätigkeit, Auftragspotenziale u.v.m.). Eine prospektive Sicht der Entwicklungsmöglichkeiten der deutschen Sprache für das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts rundet das Bild ab.

Das Zusammenführen der Ergebnisse aus den Befragungen beider Marktakteure sowie eine eingehende Betrachtung großer Abnehmergruppen (Internationale Organisationen, EU-Institutionen, Ministerien und Verwaltungen, Verbände, Vereine und Gewerkschaften, Wirtschaftssektoren etc.) in ihrer historischen Bedarfsentwicklung an Konferenzsprachen ermöglichte das Herausarbeiten einer Reihe von Determinanten und Entwicklungsfaktoren für die zukünftige Stellung der deutschen Sprache in dieser Anwendungsdomäne.

Auf dieses Buch haben wir gewartet! Es schließt eine Lücke in der Dolmetschwissenschaft wie auch der interkulturellen Germanistik bzw. deutschen Soziolinguistik und wendet sich somit an Leser, die an diesen Forschungsgebieten ein besonderes Interesse haben oder in ihnen selbst wissenschaftlich tätig sind. Vielmehr noch als diesen Personenkreis sollte es aber diejenigen erreichen, die selbst in der Praxis des Konferenzdolmetschens stehen und sich Gedanken über ihre Zukunft auf dem Markt machen, und vor allem auch diejenigen, die Verantwortung tragen für die Ausbildung der nachfolgenden Dolmetschergeneration und tunlichst Sorge tragen sollten, nicht am tatsächlichen Bedarf vorbei auszubilden.  (MDÜ 5/2009)

[…] der Elsässer Neff kann aus dem „Innenleben” der Kommission berichten, bei der er selbst als Dolmetscher tätig war und aus der ihm umfassende Angaben und Statistiken der Dolmetscher-Abteilungen der meisten europäischen Institutionen vorlagen. Neff, heute als Dozent im Fachbereich Dolmetscherausbildung der Universität Mainz in Germersheim tätig, trägt auf 689 Seiten eine fast erdrückende Fülle an Material und Zahlen zur Situation des Deutschen als Konferenzsprache in den europäischen Institutionen, Organisationen, Verbänden, Stiftungen und Bildungswerken zusammen. […] Neffs umfassende Untersuchung ist für jeden, der die Stellung der deutschen Sprache in europäischen Gremien in allen Verästelungen erfassen will, unverzichtbar. (Sprachnachrichten 03/2009)

Jacquy Neff (2007): Deutsch als Konferenzsprache in der Europäischen Union. Eine dolmetschwissenschaftliche Untersuchung. Hamburg: Dr. Kovac. 692 Seiten, mit CD, 98,00 Euro, ISBN 978-3-8300-3235-9.

[Text: Verlag Dr. Kovac. Quelle: Verlag Dr. Kovac. Bild: Verlag Dr. Kovac.]

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Fachtagung HU Berlin: Übersetzungsgeschichte - Geschichte des Wissenstransfers

Humboldt-Universität zu Berlin

Das Institut für Romanistik und das Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin laden am 3. bis 5. Dezember 2009 zu einer internationalen Fachtagung ein. Der Titel: „Übersetzungsgeschichte - Bausteine für eine Geschichte des Wissenstransfers“.

Seit sich die Translationswissenschaft von ihren Quelldisziplinen zu emanzipieren begann, richtete sie ihr Augenmerk auf die Entwicklung eigenständiger theoretischer Fundamente, orientierte sich vorrangig auf pragmatische Texte und Textsorten, entwickelte ein eigenes Beschreibungsinstrumentarium, erweiterte die vorgefundenen Forschungsformate zu neuen und erklärungsstarken Dimensionen, insbesondere zur Kultur, und differenzierte sich systematisch in verschiedene Richtungen und Teildisziplinen.

Für die Etablierung einer Wissenschaftsdisziplin spielen die Geschichte des Gegenstandes – das Übersetzen und Dolmetschen – eine wichtige Rolle. Mit translationshistorischen Arbeiten wie Übersetzen in Renaissance und Humanismus, Übersetzen im Mittelalter von Hans J. Vermeer, sowie denen weiterer Autoren wie Berman, Bassnett/Lefevere, Delisle, Mounin, Woodsworth, die hier stellvertretend genannt werden könnten, wurden die Grundlagen für eine Geschichte der Translation aus translationswissenschaftlicher Perspektive vorgelegt oder bestimmte historische Epochen bearbeitet. Zudem muss der gesamte Bereich der Bibelübersetzung genannt werden, ebenso wie die dreibändige Ausgabe der HSK-Reihe und schließlich all die Arbeiten, die ihre Aufmerksamkeit den Translatoren zuwenden und beispielsweise Portraits und Arbeitsweisen von Übersetzern nachzeichnen und anderes mehr.

Angesichts der Breite und Differenziertheit translatorischen Handelns in der Geschichte, der Vielfalt von Ausgangs- und Zieltexten, der Neu- und Wiederübersetzungen u.v.a.m. scheint den Veranstaltern eine auf der eigenen translationswissenschaftlichen Methodologie fußende Beschäftigung mit dem Gegenstand ‘Translation’ ergänzungsbedürftig. Vor allem unter dem Aspekt des ‘Wissenstransfers dank Übersetzen’, also der Frage nach der Rolle von Translation in einer Wissensgeschichte und einer Geschichte des Wissenstransfers lassen sich auf diesem Feld mit Sicherheit wertvolle neue Erkenntnisse gewinnen. So ist die Geschichte von Translation und Translationswissenschaft das Leitthema der diesjährigen Herbsttagung.

Auf dem Programm stehen Beiträge von Hans Vermeer, Erich Prunč, Ludmilla Grischaewa, Natalia Reinhold, Katja Lebedewa, Julia Richter, Heidemarie Salevsky, Olga Kashkina, Elisabeth Gibbels, Maria Kaszyńska, Susanne Marten-Finnis, Carsten Sinner, Jürgen Schopp, Elena Zemskova, Michaela Wolf, Mihai Draganovici, Larisa Schippel, Hartwig Kalverkämper, Tatjana Yudina, Brigitte Horn-Helf, Adriana Ionescu, Gyde Hansen und Susana Cañuelo Sarrión.

Die Teilnahmegebühr beläuft sich auf 30 Euro, zu entrichten vor Beginn der Veranstaltung vor Ort. Darin enthalten sind Tagungsmaterialien, Pausenversorgung sowie ein gemeinsames Essen.

Weitere Informationen sowie das vollständige Tagungsprogramm finden Sie unter folgender Adresse: www.slawistik.hu-berlin.de/konferenzen

[Text: HU Berlin. Quelle: Mitteilung Institut für Slavistik, HU Berlin. Bild: Heike Zappe, Referat Öffentlichkeitsarbeit HU Berlin.]

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Jibbigo: Dolmetschsoftware für das iPhone

JibbigoWissenschaftler aus Karlsruhe, Pittsburgh und Silicon Valley haben gemeinsam einen Sprach-zu-Sprach-Übersetzer für das iPhone entwickelt, welcher jetzt über Apple vertrieben wird. Die Anwendung soll gesprochenes Englisch ins Spanische und umgekehrt übersetzen können.

Jibbigo, so der Name der Übersetzungssoftware, läuft auf dem iPhone 3GS und hat ein Vokabular von etwa 40.000 Wörtern. Das Kommunikationssystem ist vor allem für humanitäre Einsätze aber auch für Touristen gedacht. Der Nutzer spricht ein oder zwei Sätze in sein Mobiltelefon und dieses gibt umgehend die Übersetzung per Sprache und Text aus.

“Jibbigo läuft direkt auf dem iPhone und benötigt keinen Zugang zum Internet oder einem Server”, sagt Alex Waibel (Bild unten), Professor für Informatik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und an der Carnegie Mellon University, Pittsburgh, USA. “Diese Unabhängigkeit ist ein entscheidender Vorteil für Reisende oder Helfer bei humanitären Einsätzen fernab des Einzugsbereichs von Mobilfunkanlagen. Es sind gerade diese Gegenden, in denen es kaum drahtlose Hotspots gibt, wo Jibbigo am nötigsten gebraucht wird”, so Waibel. Für Touristen ein weiterer Vorteil: Es fallen keine teuren Roaming-Gebühren an.

Waibels Forschungsgebiet ist die automatische Sprach-zu-Sprach-Übersetzung. Bereits 1990 entwickelte er den ersten Sprach-zu-Sprach-Übersetzer für Englisch, Deutsch und Japanisch. Er ist Direktor des international center for Advanced Communication Technologies (interACT), einem internationalen Forschungsverbund aus vier führenden Universitäten in diesem Bereich.

“Jibbigo wurde in einer Firmenneugründung von Absolventen der interACT Partner an Standorten in drei Kontinenten in einem internationalen Team rasch entwickelt”, sagt Waibel. “Es zeigt, dass eingespielte internationale Teams zu erstaunlichen Leistungen fähig sind und wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Forschung rasch und effektiv umsetzen können.”

Alex WaibelMehr als 6000 verschiedene Sprachen werden auf der Welt gesprochen. Jibbigo soll dazu beitragen, die Verständigung unter den Menschen ein Stück einfacher und besser zu machen. An weiteren Sprachenpaaren wird mit Hochdruck gearbeitet.

Weitere Informationen unter: www.jibbigo.com

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und staatliche Einrichtung des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Aufgaben einer Universität als auch die eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr.

[Text: KIT. Quelle: Pressemitteilung, 2009-11-04. Bild: KIT.]

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Kulturstaatsminister Neumann: Höhere Subventionen für Literaturübersetzer, KSK bleibt

Bernd NeumannDer Verband deutscher Schriftsteller (VS) tagte am 11. und 12.11.2009  in Berlin und feierte das 40-jährige Bestehen der neben dem PEN wichtigsten Interessenvertretung deutscher Autoren. In einer Ansprache ging Bernd Neumann (Bild), Staatsminister im Bundeskanzleramt und Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, auch auf die Bedeutung und Situation der Literaturübersetzer ein:

Die Arbeit der Übersetzer liegt mir sehr am Herzen, denn Sprache und Literatur bieten den wohl unmittelbarsten Zugang zur Kultur eines Landes. Bedeutende Dichter und Schriftsteller sind bisweilen auch bedeutende Übersetzer. Einer von Ihnen, Johann Wolfgang von Goethe, war sich bewusst, dass jede Übersetzung unsere Sprache “gewaltig bewegt” und unsere eigene Sprache durch die fremde “erweitert und vertieft”.

Wir haben die Übersetzungs-Förderung kontinuierlich ausgebaut und werden sie weiter ausbauen. So wird die Zuwendung für den Deutschen Übersetzerfonds schrittweise erhöht, bereits in diesem Jahr um 50.000 Euro auf 350.000 Euro. Neu ist der deutsch-italienische Übersetzerpreis, den wir im Frühjahr 2010 zum dritten Mal gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt verleihen. […]

Zur umstrittenen Künstlersozialkasse (KSK), deren Abschaffung seit Langem von der Wirtschaft gefordert wird, sagte Neumann:

Der “Arme Poet” hat zwar als “Spitzweg”-Idyll seinen Reiz – als Lebensmodell für Kreative aber ist er unzumutbar. Die Basis sind bessere, möglichst ausreichende Einkommen. Zur Unterstützung der Absicherung haben wir in Deutschland – einmalig auf der Welt – die Künstlersozialkasse. Sie wurde in den letzen Jahren entscheidend gestärkt und zukunftsfest gemacht.

Mehr zum Thema
Bundesrat: Vorstoß zur Abschaffung der Künstlersozialkasse vorerst gescheitert

[Text: Richard Schneider. Quelle: Pressemitteilung Bundesregierung, 2009-11-11. Bild: Bundesregierung.]

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“Ein Dolmetscher darf für niemanden Partei ergreifen” - Walid Abd El Gawad zum Marwa-Prozess

Im Prozess gegen den Mörder der Ägypterin Marwa S. (31) wurde am 11.11.2009 in Dresden das Urteil gefällt: lebenslänglich. Der Täter Alex W. (28) stammt aus Russland, ist in der Region Perm und Kasachstan aufgewachsen und hält sich erst seit fünf Jahren in Deutschland auf.

Die beiden Kontrahenten waren im August 2008 auf einem Spielplatz aneinandergeraten, auf dem sich die Frau mit ihrem zwei Jahre alten Sohn und der arbeitslose Angeklagte mit seiner Nichte und Mutter aufhielt. Marwa S. forderte Alex W. auf, eine Schaukel für ihr Kind frei zu machen. Daraufhin beschimpfte der nach eigenen Aussagen ausländerfeindlich eingestellte junge Mann, der das Leben in Deutschland als „Multikultischeiße“ empfindet, die Kopftuch tragende Frau als „Islamistin“ und „Terroristin“.

Passanten mischten sich ein und versuchten, die lautstarke Auseinandersetzung zu schlichten. Die Angelegenheit eskalierte, weil jemand die Polizei rief. Die Ägypterin nutzte die Gelegenheit und erstattete Anzeige wegen Beleidigung. Alex W. erhielt zunächst einen Strafbefehl über 330 Euro und wurde nach seinem Widerspruch vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 780 Euro verurteilt. Dagegen legte er Berufung ein.

In der Berufungsverhandlung erstach der Russlanddeutsche dann im Gerichtssaal seine schwangere Kontrahentin mit 15 Messerstichen und verletzte deren Mann schwer. Mit seinem Ausländerhass habe das nichts zu tun gehabt, erklärte er später die Tat. Vielmehr habe er sich durch die Anzeige und die deutsche Justiz ungerecht behandelt und in die Enge getrieben gefühlt.

Der banale Anlass der Auseinandersetzung geriet in der Öffentlichkeit schnell in Vergessenheit. Stattdessen entwickelte sich die Geschichte vor allem in Ägypten zu einem Medienspektakel. Auch deshalb, weil das Opfer als schöne, gebildete und selbstbewusste Mutter dem Idealbild einer fortschrittlichen Muslima entsprach.

In Ägypten wurde das Opfer von Islamisten zur Kopftuch-Märtyrerin hochstilisiert, die für ihre Religion gestorben sei. Die „Muslimbruderschaft“ organisierte in Kairo mehrere Demonstrationen und forderte die Todesstrafe für den Täter. Die Affäre beherrschte am Nil zeitweise die Titelseiten. Dabei wirkte die Presse nicht aufklärend, sondern verbreitete eine anti-deutsche Stimmung. Für die Medien saß Deutschland auf der Anklagebank.

Die Deutschen hingegen fühlten sich als unbeteiligte Dritte: „Was haben wir damit zu tun, wenn ein Russe eine Ägypterin ersticht? Außer dass die Gerichtskosten an uns hängen bleiben?“ In Deutschland wurden die Beleidigung und der Mord nicht als ausländerfeindliche Taten eines Deutschen, sondern als Auseinandersetzung zwischen zwei rechthaberischen Einwanderern wahrgenommen. Das Thema besaß für die deutschen Medien daher nur eine mittlere Bedeutung. Marwa S. sprach weit besser Deutsch als Alex W. und gehörte zu den Gewinnern, Alex W. hingegen zu den Verlierern unter den Einwanderern.

Walid Abd El GawadWie empfindet ein Gerichtsdolmetscher die Situation als Mittler zwischen Kulturen und Rechtssystemen in einem Prozess, der gleich in zwei Ländern im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht? Die Berliner taz hat kurz vor der Urteilsverkündung mit Walid Abd El Gawad (31) gesprochen, der an zwei Verhandlungstagen für den Ehemann des Opfers und einen Anwalt gedolmetscht hat.

Die Verhandlung selbst bezeichnet Abd El Gawad als Prozess auf hohem Niveau, der all seine Erwartungen übertroffen habe: „Es wurde auf jede Kleinigkeit geachtet, zum Beispiel darauf, dass die arabischen Rechtsanwälte genügend Material in ihrer Sprache zur Verfügung hatten.“ Er wünsche sich, dass die Sachlichkeit der deutschen Justiz auch in den arabischen Ländern akzeptiert werde. Die Mehrheit der Deutschen habe mehr Mitgefühl gezeigt als dies in Ägypten wahrgenommen werde.

Das Dolmetschen sei zeitweise emotional schwierig gewesen: „Ich musste mich sehr zusammenreißen, damit ich nicht mitleide - beziehungsweise man mir meine Gefühle nicht ansieht. Ich habe großen Respekt vor den Richtern, die trotz der immensen emotionalen Herausforderungen vollkommen sachlich mit dem Fall umgehen.“

Walid Abd El Gawad studierte Islamwissenschaft und Germanistik in Kairo sowie Arabistik und Orientalische Philologie in Leipzig. Zurzeit ist er Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Orientalischen Instituts der Uni Leipzig.

Im Oktober 2009 wurde er mit dem Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ausgezeichnet, bei dieser Gelegenheit entstand das obige Foto. Aus der Laudatio: „Walid Abd El Gawad bereichert mit seinem vorbildlichen sozialen und kulturellen Engagement verschiedene universitäre Initiativen. Herausragendes Engagement zeigte Abd El Gawad bei der Mitarbeit am Hörbuch Der Koran und als wissenschaftlicher Übersetzer. Ehrenamtlich wirkt er unter anderem in der Internationalen Doktorandeninitiative und als ein Repräsentant der Leipziger Muslime im interreligiösen Dialog in Stadt und Universität.“

Das Interview mit Walid Abd El Gawad können Sie auf der Website der taz lesen. Einen Audiobeitrag von Abd El Gawad, in dem es unter anderem auch um den Marwa-Prozess geht, finden Sie auf der Website von radio 1 des rbb.

[Text: Richard Schneider. Quelle: taz, 2009-11-10. Bild: Informationsdienst Wissenschaft, Stephan Flad.]